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Ardorf ( Ostfriesland ) Mittagsläuten am 22.12.2008

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Uploaded by on Dec 22, 2008

Auffallend ist,dass im Bremer Dekanatsregister von 1420 ( das sogenannte Stader Copiar) Ardorf nicht als Teil des Sendkirchenbereichs Wittmund geführt wird.Die Kirche wurde aber bereits in der Mitte des 13.Jh.errichtet.Die Patronatsrechte für Ardorf und dem Nachbarort Leerhafe lagen beim Johanniterkloster in Burmönken.1319 werden die Tjücher Mönken ( Tjüchen bei Wittmund )schriftlich erwähnt,die Klosteranlage ist jedoch noch früher errichtet worden.

Das alte Geestdorf Ardorf ist nach einem eiszeitlichen Wasserlauf (Aar= Wasserquelle )benannt und ist uraltes Besiedlungsgebiet.Planmäßig wurde das mittelalterliche Dorf im frühen Mittelalter angelegt und besiedelt.Nördlich der Kirche befand sich der alte Theeplatz (öffentlicher Raum) mit den beiden Besiedlungslinien Wester-u.Osterriege.
Die zentralen Bewirtschaftungsflächen des Dorfes waren die angelegten Ackerfluren ( Gasten).Die ökonomischen-agrarischen Voraussetzungen auf der trockenen Geest waren sehr schwierig.

Auch die Kirche besaß landwirtschaftliche Flächen und verpachtete sie teilweise.Zwischen 1704-1708 war Johann B.Holzapfel Pastor in Ardorf.Bitter beklagte sich der Gottesmann über seine Gemeinde "mein Heu und mein Torf,ebenso meine Plaggen stehen noch draußen und verderben im Regen ".

Zuvor im 16.Jh.war Pastor Mamme Folkerts der Wegbereiter der reformatorischen Veränderungen in Ardorf.Anfangs stieß der Gottesmann auf Gegenwehr,so z.B.als der Geistliche Kirchenreliquien auf dem Kirchhof verbrennen wollte,hinderten die Dorfbewohner ihn daran dieses zu tun.

Die Ardorfer Kirche wurde Mitte des 13.Jh.auf einer Kirchwarft errichtet.Die Nord-u.Südwand sind im oberen Teil mit Lisenen durchgegliedert,die je Abschnitt ein Rundbogenfenster enthalten.Besonders markant sind die gemauerten Fensterlaibungen,die oberhalb mit Sichelbögen abschließen.Das ehemalige Nordportal ist zugemauert;das Südportal wurde vor einigen Jahren wieder geöffnet.Der zentrale Haupteingang befindet sich an der Westseite.Auch hatte das Gotteshaus ursprünglich ein Ostapsis,die aber 1844 mit dem Dachgiebel abgetragen wurde.
Von 1807 ist der freistehende Glockenturm,der Guss der gemeindeeigenen Glocke erfolgte bereits 1633. Glockentechnik : Gerades Joch ( Aufhängung ) Schlagton fis`

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