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Ändert Gott willkürlich seine Meinung? Sabbat?

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Uploaded by on Mar 10, 2010

http://www.watchtower.org/x/20060215/article_01.htm
IN DER Bibel heißt es über Gott: „Bei ihm gibt es keine Veränderung. Und Gott selbst sichert uns zu: „Ich bin Jehova; ich habe mich nicht geändert (Jakobus 1:17; Maleachi 3:6). Wie sehr ihn das doch von Menschen unterscheidet, die ständig ihre Meinung ändern und denen man weder vertrauen noch etwas recht machen kann!
Manche Bibelleser fragen sich allerdings, ob Gott seine Ansichten nicht doch hin und wieder ändert. Früher beispielsweise verlieh Jehova Gott Christen die Macht, Wunder zu wirken — heute nicht. In alter Zeit duldete Gott Polygamie — jetzt nicht mehr. Unter dem mosaischen Gesetz verlangte Jehova, den Sabbat zu halten — das ist vorbei. Zeigt das nicht, dass sich bei Gott doch manchmal etwas ändert?
Eines ist sicher: Gott ändert weder seinen Maßstab für das, was liebevoll oder gerecht ist, noch seinen „ewigen Vorsatz, die Menschheit durch sein Königreich zu segnen (Epheser 3:11). Allerdings passt Jehova sein Vorgehen veränderten Umständen an. Tun wir das nicht auch, beispielsweise wenn wir unsere Einstellung zu jemand ändern, dessen Verhalten uns ständig enttäuscht?
Gott gibt seinem Volk auch neue Anweisungen, wenn die Situation es erfordert. Das sollte uns nicht verwundern. Was tut denn ein guter Reiseführer, wenn er eine Gefahr kommen sieht? Er nimmt mit seiner Gruppe bestimmt einen anderen Weg, um sie nicht unnötig zu gefährden; das bedeutet aber nicht, dass er nun ein anderes Ziel ansteuern wird. Befassen wir uns einmal näher mit den drei oben angeführten Beispielen, die sich manche nicht erklären können.

Nach der Befreiung der Israeliten aus Ägypten gebot Gott, wöchentlich Sabbat zu halten. Diese Bestimmung nahm er auch in das Gesetz für die Nation auf (2. Mose 16:22-30; 20:8-10). Der Apostel Paulus erklärte jedoch, dass Jesus durch sein Opfer „das aus Verordnungen bestehende GESETZ der Gebote aufhob und die „handschriftliche Urkunde auslöschte (Epheser 2:15; Kolosser 2:14). Zu dem, was „aufgehoben beziehungsweise „ausgelöscht wurde, gehörte auch das Sabbatgesetz, denn in der Bibel heißt es weiter: „Daher möge euch niemand wegen Speise und Trank oder in Hinsicht auf ein Fest oder die Beobachtung des Neumonds oder eines Sabbats richten (Kolosser 2:16). Warum hat Gott denn das Gesetz, einschließlich des Sabbatgebots, überhaupt eingeführt?
Paulus schrieb: „Das GESETZ [ist] unser Erzieher geworden, der zu Christus führt. Anschließend erklärte er: „Jetzt aber, da der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter einem Erzieher (Galater 3:24, 25). Gott hatte also nicht willkürlich seine Meinung geändert, sondern den Sabbat als vorübergehende Einrichtung genutzt. Er sollte die Menschen daran erinnern, sich regelmäßig und in Ruhe mit Glaubensdingen zu beschäftigen. Das Gesetz über die Sabbatruhe war nicht von Dauer, doch es wies auf die Zeit hin, in der alles, was die Menschen physisch und mental belastet, endgültig beseitigt sein wird (Hebräer 4:10; Offenbarung 21:1-4).

Category:

Education

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