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Langes Gedicht - ausgehend von einem besonderen Schmerz - II

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Uploaded by on Jun 17, 2008

Ein Schmerz auf Seiten meiner Tochter weckte einen Schmerz auf meiner Seite, holte ihn wieder hoch aus der Versenkung ...

Hier geht's zu Teil I:
http://de.youtube.com/watch?v=OwfuwbbyXys

Selbst was die Mensch geboten,
wurd unterlaufen, - auch von mir! -,
auf der Messe Bücher klauen,
war ein Sport in jenen Jahren,
(Kinder war'n noch nicht geboren,
die zu ziehen an den Ohren,
wenn sie mir was stahlen
ist mir später schwer gefallen)
ohne Fahrschein U-Bahn fahren,
das tat'st DU mir gleich versauen
hast erwischen lassen
die Studentin da sofort,
mehrfach war's so
bis ich ließ die seltnen Proben,
schwarz zu fahren ganz enthoben
andrer Menschen Pflichten,
wir sollten uns doch richten,
dem Kaiser geben seine Münz
ihm geben, was des Kaisers ist!

Natürlich wußt ich nicht,
daß DU dahinterstandst,
ne Ahnung mocht ja keimen wollen,
der ich dann doch kein Achtung zollen
mochte, es pochte mir das Herz ganz fürchterlich
wenn unbezahlte Waren vorbei am Ladentisch,
- sprich das Fließband an der Kass nicht drückten -
geschmuggelt wurden, es pochte mir bis in den Hals
es war dies arge Strafe, ich wurde puterrot, die Worte
stockten, stolperten, verhedderten sich heftig,
ich meinte stets, man muß es merken
verraten täts bei falschen Werken.

Wie wohle wars da im Gefängnis,
als ich es einmal büßen mußte,
man räumte mir ein kleines Zimmer
ein für zwei Tag und Nächte,
gab frische Wäsch dazu,
auch wenn die beiden Tage
sich dehnten wie zwei Jahre,
ich war entzückt von den Geschenken:
man gab mir Essen, meine Schuld
wurde getilgt, man zeigte Huld,
indem man mich verwöhnte
(Kartoffelsalat mit Würstchen gab es frei, ohne für zu zahlen, in Wonne tat's mich ahlen).

So versöhnte
der Staat mich wieder mit sich,
ich konnte ihm gar
nicht mehr so arg bös sein
wie die Genossen Roten!
Die taten, was verboten,
noch zügelloser!

Hemmungslos zerstörten sie,
um Neues aufzubaun, das war mir fremd,
da gab es eine Achtung vor ander Menschens Arbeit
weil ich die Arbeit kannte?

Wir Kinder wurden nicht geschont, zu helfen galt's,
sägen, hämmern, Hühner schlachten, Unkraut jäten,
Hühner füttern, Hühner rupfen, Futter mengen für das Schwein,
Eier suchen in den Nestern, dem Gekakel nach dem Legen
folgen in versteckte Ecken, kehren mit dem harten Besen,
sprengen vorher mit dem Wasser
- im Sommer staubt's sonst allzusehr -
Eierkuchen rühren helfen und Kartoffeln schälen,
und zuvor sie aus dem Keller holen, Keim entfernen,
Keller ordnen, Speisekammer, Eingemachtes hochbefördern,
Pflaumen pflücken, Pflaumen tragen, auch die Trauben in der Kiepe,
Steine schleppen an dem Hang, graben, gießen, Eimer tragen voll mit Wasser
putzen, spülen, Ziegeln schleppen hoch die Leiter,
auch die Bütt mit frischem Speis, Strümpfe stopfen (ab und zu),
Risse nähen, Äpfel putzen und Gemüs'
auch die Schuh in langen Reihen, alles dies
war uns geläufig, nein, da konnte man nicht leichtens
ander' Menschens Werk zerstören,
recht verwöhnt schienen die Gören
- mein ich heut - die da nicht scheuten
vor gewaltsam Tun zurück,
Hausbesetzen Startbahn West,
nein das schien mir nie ein Fest,
die Gemeinschaft mied ich lieber,
zu gefährlich! Stolz erzählte Hansi Taten
warf sich gegen Rektors Türen, traten
sie womöglich ein, so gemeinsam stark
wollte ich nicht sein. Und ich fragte unverblümt:
Hast du Krach mit deiner Freundin, hat der Mann dies denn verdient?
Hier hat man was eingesteckt, dort ließ man's am andern aus!
Das erschien mir gar nicht rechtens. Gut, es war die Startbahn West
ein Verbrechen an Natur, Fluglärm über Einflugschneise
störte Schlaf, all das Gereise
mußte ja nicht sein,
die jedoch die Bahn besetzten,
besetzten auch im Flugzeug Platz,
machten Urlaub auf Canaren, Mallediven,
solche Worte, die mir fremd,
die man aussprach unverschämt.

Noch heute wüßt ich nicht die Flecken
auf der Landkart zu entdecken,
wo Genossen es genaßen
wohl und wohlstverdientermaßen,
weil sie hier auf manchen Straßen
rempelnd, rüpelnd, schreiend maßen
sich mit Ordnungskräften,
gegen die sie heftig kläfften,
wie der kleine Hund den großen
Köter reizt und stachelt,
und das Machtverhältnis kachelt.

Eines ist ja klar, der Gegner hat die größre Macht,
im Halfter steckt die tödlich Waffe, der Knüppel ist nicht ohne,
das Wasserwerfer-Untier fährt schon bei
und wenn Befehl gegeben würde, nicht eine Bohne
kümmert's den Befehlsempfänger , was daraus wird.
an ihm ist's zu gehorchen,
Das hat er unterschrieben, als er die Arbeit annahm
...

Man hätt die Rollen
tauschen sollen ! (- DU hast es später ja gelenkt, daß zum Befehler wird gerenkt, in Amt und Würden wie geschenkt, wer andre denunzierte, daß nach Befehl er gierte, und auch auf diesem Posten war der Befehleschlucker, und nicht nur deren Spucker, hier hieß das Kind wohl anders, ...

Das ganze Gedicht hier:
http://steffenelis.acc.de/Buch/index.php/Hauptseite#Langes_Gedicht_-_ausgehen...

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Uploader Comments (Steffenelis)

  • wie die des runter leiert.... so liest man kein gedicht.. schäm dich

  • Ich schäme mich

  • Und ich freue mich darauf, daß nun die Prinzessin das Gedicht oder wenigstens den 2. Teil vorbildlich in einem Video vorlesen wird und mir das Ergebnis als Videoantwort hier anhängt. Auf geht's! Zu neuen Ufern!

    Die Häßliche, Runterleiernde!

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All Comments (6)

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  • Ich finde diese Frau schön! Sie ist nicht mehr jung. Aber sie ist schön. Wer das nicht sieht weiß nicht die Menschen richtig anzusehen.

  • Ohh ja .... für jeden Müll gibts bei YT ne Plattform.

    Beim nächsten Gedicht lieber ein schönes Landschaftsbild einfügen. Die Brocken gehen so schwer aus meiner Tastatur raus.

  • sie brauchen nicht darunterleiden!

    lassen sie die "hässlichen" seelen sprechen!

    die wissen nicht was liebe heisst.

  • die is ja ecklig hässlich!

  • wunderbares gedicht

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