Bis 2005 hat Indien Pharmakonzernen keine Patente für Aids-Medikamente vergeben. Stattdessen förderte die Regierung die Produktion von billigen Kopien, sogenannten Generika. So ist ein milliardenschwerer Industriezweig entstanden.
Erst als das Land der Welthandelsorganisation beitrat, musste es sich an die international geltenden Patentschutzgesetze halten. Indien gilt als "Apotheke für Entwicklungsländer", vor allem was Aids-Medikamente betrifft. Die Versorgung der eigenen Bevölkerung ist allerdings dürftig.
Der Staat stellt lediglich die günstigen Medikamente der sogenannten "ersten Generation" kostenlos zur Verfügung. Doch Aids-Patienten werden gegen diese Medikamente nach längerer Behandlung resistent und müssen auf die zweite, später auf die dritte Generation umsteigen.
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