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Rollwurf - Rollcast

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Uploaded by on Dec 7, 2009

Der Rollwurf

Die meisten Fliegenfischer verwenden den Rollwurf nur, wenn sie keinen Raum für einen Rückwurf haben. Aber der Rollwurf ist vielseitiger, einige Beispiele der möglichen Anwendungen:

- mit dem Rollwurf kann man ohne Gefahr für sich selbst und andere Personen oder auch für unsere Fliegenrute eine beschwerte Fliege werfen,
- man kann mit einem pick-up- Rollwurf die schwimmende Fliegenschnur zum Überkopfwurf leise aufnehmen,
- Sinkschnüre mit Rollwürfen an die Oberfläche rollen um im Anschluss die schwere Schnur leichter abheben zu können
- oder die Fliegenschnur auf dem Wasser mit einem Rollwurf einfach zu einer anderen Wurfrichtung umzusetzen. Sie sehen der Rollwurf bietet mehr als man zuerst denkt.

Der Rollwurf Erklärung in Schritten

1. Beginnen Sie den Rollwurf mit ca. 10,0 m Schnur ( 9,13m ist die Länge der Aftma Klassifizierung), die Schnur soll vor Ihnen gestreckt auf dem Wasser liegen.

Fixieren der Fliegenschnur:
a.klemmen Sie die Fliegenschnur mit Ihrem Mittelfinger unten am Rutengriff fest,
b.oder Sie halten z.B. als Rechtshänder die Fliegenschnur mit der Linkenhand fest. Achtung bei dieser Methode ist es „sehr Wichtig immer mit der Schnurhand der Rutenhandbewegung zu folgen. Warum? Damit die Fliegenschnur zwischen der Schnurhand und dem Leitring der Fliegenrute immer auf Spannung und nicht Locker ist!

2. Die Rutenspitze sollte knapp über der Wasseroberfläche gehalten werden und die Rute in die Richtung der Fliegenschnur zeigen.

3. Nun heben wir die Fliegenrute ruhig und etwas seitlich vom Körper abgeneigt an, und bringen die Rute in einer ca. Halbkreisbewegung bis zur 2 Uhr Position zum hinteren Stoppunkt, es bildet sich dabei ein großer Schnurbauch hinter der Rute, das sogenannte D.

4. Wir warten nun so lange mit dem starten vom Vorwurf, bis die Fliegenschnur sich nicht mehr auf uns zu bewegt.

5. Nun bewegen wir unsere Fliegenrute vom hinteren Stoppunkt bei ca. 2 Uhr leicht vom Körper abgeneigt, in einer Fließendenbewegung bis zum vorderen Stoppunkt bei 9 oder 10 Uhr. Dabei ist auf folgendes zu Achten! Wir Beschleunigen die Rute vom hinteren Stoppunkt langsam aber Stetig ansteigend und erreichen die volle Beschleunigung kurz vor dem vorderen Stopp, wie bei einem normalen Überkopfwurf.

6. Haben wir alles wie vorher beschrieben gemacht, bewegt sich unsere Fliegenschnur in einer effizienten und engen Schnurschlaufe leicht nach vorne und unten geneigt über die Wasseroberfläche und streckt sich bis in das Vorfach tadellos.

Erklärungen: der vordere Stoppunkt hängt von der Wurfweite ab, muss man weiter Werfen wählt man den Stoppunkt höher z.B. bei 10 Uhr, wenn man kürzer Werfen möchte kann man diesen Punkt tiefer ansetzen z.B. bei 9 Uhr.

Der Rollwurf bedarf einiger Kraft, um die Spannung zwischen Schnur und dem Wasser brechen zu können.

Die richtige Beschleunigung der Rute oder den optimalen vorderen Stoppunkt werden Sie nach einiger Übung herausfinden.

Nun wünsche ich Ihnen viel Freude und Erfolg beim Üben vom Rollwurf!

Bernd Geier

www.fliegenfischerschule.net

Category:

Sports

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