von Albert Camus
Premiere am 20. September 2008
Regie: Gil Mehmert
Bühne: Alissa Kolbusch
Kostüme: Steffi Bruhn
Musik: Jens Fischer-Rodrian
Mit: Traute Hoess als Die Mutter | Katharina Schmalenberg als Maria | Valery Tscheplanowa als Martha | Jens Fischer Rodrian als Der alte Knecht | Lucas Gregorowicz als Jan
Es gibt Gasthäuser, die man meiden sollte. Umso mehr, wenn sie in regnerischen, gottverlassenen Gegenden liegen. In solch ein Etablissement kehrt der verloren geglaubte Sohn zurück, gibt seine wahre Identität jedoch nicht preis. Camus »Versuch einer modernen Tragödie«, 1941 während der deutschen Besatzung in
Frankreich geschrieben und 1944 uraufgeführt, endet mit einem »Missverständnis«. Der französische Nobelpreisträger stellt auch in diesem Stück, das er kurz nach seinem großen Essay über den Sinn der menschlichen Existenz »Der Mythos des Sisiphos«
beendet hatte, seine Philosophie des Absurden in den Mittelpunkt: »Das Absurde kann jeden beliebigen Menschen an jeder beliebigen Straßenecke anspringen.« Es inszeniert zum ersten Mal am Deutschen Theater Gil Mehmert, der bisher u.a. in München nd Essen Regie führte und für seine Version von Kaurismäkis ›I Hired a Contract killer‹ 2001 mit dem Theaterpreis des Impulse-Festivals ausgezeichnet wurde.
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