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Achalasie - TV-Reportage - WDR / "Lokalzeit"

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Uploaded by on Dec 16, 2009

Kurzbeitrag über die Achalasie in "Lokalzeit" WDR


Medizinische Grundinformationen zur Erkrankung und Therapie:

Die Achalasie ist eine Erkrankung, die den Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre betrifft. Anders als bei der Sodbrennenkrankheit öffnet sich der Schließmuskel beim Schlucken nur unzureichend, so dass die Betroffenen unter Schluckstörungen und häufig auch unter Schmerzen hinter dem Brustbein leiden. Die Beschwerden können teilweise so gravierend sein, dass erhebliche Gewichtsreduktion, Mangelernährungszustände und soziale Isolation die Folge sind, da die Betroffenen häufig die Nahrung wieder erbrechen müssen.
Die Ursache der Erkrankung ist bislang nicht hinreichend geklärt. Aus feingeweblichen Untersuchungen steht allerdings fest, dass bestimmte Nervengruppen in der Muskulatur des Mageneingangspförtners degenerieren, die für die zeitgerechte Öffnung des Ventils beim Schlucken verantwortlich sind.

Da die Ursache der Erkrankung nicht geklärt ist, zielt die Behandlung auf eine symptomatische Therapie ab. Wie bei der Refluxerkrankung stehen sowohl interventionell-endoskopische Verfahren via Magenspiegelung als auch eine laparoskopische Operation als Alternativen zur Verfügung, deren gemeinsames Zieles ist, den Druck im Bereich des Mageneingangspförtners zu reduzieren.

Als interventionell-endoskopische Verfahren stehen die Botulinustoxin-Injektion (BTX) und die Ballondilatation zu Verfügung. Bei der BTX-Behandlung wird ein starkes biologisches Nervengift in den Schließmuskelbereich eingespritzt, welches zu einer Erschlaffung des Schließmuskels führt. Dieses Gift wirkt nicht bei jedem Betroffenen und wird nach Monaten wieder abgebaut, so dass die Wirkung nicht dauerhaft ist. Die BTX-Behandlung wird aus diesem Grund bei Patienten empfohlen, die für die anderen beiden Therapiealternativen aus gesundheitlichen Gründen nicht in Frage kommen.

Die Dilatation galt viele Jahre als Standard-Verfahren für die Behandlung der Schließmuskelenge. Dieses Verfahren wird, wie die BTX-Therapie über die Magenspiegelung durchgeführt, wobei anstatt der Giftinjektion ein aufblasbarer Ballon im Pförtnerbereich platziert und aufgepumpt wird. Ziel der Therapie ist die "Sprengung" des Muskelringes, um somit den Auslaßwiderstand der Speiseröhre zu vermindern. Die Langzeiterfolgsraten dieses Verfahrens liegen bei 50%, wobei die Dilatation immer ein Risiko von ca 5% in sich birgt, dass nicht nur der Muskelring, sondern auch die Schleimhaut mit einreißt und eine anschließende Notfall-Operation nach sich zieht.

Die operative Versorgung der Achalasie ist vergleichbar mit der laparoskopischen Antirefluxoperation. Viele Teilschritte der Operation sind identisch, wobei bei im Falle der Achalasie eine Muskelspaltung im Schließmuskelbereich hinzukommt. Der Vorteil der Methode liegt darin, das die Muskelspaltung unter Sicht des Operateurs erfolgt und die einzelnen Muskelschichten subtil an einer definierten Stelle (Vorderseite der Speiseröhre) über eine definierte Länge (7-11cm) unter strenger Schonung der Schleimhaut durchgeführt werden kann. Die Langzeiterfolgsrate dieses Verfahrens liegt bei vergleichsweise niedriger Komplikationsrate (kleiner 1%) mit 90% deutlich besser, als die Erfolgsrate der Dilatation.

Weitere Informationen dazu: www.achalasie.de

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  • süsse maus die ursula =)

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