Wolfregens Lyrik: "Alexokles" - Rezitation mit Musik v. Porpora u. Abb. v. Alma-Tadema u. v. Klenze

Loading...

Sign in or sign up now!
Alert icon
Upgrade to the latest Flash Player for improved playback performance. Upgrade now or more info.
474 views
Loading...
Alert icon
Sign in or sign up now!
Alert icon

Uploaded by on Jul 4, 2011

"Alexokles"

Ein heitrer Tag neigt sich dem Ende,
Der Hain schon stehet winddurchbraust,
Im Tale bringen fleißig' Hände
Noch ihr gereiftes Gut nach Haus.

Die ersten Blumen haben hold
Im milden Abendlicht geschlossen;
Das ganze Land noch schimmert gold,
Von einem fernen Strom durchflossen.

Hier oben gar, da wandelt er,
Oft zwischen Stein und Felsen nur,
Alexokles, ein Liebender,
Der Freund und Günstling der Natur.

Sein Auge ruht am Himmel klar;
Was mag ihn rührn zu dieser Stund'?
Die Sonne spielt im dunklen Haar,
Und lieblich schweigt der ernste Mund;

Spricht Verse, die wir nie vernommen,
Geheimnisvoll und spürbar tief
Wie diesem Herzen sie nur kommen,
Aus dem ein hehrer Geist sie rief.

In freie Höhen zieht empor
Der fromme Sinn den himmlisch Weisen,
Geleitet durch ein sichres Ohr,
Auf dass ihn Genien nur speisen.

(verfasst von Wolfregen am 10.März 1989)

Abbildungen von:

- Leo (Franz Karl Leopold) von Klenze (zwei Landschafts- bzw. Architekturdarstellungen):
Deutscher Maler, Architekt und Schriftsteller des Klassizismus; geboren am 29. Februar 1784 in Buchladen bei Schladen; gestorben am 27. Januar 1864 in München.

- Sir Lawrence Alma-Tadema:
Niederländischer Maler und Zeichner des akademischen Realismus mit britischem, belgischem und niederländischem Bürgerrecht (Näheres hierzu bei Wikipedia); geboren am 8. Januar 1836 in Dronrijp / Niederlande; gestorben am 26. Juni 1912 in Wiesbaden u. beigesetzt in der St. Pauls Cathedral in London.

Musik von Nicola Antonio Porpora:
Italienischer Barockkomponist und berühmtester Gesangslehrer seiner Zeit in Europa; geboren am 17. August 1686 in Neapel; gestorben am 3. März 1768 ebd.

Beim Stück "Alto Giove" handelt es sich um die Instrumentalversion der gleichnamigen Arie des Acio aus der Oper "Polifemo" (1735, London); Arrangement von Christophe Rousset zum Film "Farinelli" (1994) von Gérard Corbiau. Es spielen "Les Talens Lyriques" unter der Leitung von Ch. Rousset.

  • likes, 1 dislikes

Link to this comment:

Share to:

Uploader Comments (WolfregensConstanze)

  • In der heutigen Zeit, wo ein Wettlauf der Oberflächlichkeiten die Tage prägt, streichelt so ein Gedicht das Gemüt - stehen solch hehre Zeilen, vermehrt durch wunderbare Musik und einer ausdruckstarken Stimme, wie ein stiller Fels in all den Aufgeregtheiten. - Alexokles mag wesensverwandt sein, mit Apollo, dem Hüter der Dichtkunst, der die Verse in diesen wundersamen Tiefen klingen lässt. - Herzlichen Dank für dieses Werk...

  • @Holger2214

    Danke Dir ebenso, lieber Holger, für diesen wunderschönen Kommentar!

    Das ist die beste Motivation zum Weitermachen...

  • Wonderful, Constanze !

  • @joshje777

    Many thanks for comment!

see all

All Comments (7)

Sign In or Sign Up now to post a comment!
  • Ein unfassbares lyrisches Kleinod! - Dieses Gedicht erfüllt den vergangenen Zeitgeist vollkommen und lässt unsere Augen in die Tiefe schweifen.

    Danke für deine prächtige Komposition, Constanze.

  • Sehr schöne Musik.

Loading...

Alert icon
0 / 00Unsaved Playlist Return to active list
    1. Your queue is empty. Add videos to your queue using this button:
      or sign in to load a different list.
    Loading...Loading...Saving...
    • Clear all videos from this list
    • Learn more