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Asye S. - chaOSTheater Januar 2006, Teil 1/2

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Uploaded by on Jul 20, 2008

Asye S., in einem kleinen Dorf in Mittelanatolien geboren, verbrachte ihre Kindheit bei verschiedenen Stiefmüttern bis ihre Mutter sie im Alter von neun Jahren nach Deutschland holte. Mit 15 Jahren von ihrem späteren Ehemann entführt und zur Heirat gezwungen, lässt Asye in einem fiktiven Gespräch mit ihrer Mutter ihr Leben durch einen traumartigen Bewusstseinsstrom fließen.
Hintergrund des Stücks ist die Lebensgeschichte von Asye S., deren Name und Identität aus Gründen ihrer persönlichen Sicherheit und der Sicherheit ihrer Familie anonym bleiben.

Die Textgrundlage zum Stück wurde mit dem TORSO-Literaturpreis 2005 ausgezeichnet. "Die Sprache, ein assoziierendes, manchmal atemlos stockendes und repetierendes Kontinuum eindringlicher Schilderungen"
(Hermann Wenzel, TORSO Literaturzeitschrift)

Regie: Reza Jafari
Autor: Wolfgang Vincke
Leitung: Richard Okon

Aufführungen:
Januar/Februar 2006 - Aachen
November 2007 - Iranisches Theaterfestival in Köln
Dezember 2007 - Brüssel(in Deutsch, Persisch, Türkisch und Flämisch)

Das chaOStheater:
Als so genanntes "Migrantentheater" gegründet, behandelten die Inszenierungen des chaOSTheaters in seinen ersten Jahren Integrationsthemen. 2007 kreierte die Gruppe das Konzept des "Box-Theaters" als sie authentische Boxkämpfe in den Aufführungen des Boxer-Dramas "Gegen.Schlag" austragen ließ. Das Projekt wurde um eine Kindergruppe erweitert die mit der Aufführung eines Stücks zum Thema Rechtsradikalismus mit Kindern im Alter zwischen 9 und 14 Jahren am Holocaustgedenktag die erste Vorstellung des chaOSTheaters im Jahr 2008 zeigte. Es folgten Aufführungen des Stücks "Asye S." in Köln und in Brüssel, wo das Stück in vier Sprachen gezeigt wurde. Mit der Inszenierung der dramatischen Liebesgeschichte "Ins Licht" im Mai 2008 ging die Arbeit des chaOSTheaters erstmals über die Integrationsthematik hinaus.

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