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SC Herford vs. SV Rödinghausen

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Uploaded by on Sep 4, 2011

SC Herford vs. SV Rödinghausen - 3. Spieltag - Landesliga - 03.09.2011
Der SV Rödinghausen ist wieder in der Erfolgsspur. Eine Woche nach dem mageren 1:1 gegen Union Minden gewann der Fußball-Landesligist das Derby beim SC Herford mit 3:2 (1:0). So viel zu den guten Nachrichten. Die schlechte für den SVR: Die Mannschaft ist noch lange nicht da, wo Trainer Mario Ermisch sie sehen möchte. Gegen Herford entschied nicht das Auftreten als Mannschaft, sondern die individuelle Klasse.

Das Derby der Fußball-Landesliga elektrisierte die Massen. 1800 Zuschauer hatten den Weg ins Ludwig-Jahn-Stadion gefunden. So viele wie in der jüngeren Vergangenheit schon lange nicht mehr. Während sich die Gäste auf der schattenspendenden Tribüne mit Getränken abkühlen konnten, mussten die 22 Fußballer auf dem Feld schweißtreibende Schwerstarbeit verrichten. »Die ganze Woche trainieren wir bei 18 Grad und dann sind beim Spiel gefühlte 40«, hatte auch Sebastian Block mit den hohen Temperaturen zu kämpfen. »Ich hatte immer das Gefühl, ich trage zwei Kühlschränke auf dem Rücken.« Trainer Mario Ermisch hatte Block zum ersten Mal für Nils Mühlenweg in die Startelf beordert. Mit Alexander Schal war auch der A-Liga-Torschützenkönig der vergangenen Saison im Kader. Francis Williams musste zum dritten Mal mit seinem Stammplatz auf der Bank Vorlieb nehmen. An der kläglichen Chancenverwertung des SVR änderte das alles nichts.
Wenn bei Rödinghausen nach vorne etwas ging, dann mit Einzelaktionen. Zunächst aber ohne große Torgefahr. Im Gegensatz zu Minden am vergangenen Sonntag versteckte sich der Sport-Club keineswegs. »Wir haben uns nicht nur hinten rein gestellt«, sagte Coach Georg Koch. Dennoch stockte es auf beiden Seiten im Spielaufbau. Die Nervosität vor so vielen Zuschauern war allen anzumerken. Die Kulisse ließ selbst Kicker mit Erfahrung aus höheren Ligen nicht kalt. Rödinghausen fehlte die Durchschlagskraft nach vorne, obwohl sich die Herforder in der Abwehr einige Fehler erlaubten.
Aus dem Spiel heraus kam wenig, so brachte eine Standardsituation die hoch gewetteten Gäste vom Wiehengebirge in Führung. Kapitän Sören Siek brach den Bann mit einem Kopfballtor nach einer Ecke von Bünyamin Atasayar (36.). Aufgrund der Mehrzahl an Chancen ging das 1:0 zur Pause in Ordnung.
Nach dem Wechsel wurde die Partie hitziger - und Rödinghausen zielstrebiger. Doch wie schon in den ersten beiden Saisonspielen blieben hochkarätigste Torchancen ungenutzt. Das rächte sich. In der 62. Minute markierte der kurz zuvor eingewechselte Tolga Evcimen den Ausgleich. Schiedsrichter Marijan Zalovic aus Minden hätte zuvor nach einem klaren Foul von Evcimen an Sebastian Plog abpfeifen müssen, doch er ließ weiterlaufen. Bei einigen Entscheidungen machte der Schiri keine gute Figur. Insgesamt zeigte er zu viele gelbe Karten, bevorteilte aber keine Mannschaft.
Rödinghausen hatte sich das 1:1 alleine zuzuschreiben. Eine Viertelstunde - und einige hochkarätige Torchancen - später gelang Thilo Versick der 2:1-Führungstreffer. Kurz danach kam es sogar zu einer Rudelbildung. Die gehört zu einem echten Derby wohl dazu. Die Herforder fühlten sich von Versicks Torjubel provoziert, doch Zalovic konnte die Wogen glätten. Herfords Sportlichen Leiter Herbert Bittner schickte er auf die Tribüne. Der erneut nur eingewechselte Francis Williams machte in der 80. Minute mit dem 3:1 alles klar. Aber auch dieses Tor hätte nicht gelten dürfen. Ermisch: »Ehrlich gesagt: Francis stand im Abseits.« Dass Rödinghausen nach Tolga Evcimens zweitem Treffer in der 90. Minute noch für wenige Sekunden zittern musste, lag an der einmal mehr katastrophalen Chancenverwertung. »Wir sind fahrlässig mit den Gelegenheiten umgegangen«, sagte Ermisch. Seine Spieler waren oft zu eigensinnig. »Das ist ein Witz. Als Mannschaft haben wir nicht überzeugt. Unter Fußball stelle ich mir etwas anderes vor. Wir haben mit zu wenig Tempo agiert und den Ball nur auf Aufforderung gespielt.«

SV Rödinghausen: Schönwälder - Vollmer, Plog, Kalkan, Atasayar - Klaßes, Siek - Jurez (64. Schal), Versick (86. Kagels) - S.Block (46. Williams), Stiepermann.

Tore: 0:1 (38.Siek), 1:1 (61. Evcimen), 1:2 (76. Versick), 1:3 (78. Williams), 2:3 (90. Evcimen).
Schiedsrichter: Marijan Zalovic (Minden).
Zuschauer: 1.800.

(Quelle: BZ vom 05.09.11)

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All Comments (2)

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  • Mehrfamilienhaus explodiert - keine Verletzten

  • Sehr gut gemacht,

    Ich bin begeistert, mit Kommentar wäre es noch besser aber so mit Wiederholung!

    Sehr professionell.

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