Libyen inszeniert Gaddafi-Besuch bei Göldi
Montag, 1. März 2010, 14:58 Uhr, Aktualisiert 19:04 Uhr
Der Sohn des libyschen Staatschefs, Hannibal Gaddafi hat den in Tripolis inhaftierten Schweizer Max Göldi im Gefängnis besucht. Der Besuch fand vor laufenden libyschen Kameras statt.
Es sei ihm eine Ehre, dass Hannibal Gaddafi ihn besuche, sagte Göldi bei dem Treffen gegenüber Journalisten. Er hoffe, dass die Justiz ihre Arbeit machen werde und dass sich einige Dinge verbesserten. Bei dem Treffen waren verschiedene Journalisten und Göldis Anwalt anwesend.
«Ich bin seit 19 Monaten von meiner Familie getrennt und möchte so schnell wie möglich nach Hause zurück», sagte Göldi weiter. Laut einem Journalisten der Nachrichtenagentur Reuters wirkte der inhaftierte Schweizer entspannt und lächelte während des Treffens.
«Humanitäre Geste»
Anschliessend setzten die beiden ihr Gespräch unter vier Augen fort. Göldis Anwalt Salah Zahaf ergänzte, Hannibal Gaddafi habe seinem Mandanten erlaubt, seine Mutter in der Schweiz anzurufen, die am Montag Geburtstag hatte.
Offenbar versuchte Gaddafi mit seinem Besuch eine humanitäre Geste. Bereits letzte Woche hatte Hannibal Gaddafi seine Solidarität mit Göldi erklärt.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International wertete es als «gutes Zeichen», dass sich weitere Personen aus der Familie Gaddafi für eine Lösung in der Affäre einsetzen. Bislang sei es insbesondere Hannibals Bruder Saif Al-Islam gewesen, der sich persönlich eingesetzt habe, heisst es in einer Stellungnahme.
Amnesty betrachtet Göldi als «Gewissensgefangenen», der nur wegen seiner Nationalität im Gefängnis sitzt: Als Reaktion auf die vorübergehende Festnahme Hannibal Gaddafis in Genf im Sommer 2008 war Göldi zusammen mit Rachid Hamdani in Tripolis festgenommen worden.
Während Göldi am 23. Februar eine viermonatige Haftstrafe wegen angeblicher Visavergehen antrat, durfte Hamdani in die Schweiz ausreisen. Amnesty forderte die libyschen Behörden am Montag erneut auf, auch Göldi umgehend freizulassen. Der schnellste Weg für eine Freilassung sei eine Begnadigung.
Begnadigungsgesuch geplant
Das Gesuch für diese Begnadigung sowie einen Rekurs gegen Göldis Verurteilung wollten die Anwälte des Schweizers in diesen Tagen bei der libyschen Justiz einreichen.
Für den Fall, dass der Oberste Rat dem Begnadigungsgesuch nicht stattgeben sollte, wollten Göldis Verteidiger zudem ein Gesuch um Reduktion der Haftstrafe einreichen. Damit wollen sie erreichen, dass die rund 70 Tage, die Göldi bereits in libyschen Gefängnissen verbracht hat, von der viermonatigen Haftstrafe abgezogen werden.
Wann Göldi dann mit einer Antwort rechnen kann, ist offen. Laut Amnesty-Sprecher Daniel Graf kann das Begnadigungsgesuch jederzeit behandelt werden. Beim Rekurs könne es Wochen oder gar Monate dauern.
@jmc912 scheiss auf lybien ... scheiss terroristen
ReggaeFighter 1 year ago 3
@jmc912
Oh, so I'm a nazi??? No, I'm certainly not...!
Yes, I've heard that people like you do fuck donkeys... That's disgusting!
DumXspiroXspero 1 year ago 2