Lesen ist wie Atmen. Warum wird das so vielen Kindern vorenthalten? Bei dem in der Hasenschule eingesetzten Lehrwerk zum Lesenlernen handelt es sich um ein von Katrin Rabanus entwickeltes Programm, das in Kombination mit Lautgebärden nach F. J. Koch von den Schülern bearbeitet wird. Ursprünglich wurde es für Schüler entwickelt, die während der ersten zwei oder mehr Schuljahre nicht lesen gelernt haben.
An der Förderschule eignet es sich hervorragend für den Erstleseprozess. Erwähnenswert an diesem Programm ist, dass die Schwierigkeitsstufen im Leselernprozess konsequent berücksichtigt werden.
Hierzu gehört, dass dem Zusammenschleifen von Konsonant und Vokal besondere Beachtung geschenkt wird, d. h. dass der Leseprozess zunächst rein synthetisch und technisch erfolgt.
Mittlerweile gibt es Hasenschulen in Wuppertal, Berlin, Essen, Lünen und Köln. Kleingruppen, die mit der Methode arbeiten, sogenannte Lesenester, existieren fast Flächendeckend in Norddeutschland und vielen Schulen und anderen Einrichtungen bundesweit.
Die Lehrerin Hiltraud Prem wurde durch ihren Leserbrief in der SZ bekannt, in dem sie berichtete, dass JEDER ihrer Schüler in 1/3 der üblichen Zeit richtig lesen & schreiben lernte. Viele Eltern lernten mit ihrer "Ballonfahrt ins Leseland" mit den Kindern zu Hause Lesen, wenn es die Schule vermasselt hatte. Als Ich-kann-Schule-Lehrer finde ich das Beispiel Prem vorbildlich; die Kinder lernten es alle nicht nur richtig sondern auch GERN. Und was lernen wir?
Freundlich grüßt
Franz Josef Neffe
FranzJosefNeffe 8 months ago
Super Arbeit! Weiter so!
mrssmiley13111989 1 year ago