Mit der bisher größten Höhlenbefahrung des Dachsteinloches im September 2001 sollte ein ehrgeiziges Projekt des Institutes für Kartographie der TU Dresden zum vorläufigen Abschluss gebracht werden: die Vermessung des Gangsystems der Dachsteinsüdwandhöhle.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: in diesem weltweit bislang einmaligen Projekt wurde die Höhle hochexakt vermessen, kartiert und als virtuelles Modell im Supercomputer des Uni-Rechenzentrums visualisiert. Zwei der Vorstöße in die Tiefe wurden vom Filmteam des Audiovisuellen Medienzentrums begleitet.
Vermessung einer Finsternis ist ein Film, der alle Facetten der Höhlenforschung beleuchtet: die aufwendige Logistik, das mühsame Vordringen ins Höhleninnere, die zeitraubende Gewinnung der Messdaten, die Entbehrungen bei den mehrtägigen Aufenthalten unter Tage, aber auch faszinierende Naturgebilde wie beispielsweise die einzigartigen Hirschgeweih-Stalaktiten. Der Flug einer "virtuellen Fledermaus" durch das per Satellitendaten ins Gelände eingepasste digitale Höhlenmodell macht die Höhle zumindest optisch für jedermann zugänglich. TU Dresden/AVMZ (2002).
Sehr interessant!
Santi Cantavella, Höhlenforscher von Spanien.
santikant 2 years ago