Der Portikus am Bayrischen Bahnhof steht wieder an seinem alten Platz. Am Freitag Mittag hatten sich etwa 200 Pressevertreter und interessierte Bürger eingefunden, um zu verfolgen, wie der Vertreter der Deutschen Bahn Artur Stempel, der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok und Oberbürgermeister Burkhard Jung den Startknopf drückten. Der 2.200 Tonnen schwere Portikus wurde auf einem speziellen Betonfundament, das weitere 600 Tonnen wiegt, nach rechts gezogen. Teflonplatten erleichterten die Zugarbeit der Hydraulikpressen. Der Portikus war im Früjahr 2006 nach links verrückt worden, damit die City-Tunnel-Station Bayrischer Bahnhof in offener Weise gebaut werden konnte. Dies sei zeit- und kostensparender gewesen als unter dem Portikus hindurchzugraben. Die Verschiebung vor drei Jahren war ohne Zwischenfälle gelungen.
Das war auch diesmal so, nur der Zeitplan stimmte nicht so ganz. Statt wie angepeilt 19 Uhr näherte sich der Portikus gegen 20:30 Uhr dem Ziel. Sicherheit geht schließlich vor, und einige Anpassungsarbeiten mussten auch noch erledigt werden. 20:41 Uhr war es schließlich soweit. Zentimeter für Zentimeter rückt der mächtige Portikus der Sektflasche zuleibe - am Ende hieß es: "Mission erfolgreich abgeschlossen".
Wenn alle Restarbeiten abgeschlossen sind, soll man übrigens nicht mehr sehen können, dass die Gebäudeteile jemals getrennt waren. Und darauf durften dann die Arbeiter getrost anstoßen und zünftig bayrisch feiern - am jetzt wiedervereinten Bayrischen Bahnhof.
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