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10 months ago
Al Andaluz Project شمس العشية
شمس العشية - Chamsse Lachia
SamirAlmaghribi • 194,412 views
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1 year ago
How does a boomerang work?
Tim Lee explains how a boomerang gets its amazing returning property.
txlee1 • 3,961 views
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1 year ago
Mozart: Ouverture zu Die Hochzeit Der Figaro
2006 New Year's Concert
xj808 • 304,915 views
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1 year ago
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About Mozart das Kind im Hintergrund
Die vier Jahreszeiten (italienisch: Le quattro stagioni) heißt das wohl bekannteste Werk Antonio Vivaldis. Es handelt sich um vier Violinkonzerte mit außermusikalischen Programmen; jedes Konzert portraitiert eine Jahreszeit. Dazu ist den einzelnen Konzerten jeweils ein -- vermutlich von Vivaldi selbst geschriebenes -- Sonett vorangestellt; fortlaufende Buchstaben vor den einzelnen Zeilen und an den entsprechenden Stellen in der Partitur ordnen die verbale Beschreibung der Musik zu.
Vivaldi hatte bereits zuvor immer wieder mit außermusikalischen Programmen experimentiert, die sich häufig in seinen Titeln niederschlagen; die genaue Ausdeutung von Einzelstellen der Partitur ist aber für ihn ungewöhnlich. Seine Erfahrung als virtuoser Geiger erlaubte ihm den Zugriff auf besonders wirkungsvolle Spieltechniken; als Opernkomponist hatte er einen starken Sinn für Effekte entwickelt; beides kam ihm hier zugute.
Wie der Titel bereits nahelegt, werden vor allem Naturerscheinungen imitiert -- sanfte Winde, heftige Stürme und Gewitter sind Elemente, die in allen vier Konzerten auftreten. Hinzu kommen verschiedene Vogelstimmen und sogar ein Hund, weiter menschliche Betätigungen wie etwa die Jagd, ein Bauerntanz, das Schlittschuhlaufen einschließlich Stolpern und Hinfallen bis hin zum schweren Schlaf eines Betrunkenen.
Das Werk ist 1725 in zwei Druckausgaben erhalten, die offenbar mehr oder weniger zeitgleich in Amsterdam und Paris erschienen. Vivaldi betreute das Mädchenorchester des Ospedale della Pietà, eine von vier Institutionen dieser Art in Venedig, und zwar zunächst als Lehrer auf verschiedenen Streichinstrumenten, später dann als stellvertretender Leiter. Das Orchester erlangte bald einen für die damalige Zeit legendären Ruf und lockte zahlreiche Italienreisende an. Für das Ospedale entstand der größte Teil seiner zahlreichen Violinkonzerte und Sonaten. Sie wurden in den Gottesdiensten musiziert. Davon sind 30 Violinkonzerte für die Geigerin Anna da Violin, seine Schülerin und spätere Kollegin am Ospedale della Pietà, geschrieben. Seinen Posten hielt er bis ins Jahr 1716 (mit einer Unterbrechung von Februar 1709 bis September 1711), dann wurde er zum Maestro dei concerti berufen.
Nach zwei in Venedig gedruckten Sonatensammlungen (12 Triosonaten op.1 und 12 Violinsonaten op.2, gedruckt 1705 bzw. 1709) wurde Vivaldi mit der Konzertsammlung L'Estro Armonico (etwa: „Die harmonische Eingebung") op.3 (gedruckt 1711) eine europäische Berühmtheit. Bis 1729 erschienen insgesamt 12 Sammlungen, die ab op.3 alle in Amsterdam gedruckt wurden, darunter auch die zwölf Konzerte op.8 (gedruckt 1725) Il cimento dell'armonia e dell'inventione (etwa: „Der Wettstreit zwischen Harmonie und Erfindung"), die als erste vier Konzerte die berühmten Le Quattro Stagioni (Die vier Jahreszeiten) enthalten.
Schon während seiner Anstellung beim Ospedale della Pietà begann Vivaldi mit der Komposition von Opern. Angefangen mit Ottone in villa, die 1713 in Vicenza uraufgeführt wurde, sollten bis 1739 über fünfzig weitere Opern folgen. In der Folgezeit übernahm Vivaldi, neben seiner Anstellung am Ospedale della Pietà, mehr und mehr die Funktion eines Impresarios am venezianischen Theater San Angelo. Aus Anlass des venezianischen Türkenkriegs komponierte Vivaldi 1716 ein patriotisches Oratorium Juditha triumphans, dessen Stoff dem Buch Judit entnommen ist.
