ARD-exclusiv: Airport am Start

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Uploaded by on Sep 19, 2011

Seit fünf Jahren wird in Schönefeld bereits an dem neuen Großflughafen "Berlin-Brandenburg International" gebaut. Der Tag der geplanten Inbetriebnahme rückt immer näher. Am 3. Juni 2012 sollen in nur einer Nacht die alten Flughäfen in Schönefeld und Tegel geschlossen und der neue Großflughafen BBI ans Netz gehen. Eine gewaltige logistische Aufgabe. Roland Böhm und Daniel Forsmann kennen sich aus in der Welt der Flughäfen. Die beiden Flughafenexperten sind extra bis nach Neu Delhi gereist, um den in seiner Größe mit dem Berliner Neubau vergleichbaren Flughafen zu studieren. Jetzt planen sie den Umzug und die Inbetriebnahme des neuen Berliner Großflughafens, BBI. 11.000 Flughafenmitarbeiter müssen für ihre Arbeit auf dem neuen Großflughafen die Schulbank drücken und sich mit den neuen Wegen und Aufgaben vertraut machen. Tausende von Gegenstände auf den beiden alten Flughäfen werden schon jetzt inventarisiert und auf den Umzug vorbereitet. Gesteuert wird die Umzugsplanung von Roland Böhm und Daniel Forsmann, Projektleiter der 200 Mitarbeiter starken Planungsgruppe ORAT. ORAT steht für "Operational Readiness and Airport Transfer".

Die Deutsche Bahn hat einen 405 Meter langen und 60 Meter breiten sechsgleisigen Bahnhof im märkischen Sand vergraben. Der kürzeste Weg vom Zug zum Abflugschalter beträgt lediglich rund 50 Meter. Der Bahnhof liegt direkt unter der Flughafenhaupthalle, die Eisenbahnanbindung verläuft unterirdisch durch den gesamten Sicherheitsbereich des Flughafens - einmalig in Deutschland. Mit dem neuen Großflughafen BBI entsteht in Schönefeld ein Verkehrsknoten der kurzen Wege. Bauherren und Architekten gehen davon aus, dass jeder zweite Fluggast unter dem neuen Flughafen mit der Eisenbahn anreist. Der direkte, nur 50 Meter lange Weg vom Zug zum Flug ist in dieser Konstellation einmalig in Deutschland und macht aus dem BBI einen der modernsten Flughafen der Welt.

Zuletzt hat Gerd Robben erfolgreich die Gepäckförderanlage der Flughafenerweiterung in Wien in Betrieb genommen. Doch Gerd Robben steht unter besonderem Druck, jeder Flughafen ist anders und daher auch jede Gepäckförderanlage. Probleme wie in London, wo es nach der Eröffnung eines neuen Terminals bei der Gepäckbeförderung zu monatelangen Totalausfällen kam, sollen in Berlin auf jeden Fall vermieden werden. Seit Monaten werden daher in Berlin schon Teilstücke der 9,5 Kilometer lange Förderstrecke getestet. Gerd Robben hofft, dass bis spätestens 3.Juni 2012 auch jeder Koffer auf der 20.000 Quadratmeter großen Anlage problemlos sein Ziel findet.

Ein Film von Thomas Balzer.

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Top Comments

  • Unglaublich sowas. Alle wollen Fliegen aber bitte nicht über das "EIGENE" Haus! Alle wollen die Autobahn nutzen aber bitte nicht neben das "EIGENE" Haus. !!! -.-

  • Es wird wohl unmöglich sein, einen Flughafen zu bauen, ohne dass ihn irgendjemand stört. Alle wollen ihn benutzen, aber keiner will ihn vor der Tür haben. Ist mit den Mobilfunkmasten das Gleiche.

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All Comments (7)

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  • Wenn ich so einen MIST von den Zeuthenern höre, bekomme ich echt nen Anfall! "Man kann ja den Flughafen da bauen wo weniger Menschen betroffen sind!"HÄÄÄÄÄ!?

    Egal wo, hauptsache nicht bei denen oder was? Die sollen sich wieder in den Trabbi setzen und nach Bulgarien "fahren"! Ne im ernst,wie meine Vorredner schon schrieben, jeder will in den Urlaub bzw.so schnell wie möglich von A nach B aber ja nicht hier bei mir zu Hause

    Und das der Flughafen auch Arbeitsplätze schafft,wird wohl vergessen!?

  • Meistens sind die Anwohner ja für ein geplantes Verkehrsgroßprojekt, z.B. in Tirol der Brennerbasistunnel. Die meisten die sich gegen sowas wehren sind Menschen die nicht vom Zuglärm betroffen sind und irgendwo im hintersten Loch leben und keine Ahnung von Lärm und Belastung auf den menschlichen Körper haben.

  • der Typ bei 18:12 :D

  • Solange die Politik ohne Not entgegen allen gutachterlichen Stellungnahmen die falsche Standortentscheidung trifft, gegen einen Teil der eigenen Bevölkerung ("Kollateralschaden"), bei sinnvolleren Alternativen (Sperenberg) und dabei auch noch einen großen Teil von zukünftig Fluglärmbetroffenen trickreich aus dem demokratischen Mitbestimmungsprozess heraushält und der Staatssender RBB mit seinen Beiträgen dieses auch noch unterstützt, wird noch lange Protest die einzig richtige Antwort sein.

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