Insgesamt vier die Havel querende Brücken wurden in den zurückliegenden 300 Jahren an dieser Stelle errichtet. Nach dem zweiten Weltkrieg tauften die Zuständigen DDR Organe das wiedererrichtete Bauwerk auf den Namen Brücke der Einheit. Mit Beginn des kalten Krieges wurde die Brücke für den privaten Autoverkehr gesperrt und ab 1961 durfte sie nur noch von alliierten Militärs und Diplomaten genutzt werden. Der englische Spitzname der Brücke lautet übrigens Bridge of Spies (Brücke der Spione). Geheimdienste nutzten die abgeschiedene Lage für Austauschaktionen, die allerdings nicht so geheim blieben wie man es sich wünschte. Eine der Spektakulärsten betraf den sowjetischen Spitzenspion Oberst Rudolf Iwanowitsch Abel und den amerikanischen U2 Piloten, Francis Gary Powers.
Mit der Wiedereröffnung, am 10. November 1989, erlangte die Brücke ihren eigentlichen Zweck und den ursprünglichen Namen "Gienicker Brücke" zurück. Eingebettet in ein -maßgeblich von Lenne und Schinkel gestaltetes Landschafts- und Gebäudeensemble- das wegen seiner Einzigartigkeit von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde, ist die Glienicker Brücke seitdem wieder für jeden uneingeschränkt zugänglich.
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