Karikatur Vivaldis, von P. L. Ghezzi (1723)Nach Streitigkeiten in Venedig wechselte er 1718 nach Mantua, wo er in den Diensten von Landgraf Philipp von Hessen-Darmstadt (1671--1739; Sohn von Ludwig VI. (Hessen-Darmstadt) und damit Neffe von Elisabeth Amalie, der Mutter von Kaiserin Eleonora Magdalena Gonzaga von Mantua-Nevers (Vgl. Titelblätter zu den Opuswerken X und XII: ...S.A.S.Il. Sig'r Principe Filippo Langravio d'Hassia Darmstadt) hauptsächlich als Intendant und Opernkomponist arbeitete. Nach 1721 hielt er sich mehrmals in Rom auf, spielte zweimal vor dem Papst und erhielt viele Aufträge für Opern- und Kirchenmusik. 1726 kehrte er als musikalischer Leiter des Teatro S. Angelo in seine Heimatstadt Venedig zurück. Dort wurde er sowohl als Komponist als auch als Geigenvirtuose zur lebenden Legende und zum „Wallfahrtsziel" für viele Musiker aus ganz Europa. Um diese Zeit herum lernte er auch die damals 16 Jahre alte Anna Girò, eine Sängerin französischer Herkunft (ursprünglich Giraud), kennen, welche ihn fortan auf seinen Reisen begleitete. Zwischen 1729 und 1733 besuchte Vivaldi zahlreiche oberitalienische Städte (Verona, Ancona, Reggio und Ferrara) und war wahrscheinlich auch in Prag, wo zwei seiner Opern uraufgeführt wurden.
Die vier Jahreszeiten (italienisch: Le quattro stagioni) heißt das wohl bekannteste Werk Antonio Vivaldis. Es handelt sich um vier Violinkonzerte mit außermusikalischen Programmen; jedes Konzert portraitiert eine Jahreszeit. Dazu ist den einzelnen...
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Sep 28, 2008About this user
Vivaldis Vater (Giovanni Battista Vivaldi, 1655--1736) kam mit zehn Jahren aus Brescia nach Venedig, war dort zunächst wie sein Vater Barbier und wurde später beruflicher Violinist. Aus seiner Ehe mit Camilla Calicchio, der Tochter eines Schneiders, die er 1676 heiratete, gingen neun Kinder hervor. Der erstgeborene Antonio Vivaldi kam angeblich während eines Erdbebens zur Welt und wurde notgetauft (ob dies wegen der Katastrophe war oder ob sich hier schon seine späteren gesundheitlichen Probleme abzeichneten, kann nicht gesagt werden). Er wurde der einzige professionelle Musiker unter seinen Geschwistern. 1685 erhielt Giovanni Battista (Giambattista) Vivaldi eine Anstellung als Violinist an San Marco; er genoss einen guten Ruf als Musiker, hatte als Mitglied des Cäcilienvereins vielfältige Beziehungen innerhalb des venezianischen Musiklebens und wurde in einem Reiseführer als hörenswerter Violinvirtuose erwähnt. Antonio zeigte früh seine Musikbegabung an der Violine und soll schon in seiner Jugend den Vater im Orchester vertreten haben. Musiktheoretischen Unterricht könnte er bei Giovanni Legrenzi erhalten haben, der aber schon 1690 starb; zu diesem Zeitpunkt war Vivaldi erst zwölf Jahre alt, was die Vermutung eher unwahrscheinlich macht.Antonio Vivaldi erhielt mit 15 Jahren die Tonsur und die erste niedere Weihe, womit nach damaliger Sitte noch keine Entscheidung für den Priesterstand verbunden war, wohl aber das Ziel eines leicht gehobenen sozialen Status. Die Entscheidung für den geistlichen Stand fiel jedoch -- mehr oder minder verbindlich --, als er mit 18 Jahren die erste höhere Weihe (zum Subdiakon) erhielt. Die Ausbildung zum Priester, weniger ein Studium der Theologie als eine Berufsausbildung, absolvierte er in zwei nahegelegenen Pfarreien. Mit 25 Jahren, ein Jahr später als nach kanonischem Recht frühestens möglich, wurde er zum Priester geweiht. Anschließend wurde er Kaplan an der Kirche S. Maria della Pietà und auf Antrag von Francesco Gasparini Violinlehrer am Ospedale della Pietà, einem Waisenhaus für Mädchen, das dieser Kirche angegliedert war. Eineinhalb Jahre lang las er dort Seelenmessen. Dann gab er die Ausübung des Priesteramtes für immer auf, behielt aber den Status des Priesters.
Die Aufgabe der Ausübung des Priesteramtes wurde in einem wesentlich späteren Brief von ihm mit gesundheitlichen Problemen begründet (er schreibt von „strettezza di petto", also „Enge der Brust", wörtlich übersetzt und auch naheliegend Angina Pectoris, vielleicht auch Asthma).
Wie aus den Gehaltsabrechnungen des Ospedale della Pietà hervorgeht, wurde er nach kurzer Zeit nicht nur als Violinlehrer, sondern auch als Lehrer für Violoncello und Viola d'amore (Viola all' Inghlese) beschäftigt. Aus einer Anekdote geht hervor, dass er auch Cembalo spielte.
Wegen seiner vom Vater Giambattista (bezeichnet als Rossetto, „Rossi") vererbten Haarfarbe wurde er Il Prete Rosso („der rote Priester") genannt. Viele Venezianer kannten ihn ausschließlich unter diesem Namen.