Alert icon
We're changing our privacy policy. This stuff matters.  Learn more  Dismiss

Soldatenfamilien 1/3 - Wenn der Krieg nach Hause kommt

Loading...

Sign in or sign up now!
Alert icon
Upgrade to the latest Flash Player for improved playback performance. Upgrade now or more info.
12,047
Loading...
Alert icon
Sign in or sign up now!
Alert icon

Uploaded by on Jun 10, 2011

quelle WDR 9.6.2011
Antonia ist schon einige Tage alt, als Peter sein Neugeborenes zum ersten Mal sehen kann. Peter scheint überwältigt vor Glück. Und seine Ehefrau hofft, dass das kleine Mädchen ihm hilft, seine Gefühle wieder zu finden. Denn die hat der Oberfeldwebel in seinen vier Auslandseinsätzen in Afghanistan verloren.

Innerlich zerstört kommt er im Januar 2010 aus seinem letzten Einsatz zurück. Gefühle wie Angst, Entsetzen, quälende Selbstzweifel hat er zu unterdrücken gelernt. Doch dabei sind auch seine „guten" Gefühle untergegangen. Peter kann sich nicht mehr freuen. Er kann seine Frau nicht einmal mehr berühren. Sogar eine freundschaftliche Umarmung fällt ihm schwer.

Peter wird nun stationär behandelt. Doch seine Therapie dauert viel länger als erwartet, aus Wochen werden Monate. Derweil versuchen die Eheleute verzweifelt, ihre Beziehung zu retten.

Auch Dominik ist nicht mehr der, der er einmal war. Als er aus seinem letzten Einsatz zurückkommt, kennt ihn seine Mutter kaum wieder. Er ist gereizt, bedrohlich aggressiv, fährt nächtelang mit dem Auto umher. Beziehungen zu Frauen erträgt er nicht mehr. Auch Dominik erzählt von furchtbaren Bildern, die er gesehen hat und seither in sich trägt. Doch auch sein eigenes Selbstbild quält ihn: Niemals hätte er sich vorstellen können, Dinge zu tun, die er getan hat... Seine Mutter, Birgit Klimkiewicz, weiß nicht mehr ein noch aus. Weil sie nirgendwo Hilfe findet, gründet sie eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Soldaten, die, so wie Dominik, an einer „posttraumatischen Belastungsstörung" erkrankt sind. Doch ihrem Sohn kann sie nicht helfen. Seine Therapie -- so hat er für sich beschlossen -- ist sein nächster Einsatz in Afghanistan.

Dort ist Manuel gerade. Seine Mutter Ella ist stolz auf ihren Sohn. Als sie ihn zum ersten Mal in seiner Bundeswehruniform sah, weinte sie vor Rührung. Gemeinsam mit der ganzen Familie verabschiedete sie den 22-Jährigen am 9. Januar vor dem Kasernentor. Die Familie ist voller Zuversicht, glaubt fest an Manuels körperliche und seelische Stärke. Doch nur wenige Wochen später ist alles anders. Als ein Soldat der Afghanischen Nationalarmee drei junge Bundeswehrsoldaten in einem nordafghanischen Camp aus kürzester Distanz erschießt. „Jetzt", sagt Manuels Mutter, „jetzt habe ich Angst." Und zählt die Tage bis zu Manuels Rückkehr am 18. Mai. In der Hoffnung, dass er als der zurückkommt, der er war.

Menschen hautnah begleitet drei Familien, deren Angehörige mit den Folgen der Auslandseinsätze in Afghanistan zu kämpfen haben. Für alle gilt: „Das Leben wird nie mehr wie früher sein."

Link to this comment:

Share to:

Top Comments

  • Hey Soldatenglueck, dass ist der beste Kanal hier auf YouTube!

    danke für die tollen Videos, die öffnen mir immer total die Augen und so.

    Ich finde es wriklcih schlimm, was die Leute da durchmachen

  • Ja es gibt Soldaten, die normal zurückkommen

see all

All Comments (45)

Sign In or Sign Up now to post a comment!
  • @klinge1993

    Jau. Wir sollten uns an solchen Menschen wie Dir ein Beispiel nehmen. Hast bestimmt eine harte Ausbildung genossen...an der Playstation...

  • Kämpft hierfür watch?v=rNjBQe4IBO8 .

  • na bin selber aus Frankfurt

  • @klinge1993 sorry aber dein versuch den afghanistaneinsatz mit stalingrad oder verdun zu vergleichen zeugt schlicht von unkenntniss...

    die lage ist eine ganz andere: ständige unsicherheit, die frage, ob sich die frau vor dir gleich in die luft sprengt, die möglichkeit, dass jeder kochtopf, jede plastiktüte eine IED enthält... dazu kommen dann stundenlange gefechte, reketen und mörsergranaten, die auf das vermeintlich sichere camp angefeuert werden...

    p.s such nach "kriegszitterer"

  • @keksguru

    Wirklich - Gedient, ihren Verstand geopfert und jetzt ab auf den Müll ?

  • @klinge1993 ...achso :)

  • @Lloht83 freunde haben mir sachen erzählt die sie erlebt haben die nicht normal sind.... einer frau wurde beim lebendigen leib das kind aussem bauch geschnitten u eine katze eingenäht u vor ihr fahrzeug aussem auto geworfen... sorry, aber das ist doch eindeutig kein pippieinsatzz, sowas ist nicht normal!!!! das einen normalen menschen sowas mitnimmt, ist doch wohl auch selbstverständlich. die beste ausbildung der welt kann dich auf sowas nicht lehren damit klar zu kommen :-(

  • ein mensch der lachend aussem krieg kommt, ist gezielt an der realität vorbei gelaufen.... ich wünsche es jedem, dass er aussem krieg gesund u heile nach hause kommt!!! solche einsätze als pippieinsatz zu bezeichnen ist unter aller sau!!!

  • mein vater ist selber soldat und dem sein früherer chef vor ca 3 jahren ( den ich auch kannnte) ist vor 2 monaten im krieg gestorben RIP und kein soldat kommt je normal zurück weil alles den tot geshen haben !!

  • @Schrip16 Ich rede ja nicht von mir. ich würde auch unter Umständen mit PTPS dank der laschen Ausbildung der Bundeswehr nach Hause kommen. Ich habe doch überhaupt nicht von mir gesprochen.

Loading...

Alert icon
0 / 00Unsaved Playlist Return to active list
    1. Your queue is empty. Add videos to your queue using this button:
      or sign in to load a different list.
    Loading...Loading...Saving...
    • Clear all videos from this list
    • Learn more