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Werningshausen: 1. Vorläuten zur Heiligen Messe der lutherischen Klosterkirche Sankt Wigbert

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Uploaded by on Jun 29, 2010

http://schaartv.wordpress.com/

Das Priorat Sankt Wigberti ist ein lutherisches Kloster in der Form eines ökumenischen Priorats, das seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts in Werningshausen (Thüringen) aufgebaut wurde. Die Gemeinschaft lebt nach der Benediktsregel. Das Kloster trägt den Namen des heiligen Wigbert. Zur Gemeinschaft gehören lutherische und katholische Männer. Zeitweise lebten dort auch orthodoxe Brüder. Die Gemeinschaft hat sich insbesondere in der Sanierung und Rettung verfallener Kirchen in der EKM und in der Pflege altkirchlich liturgischer Traditionen verdient gemacht. Viermal am Tag wird im Priorat das Stundengebet gebetet: Um 7.oo, 12.oo, 18.oo und 19.3o Uhr.

1987 wurde die Regel und der Orden von der Ev.-luth. Kirche in Thüringen als erstes Benediktinerkloster nach der Reformation in Deutschland approbiert. Die Evangelische Kirche Mitteldeutschland (EKM) hat die Approbation 2009 bestätigt.

Prior Franz Maria Schwarz (65) ist seit 1978 Pfarrer in Werningshausen bei Apolda und seit 1987 Prior und Apostolischer Vorsteher des Klosters St. Wigberti. Im Dezember des vergangenen Jahres ist er altersbedingt aus dem Pfarrdienst der evangelischen Kirchengemeinde Werningshausen in den Ruhestand verabschiedet worden, übernimmt aber weiterhin in der Gemeinde pfarramtliche Aufgaben.

Die seit 1967 pfarrerlose und dem Verfall preisgegebene Dorfkirche St. Wigbert (Kirchenschiff von 1773-1776, Kirchturm von 1841) wurde ab 1973 von den Mönchen wiederaufgebaut, 1974 neu geweiht und dient als Pfarr- und Klosterkirche. Auf dem nicht mehr als Friedhof genutzten Kirchhof existieren auch eine Marienkapelle von 1984 und historische Grabsteine. Die Klostergebäude (mit einem kleinen Oratorium) wurden seit 1989 abschnittsweise errichtet. Das historische Pfarrhaus -in desolatem Zustand- war bereits in den 1970er Jahren von den Brüdern saniert worden. 1992 konnte unter starker Beteiligung der Bevölkerung feierlich der erste Bauabschnitt des Klosters eingeweiht werden. 2000 erfolgte die Weihe des zweiten Bauabschnitts. In der Marienkapelle haben auch russische Soldaten aus dem Stützpunkt in Haßleben gebetet, die allerdings nach einiger Zeit an die Staatsicherheit verraten wurden und deren Verbleib daraufhin unbekannt war. Diesem Ereignis, und auch den ökumenischen Bestrebungen der Brüder, wurde eine solche Bedeutung beigemessen, dass das Kloster auch einen kleinen Zwiebelturm erhielt, der an eine orthodoxe Kuppel erinnert. Im Jahr 2001 konnte das sechsstimmige Geläut der Kirche vollendet werden. Es gilt als "schönstes Geläut in Thüringen".

Los miembros de la comunidad decidieron hacer vida en común bajo la regla de la orden de san Benito. Como las órdenes monásticas no son comunes en la Iglesia Luterana se llevaron prolongadas discusiones hasta aprobarse la Regla en 1987 por parte del Obispo Dr. Werner Leich, que había visto con simpatía la labor de la comunidad desde sus inicios en Hermsdorf en 1967. Al mismo tiempo se nombró al Padre Franz Schwarz prior de la Fraternidad de san Wigberti. Después de mucho trabajo y el apoyo de donantes se establecieron los hermanos en Werningshausen en su propio convento que fue consagrado en 1992.

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