Eine Empoerungsbedarf-Aktion vor der Bezirksvollversammlung zum Thema Laster und Hänger Wagenburg.
BezirkspolitikerInnen von F'hain-K'Berg wollen am Mittwoch, den 18.02.09 die Weichen für eine Räumung der Laster- und Hängerburg stellen! Der Ausschuss Stadtplanung und Bauen soll ab 18:00 Uhr im Bezirksamt Yorkstrasse 4-11 entscheiden, ob mit Geld aus dem Konjunkturpaket II auf dem Gelände der L&H eine Sport- und Freizeitfläche gebaut wird.
Auf Indymedia gibt es weitere Informationen dazu, sowie die Einladung zur BVV:
http://de.indymedia.org/2009/02/242003.shtml
Der Text zur Rede:
Liebe Partei-Freundinnen und Partei-Freunde,
Liebe Genossinnen und Genossen,
Liebes deutsches Wahlvolk,
Ich möchte sie zunächst herzlichst, auf unserer
Auftaktveranstaltung zur Bundestagswahl 2009, begrüßen und
für ihr zahlreiches Erscheinen danken.
In einer Zeit, in der immer mehr Menschen von ihrem Lohn nicht
mehr leben können, wo die Lohnabhängigen immer wieder
Reallohnverluste hinnehmen müssen, und wo die Arbeitszeit
immer mehr verlängert wird, müssen auch
Bauwagenbewohnerinnen und Bauwagenbewohner, den Gürtel
im Interesse des Standortes noch enger schnallen und das hat nun
wahrlich nichts mehr mit linker Politik zu tun.
Wir sitzen doch alle im selben Boot! Liebe Genossinnen und
Genossen!
Wir, Die Linke, egal ob mit großem oder kleinem L, sind nicht das
kleinere Übel, aber im Moment der einzige Weg, um die von B`90/
Die Grünen ursprünglich geplante Grünfläche an der
Modersohnstrasse zu verhindern. Dabei haben die Kolleginnen
und Kollegen von B`90/Die Grünen die Zeichen der Wahlzeit
erkannt und uns und damit ihnen, liebe Genossinnen und
Genossen, ihre Beteiligung und Unterstützung bis nach der Wahl
entzogen.
Doch wir, die Partei, und wir sind die Partei, weil wir die Partei
sein wollen, wollen dagegen für sie einen Sportplatz zur
körperlichen Ertüchtigung errichten, damit sie auch weiterhin
dem nicht vorhandenen Arbeitsmarkt gesund und kräftig nicht
zur Verfügung stehen. Und auch damit sie körperlich fit genug
sind, die nächstgelegene, 500 meter entfernte Sportanlage, nicht
zu nutzen zu können, weil diese unausgelastet ist und das können
wir uns in Zeiten leerer Kassen nicht mehr leisten.
Fest steht, dass das gesamte Umfeld der Wagenburg Laster und
Hänger stark belastet ist und Wursthaarträger wenig Akzeptanz
bei den Anwohnern haben. Diese sorgen sich nun bereits um ihre
Sicherheit. Aufgrund der Probleme auf anderen Plätzen, muß
man damit rechnen, dass die Kriminalität noch weiter ansteigen
wird. Bauwagen-Standorte sind in der Vergangenheit mehrfach,
unter anderem als Umschlagplatz für Drogen und Ausgangspunkt
gewalttätiger Demonstrationen aufgefallen.
Das B´90/Die Grünen scheint übrigens nicht bemerkt zu haben,
dass man in einer Demokratie versuchen muss, möglichst viele
Leute an ihren Standorten abzuholen und unter kein
gemeinsames Dach zu führen. Da wird dann immer gleich die
Keule herausgeholt und zugeschlagen, wenn Wahrheiten, die eben
nicht die reine linke Ideologie wiedergeben, geäußert werden. In
anderen Fällen ist es wie bei der Kritik am Krieg, die
Antimilitarismuskeule.
Also was wollen wir tun, liebe Genossinnen und Genossen?
Wollen wir warten bis gewaltbereite Autonome brennende
Barrikaden errichten, Autos umstürzen, Polizisten verletzen,
Leuchtspurmunition verschiessen oder Molotow-Cocktails
werfen? Wollen wir so lange warten bis brandgefährliche Chaoten
die Kabel aus der Straßenbeleuchtung reissen, Stahlkrampen und
Krähenfüsse werfen und Polizisten im Hagel von Brandsätzen und
Pflastersteinen unter gehen. Müssen brutale Anarchos und
Anarchas erst unsere Infrastruktur angreifen, S- und U-Bahnnetz
mit Hakenkrallen lahmlegen, durch das fällen von Strommasten
die Energieversorgung unserer Überwachungskameras kappen
oder unsere Propaganda durch Piraten-Radios und -Fernsehen
unterlaufen?
Liebe Genossinnen und Genossen, wir die Salon-Linken haben die
Hosen so voll, dass wir uns schon selber stinken, denn die Gefahr,
die von diesen Bürgerinnen ausgeht ist größer, als selbst die
Bürgerinnen annehmen. Und das ist Hoffnung!
Die am heftigsten protestieren, gleichen den autoritätsgebundenen Charakteren in der Abwehr von Introspektion; wo sie sich mit sich beschäftigen, geschieht es kritiklos, richtet sich ungebrochen, aggressiv nach außen. Die eigene Relevanz überschätzen sie narzistisch, ohne zureichenden Sinn für Proportionen. (Th.W.Adorno, Stichworte, Marginalien zu Theorie und Praxis, S.183, Ffm 1969)
linketheorie 2 years ago 3
So ein Scheiß. Also Wirklich!
anika008 2 years ago