Marc Herter, Ratsfraktionsvorsitzender der Hammer Sozialdemokraten, wurde gestern von den führenden Vertretern der SPD einstimmig zum Kandidaten für die Landtagswahl 2010 in NRW nominiert. Offiziell bestätigt werden muss die Nominierung am 27. Oktober 2009 in der Vertreterversammlung.
HammSPD-Chefin Monika Simshäuser sprach bei der Bekanntgabe der Neuigkeit von einer Art Aufbruchstimmung innerhalb der Partei. "Nach der Schockstarre, in der wir alle am Abend der Bundestagswahl gefallen sind, zeigen sich die Parteimitglieder jetzt kämpferisch", sagte die Parteivorsitzende. "Es gibt programmatisch, inhaltliche Dinge, die geändert werden müssen." Simshäuser habe keinerlei Zweifel daran, dass das gelingen werde und sprach von einer Stimmung in der Partei "wie ich sie lange nicht erlebt habe". Der Dauerwahlkampf und die Niederlagen seien für die Partei kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken, hieß es. Man müsse zu den Werten in der Tradition eines Johannes Rau zurückkehren. "Fortschritt" und Soziale Gerechtigkeit" seien gefragt.
"Ich freue mich, dass meine Partei Vertrauen zu mir hat" sagte Herter zu seiner Nominierung. "Ich werde alle meine Kraft dafür einsetzen, dass dieses Vertrauen Früchte trägt."
Nach dem Wahldebakel bei der Bundestagswahl steht die SPD mit dem Rücken zur Wand. Auf parteiinterner Bundesebene dreht sich bereits das Personalkarussell. "Die SPD braucht eine Erneuerung und ich glaube ich stehe für Erneuerung", so Herter selbstbewusst und sparte nicht mit Kritik an den Vertretern der Landesregierung. "Politik braucht eine glaubwürdige Alternative, eine Alternative zu einem Oskar Burkert, der in Düsseldorf zu allem "Ja" und "Amen" sagt, konnte sich Herter einen Seitenhieb auf den CDU-Landtagsabgeordneten Burkert nicht verkeifen.
Herter wird im Wahlkreis Hamm I antreten und kündigte einen weniger medialen Wahlkampf an. "Politik ist gut, wenn man sie für Menschen macht. Wenn wir etwas aus der Vergangenheit gelernt haben, dann ist es das, dass man zuhören muss. Ich werde viel zuhören", kündigte Herter einen interessanten und abwechlsungsreichen Wahlkampf an.
Die Unterstützung des SPD-Ehrenvorsitzenden Manfred Hemmer des 2005 gegen Burkert unterlegenen Dr. Georg Scholz kann sich Herter gewiss sein. "Ich habe großen Respekt vor Georg Scholz", sagte Herter abschließend.
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Sie sind sympathisch, aber Herr Herter: Wählen gehen heißt Vertrauen schenken. Sind Sie doch mal ehrlich. Vertrauen Sie wirklich einer Politik, die uns Bürger mit weiteren 100 Milliarden Euro in die Schuldenfalle treibt? Vertrauen Sie wirklich einer politischen Führungsklasse, die mit Steuergeldern marode Landesbanken und Industrien saniert, während immer mehr alte Menschen und Kinder unter der Armutsgrenze leben? Kriege (Afghanistan) als Aufbauhilfe deklariert? Usw. usf.
hcsiftarb 2 years ago