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centrecoaching - atmen ins Zentrum / Präsenz

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Uploaded by on Jul 22, 2009

(Mehr Info zum Workshop auf www.villa-berlin.com)

Wenn der Mensch geboren wird ist die erste unabhängige Aktion das Einatmen und die letzte Aktion, am Ende des Lebens, das Ausatmen. Jedes Gefühl und jeder Gedanke, jeder mentale oder physische Zustand manifestiert sich zuerst im Atem. Er verbindet den Geist mit dem Körper und jedes Wesen mit seiner Umwelt. Der Atem hat Einfluss auf die Funktionen des Gehirns und auf den Schlag des Herzen. Der Ursprung des Wortes Atem: Athman stammt aus dem Sanskrit (altindische Sprache, die noch heute als Literatur- und Gelehrtensprache verwendet wird) und bedeutet Seele. Es leitete sich ab von Agathuman: „der Eine der alles sieht und beobachtet. Der Name Athma findet sich auch in unserer biblischen Schöpfungsgeschichte als Adam wieder. Athma (Adam) und Jeevan (Eva) waren zwei Vögel, die in einem Feigenbaum saßen und ähnlich in Versuchung geführt wurden, wie unsere ersten Seelen, genannt Adam und Eva. Hiermit erschließt sich auch die Bedeutung der Bezeichnung Adamsapfel für den Kehlkopf, in dem sich die Stimmbänder befinden, welche durch den Strom des Atems zu Schwingungen gebracht werden. Die Seele trifft sozusagen auf den Körper und kann sich so, in Form von Stimme, Gehör verschaffen. Weitere Wörter und Namen, wie z.B. Mahathma (große Seele), Atmosphäre (Luftkugel), Echnaton (Sohn der Sonne) oder Atom (griechisch άτομος, átomos - unteilbar, unteilbare Person) stehen ebenfalls für die ursprünglichen Zusammenhänge mit denen sich der Begriff verbinden lässt. In China nennt sich diese um uns herum befindliche Lebenskraft Chi, wie in Chi-Gong; in Indien Prana, wie in Pranayama (Atemtechnik beim Yoga) und in Japan Ki, wie in Reiki. Inspirare steht für einatmen. Es bedeutet aber auch den „Heiligen Geist in sich aufzunehmen. Hier wird deutlich, dass mit dem Atem eine Öffnung zu inspirierenden Energien bewirkt werden kann. Diese Inspiration kann auch unabhängig von Religiösität oder Spiritualität erfolgen. Wenn wir einatmen empfangen wir Eindrücke von Außen und mit dem Ausatmen transportieren wir unsere Gedanken und Gefühle verbal und nonverbal in unsere Umwelt. Wenn wir diese als feindlichen Ort empfinden, wie z. B. im Zustand des Lampenfiebers auf der Bühne, verkrampfen wir und hüten oder weigern uns ihre Energien aufzunehmen und der Atem verkürzt sich unbewusst. Unsere individuelle Energie wird geschwächt und wir werden leicht von Einflüssen aller Art überwältigt. Bewusstes, frei fließendes und tiefes Atmen fördert Konzentration und Entspanntheit und damit das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit. Mit Entspannung ist hier nicht das dem Schlafen ähnliche Ruhen gemeint, sondern eine konzentrierte Entspanntheit, ein Zustand der sinnlichen Aufnahmebereitschaft und Präsenz; kein sich gehen oder hängen lassen. Ist die Konzentration zu hoch wird man verspannt. Entspannt man sich zu sehr wird man passiv und träge. Dem Rhythmus des Atmens ist große Beachtung zu schenken. Das Prinzip der fließenden Bewegung von Ebbe und Flut, das hinein und wieder heraus fließen, der rhythmische Wechsel von Energien findet sich in allen Aktivitäten des Lebens und der Natur wieder und ist für den Schauspieler von besonderer Bedeutung. Der Schauspieler muss Rhythmen finden; seine eigenen und die der Rollen, der Sprache und Bewegungen, die Rhythmik in Handlungen, Szenen und Stücken.
www.villa-berlin.com

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