Idylle im 21. Jahrhundert, Relikte italienischer Hafenromantik . Das hellblau gestrichene Boot ist da, der ausgediente Aussenbordmotor. Ein schroff wirkender Hafenarbeiter im ärmellosen weissen Retro-Hemd macht sich an einer Büchse mit Gift zu schaffen, der unvermeidliche alte Mann flickt die Netze und die Plastik-Treibstoffkanister zieren zusammen mit dem üblichen nautischen Unrat die Uferpromenade. Alles schaut so aus, wie es immer ausgeschaut hat. Auch die Wäsche hängt vom dritten Stock direkt vor die Linsen der Postkartenfotografen. Nur Sophia Loren ist schon gegangen.
Nichts spricht mehr von Not und dem täglichen Ringen um die Existenz der Sippe. Aber die Hauptdarsteller verharren noch im Dekor, bevor sie sich endgültig in die Bildbände und Dokumentarfilme auf Arte und 3-Sat zurückziehen. Sie kennen ihre Rolle, und bleiben dabei.
Link to this comment:
All Comments (0)