Weihnachten 1918
Text: Kurt Tucholsky; Musik: Hanns Eisler Gesang: Ernst Busch
So steh ich nun vor deutschen Trümmern
und sing mir still mein Weihnachtslied.
Ich brauch mich nicht mehr drum zu kümmern,
was weit in aller Welt geschieht.
Die ist den andern. Uns die Klage.
Ich summe leis, ich merk es kaum,
die Weise meiner Jugendtage: O Tannebaum!
Wenn ich so der Knecht Ruprecht wäre
und käm in dies Brimborium
- bei Deutschen fruchtet keine Lehre
weiß Gott! ich kehrte wieder um.
Das letzte Brotkorn geht zur Neige.
Die Gasse grölt. Sie schlagen Schaum.
Ich hing sie gern in deine Zweige, O Tannebaum!
Ich starre in die Knisterkerzen:
Wer ist an all dem Jammer schuld?
Wer warf uns so in Blut und Schmerzen?
uns Deutsche mit der Lammsgeduld?
Noch leben die Kanonenbrüder.
Ich träume meinen alten Traum:
Schlag, Volk, die Kriegsbrandstifter nieder!
Glaub diesen Burschen niemals wieder!
Dann sing du frei die Weihnachtslieder: O Tannebaum! O Tannebaum! Und alle Jahre wieder.
1918 sang man von Adenauer???
megan6168 2 years ago
Nein, der Text wurde in den 50ern der Zeit angepasst, es ging aktuell um die Aufrüstung...
uwebde 2 years ago
dann mal besser her mit dem original !
BazillusWolfenstein 2 years ago
Woher nehmen, hast du es ?
uwebde 2 years ago
Noch leben die Kanonenbrüder.
Ich träume meinen alten Traum:
Schlag, Volk, die Kriegsbrandstifter nieder!
Glaub diesen Burschen niemals wieder!
uwebde 2 years ago