Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND NRW. Stoppt Kohlekraftwerk an der Lippe

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Uploaded by on Jul 24, 2009

NRW ist Schlußlicht im Umweltschutz:




Dirk Jansen, Geschäftsleiter des BUND NRW und Mitglied im Arbeitsausschuss der Klima-Allianz NRW: „Nordrhein-Westfalen ist bundesweit Schlusslicht beim Klimaschutz. 44 % aller vom Emissionshandel erfassten Treibhausgase stammen von hier. Trotzdem unterstützt die Landesregierung den Neubau von 11 Kohlekraftwerken. Werden sie realisiert, so führt dies zu zusätzlichen CO2-Emissionen von jährlich etwa 40 Millionen Tonnen - und das mindestens 40 Jahre lang. So werden alle Klimaschutzziele unerreichbar." Aber auch aus anderen Gründen seien Kraftwerke wie das in Marl geplante unverantwortlich. "Durch ein Kraftwerk in Marl würde massiv in die durch europäisches Naturschutzrecht geschützte Lippeaue eingegriffen. Auch die Lippe selbst kann wegen der enormen Vorbelastung durch andere Kraftwerke keine zusätzlichen Abwärme- und Abwasserfrachten mehr verkraften. Kohlekraftwerke sind zudem Dreckschleudern: Durch den Ausstoß eines Cocktails aus Feinstaub, Schwermetallen und radioaktiven Substanzen wird jegliche Luftreinhalteplanung sabotiert", sagte der BUND-Energieexperte.

Uns vereint das Bestreben, die Energieversorgung der Zukunft so zu gestalten, dass Ressourcen intelligent verwaltet werden, dabei die Natur geschützt wird, mit dem Ziel, unseren Nachkommen und allen Weltbürgern eine noch lebenswerte Umwelt zu übereignen.




Dieses Anliegen wird von der Politik zwar verbal unterstützt, es sind aber Zweifel angebracht, die den unbedingten politischen Willen zur Umsetzung dieser Visionen betreffen.




Wie Sie wissen/Ihr wisst beabsichtigt die Evonik AG in unmittelbarer Nähe zu unserem Wohnumfeld in Marl, Dorsten und Haltern, den Bau eines Kohlekraftwerkes mit einer Feuerungsleistung bis zu 2100- MW im Chemiepark, in direkter Nachbarschaft der Lippeauen FFH-Gebiet.

Das Bauleitplanverfahren ist in vollem Gange und die Katze „des Antrags auf Erteilung der Baugenehmigung soll listigerweise erst nach erfolgter Kommunalwahl aus dem Sack gelassen werden.




Auf Anregung und unter tätiger Mithilfe unserer Bürgerinitiative BLU hat die Klima-Allianz eine Veranstaltung organisiert, die das Thema der Energieversorgung der Zukunft zum Thema hat.




Diese Veranstaltung findet am Donnerstag, den 23. Juli 2009, um 19:00 Uhr

im Jehudi-Menuhin-Forum, in 45772 Marl, Am alten Pütt 30, statt.




Bei dieser Veranstaltung geht es um grundlegende Fragen der zukünftigen Energieversorgung, um Fragen nach der Aufstellung der Stadt Marl im Hinblick auf ein eigenes Klimakonzept und um die Frage der Notwendigkeit der Errichtung eines Kohlekraftwerkes mit einer Feuerungsleistung von 2100 MW auf dem Gelände der Evonik AG in direkter Nachbarschaft der Lippeauen FFH-Gebiet.




Neben dem Veranstalter, der Klima-Allianz, haben sich hochkarätige Vertreter anderer Umweltorganisationen und Interessenvertretungen, Vertreter befreundeter Bürgerinitiativen, Vertreter der Medien, sowie die amtierende Bürgermeisterin der Stadt Marl, Frau Uta Heinrich angesagt.

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News & Politics

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