Martin Luther - Heirat und Gewissen

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Uploaded by on Nov 4, 2011

Bereits 1520 fordert Martin Luther in seiner Schrift:
An den Christlichen Adel deutscher Nation von des Christlichen Standesbesserung, dass der Zölibat abgeschafft werden solle. Schon im Juni 1525 brach Martin Luther Ordensgelübde und Zölibatsversprechen, indem er die ehemalige Nonne Katharina von Bora heiratete und Kinder zeugte. In einem Brief an Georg Spalatin schreibt er am 16. Juni 1525: 
„Ich habe mich durch diese Heirat so verächtlich und gering gemacht, dass alle Engel, wie ich hoffe, lachen und alle Teufel weinen mögen. Die Welt und ihre Klugen verstehen dieses fromme und heilige Werk Gottes noch nicht und machen es an meiner Person gottlos und teuflisch".
Einen Tag später schrieb Luther an Michael Stiefel:
„Bete Du für mich, dass Gott meinen neuen Lebensstand segne und heilige. Denn die Klüglinge sind mächtig erzürnt, auch unter den Unseren. Sie müssen erkennen, dass die Ehe Gottes Werk sei".

Worte von Martin Luther:
"Ein gutes Weib wird einem nicht zufällig und ohne göttliches Schickung zuteil, sondern es ist eine Gabe Gottes, welche nicht aus unserem eigenen Rat oder Willen herkommt, wie die Heiden meinen."

"Das Evangelium soll nichts anderes tun, als das Gewissen festigen, das Herz rühren und den Glauben stärken; die anderen Lehren sind nichts als heidnische Statuten über den Leib."

"Ein gutes Gewissen ist das Paradies und Himmelreich,
und ein böses Gewissen ist die Hölle selbst."

"Was kann höhere und größere Freude sein, als ein fröhliches, sicheres und mutiges Gewissen, das sich auf Gott verläßt und weder Welt noch Teufel fürchtet ? Und ebenso: wo ist größere Traurigkeit und Schwermut, als in einem bösen, verzagten und schuldigen Gewissen ?"

"Es ist nicht nötig, jemandem unter Zwang in sein Gewissen zu dringen, wie man sagt: Niemand soll zum Glauben gezwungen, sondern er kann nur berufen werden. Soll jemand zum Glauben kommen, dann wird ihn Gott durch seinen Anruf wohl dazu bewegen. Tut Gott es nicht, was vermagst du dann mit deinem Drängen ?"

"Ich bitte, man wolle von meinem Namen schweigen und sich nicht lutherisch, sondern einen Christen nennen.
Was ist Luther ?
Ist doch die Lehre nicht mein !
Ebenso bin ich auch für niemandem gekreuzigt.
St. Paulus, 1.Korinther 3, wollte nicht leiden, dass die Christen sich paulisch oder petrisch hießen,
sondern Christen.
Wie käme denn ich armer, stinkender Madensack dazu,
dass man die Kinder Christi dürfe nach meinem nichtswürdigen Namen nennen ?
Nicht so, liebe Freunde !
Lasst uns tilgen die parteiischen Namen und uns Christen heißen,
nach Christus, dessen Lehre wir haben.
Ich bin und will keines Menschen Meister sein.
Ich habe mit der Gemeinde die eine, allgemeine Lehre Christi,
der allein unser Meister ist."

"Durch Leben,
ja, durch Sterben
und durch die Erfahrung der Verdammnis,
wird man Theologe,
nicht durch Begreifen,
Lesen oder spekulieren."

"Und der Glaube ist nimmermehr
stärker und herrlicher,
als wenn die Trübsal und Anfechtung 
am größen ist."

"Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge
und niemand untertan."

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