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KULT 17: Klaus Karl Kraus mit "Karpfen, Klees, ka Wasser"

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Uploaded by on Jan 26, 2011

Es heißt Lachen ist gesund -- und das müssten die 175 Besucher sein, die letzten Freitag in das Philipp-Wolfrum-Haus kamen. Im voll besetzten Saal zeigte der bekannte Kabarettist Klaus Karl-Kraus vom ersten bis zum letzten Wort, dass alle Franken humorvoll sind.

KKK strapazierte in seinem zweistündigen Programm Karpfen, Klees, ka Wasser die Lachmuskeln. Für ihn war es ein Traum über die B 173 nach Schwarzenbach a.Wald zu kommen: „Die vielen Schlaglöcher werde ich nie vergessen". Dass das Schwarzenbacher Kulturhaus neben Friedhof, Marktplatz und Zahnarzt liegt, baute der Entertainer geschickt in sein Repertoire ein. Und da bei den Beerdigungen die Sterbequote bei 100 Prozent liegt, forderte er die Gäste auf: wenn ihr lang leben wollt, müsst ihr alt werden!

KKK erzählte mit Worten und Gesten von seiner Brunftzeit, die mit 15,8 Jahren begann oder von seinen Erfahrungen als Ministrant, als er mit dem Weyrauch zu verschwenderisch umging. Geschichtchen für seine Kabarettabende schreibt der Erlanger schon lange nicht mehr. „Ich brauche nur den Fernseher einzuschalten oder Zeitung lesen -- das ist für mich Stoff genug." Sticheleien über die Politik und dem Jäckla der Bundeskanzlerin sind amüsant verpackt und auch das Schulsystem wird provozierend analysiert.

KKK ist fränkisch bodenständig. „Ich lebe da, wo ich geboren bin, in meiner Heimat hab ich Wurzeln geschlagen. Deshalb hat der Franke auch seinen Nürnberger Schal dabei. „Ich bin überzeugter Clubfan, auch wenn die manchmal die verkehrten Spieler kaufen. Den Bayernfans schenke ich Trost: die Saison wird erst abgepfiffen, wenn der FC Bayern München Deutscher Meister ist.

Das Bühnenprogramm war witzig, sarkastisch, aber vor allem humorvoll und fränkisch. Natürlich kam der Künstler über eine Zugabe nicht herum. Bürgermeister Dieter Frank, bewappnet mit dem Fanschal seiner Stadt, begrüßte augenzwinkernd mit einem Präsent den Mut von Klaus Karl-Kraus in die tiefste Provinz zu kommen. Der große Applaus lässt hoffen, dass KKK bald wieder nach Schwarzenbach a.Wald kommt.

Klaus Karl-Kraus, 1951 in Erlangen geboren, ist Kabarettist, Musiker, Autor, Moderator und Dipl.-Betriebswirt. Erster Bühnenauftritt war im Jahr 1978. Neben Fernsehauftritten ist er noch im Hörfunk präsent und tritt gelegentlich mit Rassau und Heißmann (Waltraud und Mariechen) auf. KKK hat Kulturpreise erhalten, mehrere CD's und Bücher veröffentlicht. Zudem unterrichtet er Kommunikationenwissenschaft an der Fachhochschule Hof.

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