Führerstandmitfahrt U1 Warschauer Straße bis Gleisdreieck. November 2008.
ie Linie U1 der Berliner U-Bahn hat 13 Stationen und ist 8,8 Kilometer lang. Die traditionelle Linienbezeichnung ist BII. Sie fährt in Ost-West-Richtung, wobei sie unmittelbar südlich der Trasse der historischen Schlesischen Bahn (Verlängerung der Stadtbahn) am S-Bahnhof Warschauer Straße beginnt, Kreuzberg durchfährt und über den Wittenbergplatz in den Kurfürstendamm fährt.
Während der Hauptabschnitt Wittenbergplatz ↔ Schlesisches Tor seit Umstellung der Linienbezeichnungen von Buchstaben auf Zahlen 1966 die Nummer 1 trägt, wechselte der westliche Endpunkt zweimal. Zu Zeiten, als das Musical Linie 1 geschrieben wurde (1986), fuhr die Linie 1 noch zwischen Ruhleben und Schlesisches Tor. Der östliche Abschnitt der U1 stellt die älteste Hochbahnstrecke Berlins dar. Nachdem am 9. November 1989 die Mauer gefallen und am 3. Oktober 1990 die Deutsche Demokratische Republik der Bundesrepublik Deutschland beigetreten war, war es auch notwendig, die beiden U-Bahnnetze von Ost und West wieder zu vereinigen. Während seit 1993 die U2 wieder durchfuhr, endete die U1 immer noch am Bahnhof Schlesisches Tor.
Die Strecke, 1902 eröffnet, wurde bis zum August 1961 betrieben. Danach wurde die Strecke der heutigen U1 bis zum Schlesischen Tor gekürzt, denn der Bahnhof Warschauer Brücke gehörte damals zu Ost-Berlin. Über Jahre hin verfiel die Station, auch wenn sie teilweise von Betrieben der DDR genutzt wurde. Auch eine Aufnahme in die Liste „Nationale Kulturerben der DDR half nichts.
1992 begannen die ersten Bauarbeiten für die Strecke. Es waren zahlreiche Sanierungsarbeiten zu verrichten, auch Neubauten waren nötig, da einige Gebäude des Bahnhofes zu DDR-Zeiten abgerissen worden waren. Als erstes wurde die Oberbaumbrücke saniert, die sich in einem sehr desolaten Zustand befand. Der spanische Architekt Santiago Calatrava gewann die Ausschreibung und entwarf die Pläne zur Sanierung der Oberbaumbrücke. Neben dieser war auch noch der Bahnhof selber mit seinen drei Bahnsteigen, das alte Stellwerk und die Wagenhalle an der Rudolfstraße instandzusetzen. Schließlich konnten alle Bauarbeiten abgeschlossen werden und so fuhr am 14. Oktober 1995 der erste Zug wieder zum heutigen Bahnhof „Warschauer Straße, der diesen neuen Namen bekam, um die Umsteigemöglichkeit zwischen U-Bahn und S-Bahn zu verdeutlichen. Bis heute ist es geplant, dass beide Schnellbahnhöfe näher aneinanderrücken. Dies ist aber aufgrund der angespannten Finanzlage erst ab 2010 in Verbindung mit der Sanierung der S-Bahnhöfe Warschauer Straße und Ostkreuz vorgesehen.
Mit der Wiedereröffnung der Strecke über die Oberbaumbrücke wurden auch die damaligen zwei Hochbahnlinien, die U1 und U15, bis zur Warschauer Straße verlängert. Heute fährt nur noch die U1 dorthin.
Kann es sein, das du nur durch die scheibe hinter dem führerstand gefilm hast, und garnicht IM führerstand drin warst..?
shtzi 2 years ago
S. meinen Kommentar weiter unten !
emil250 2 years ago
Es war eigentlich keine echte Führerstandmitfahrt. Ich stand im Fahrgastraum und habe durch das abgedunkelte Glas in der Tür zum Fahrstand gefilmt. Bei tageslicht geht das ganz gut, wie man sieht. In den Bahnhöfen wirds dann aber schon sehr dunkel im Tunnel geht dann gar nichts mehr
emil250 3 years ago