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berlinzerberus

P A S S I O N - MEDITATIONEN ÜBER TOD - GLAUBE HOFFNUNG LIEBE...DIESE DREI

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Johannes Brahms [1833-1897]

Vier ernste Gesänge op. 121


1. Denn es gehet dem Menschen - Andante

2. Ich wandte mich, und sahe an - Andante

3. O Tod, wie bitter bist du - Grave

4. Wenn ich mit Menschen - Andante con moto et anima


Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton

Hertha Klust, Klavier

1949


1. [Prediger Salomo, Kap. 3]

Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh, wie dies stirbt, so stirbt er auch; und haben alle einerlei Odem; und der Mensch hat nichts mehr denn das Vieh: denn es ist alles eitel, denn es ist alles eitel.
Es fährt alles an einen Ort; es ist alles von Staub gemacht, und wird wieder zu Staub.
Wer weiss, ob der Geist des Menschen aufwärts fahre, und der Odem des Viehes unterwärts unter die Erde fahre?
Darum sahe ich, dass nichts bessers ist, denn dass der Mensch fröhlich sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Theil.
Denn wer will ihn dahin bringen, dass er sehe, was nach ihm geschehen wird?

2. [Prediger Salomo, Kap. 4]

Ich wandte mich und sahe an alle, die Unrecht leiden unter der Sonne; und siehe, siehe, da waren Thränen derer, die Unrecht litten und hatten keinen Tröster, und die ihnen Unrecht thäten, waren zu mächtig, dass sie keinen Tröster haben konnten.
Da lobte ich die Todten, die schon gestorben waren mehr als die Lebendigen, die noch das Leben hatten; und der noch nicht ist, ist besser als alle Beide, und des Bösen nicht inne wird, das unter der Sonne geschieht.

3. [Jesus Sirach, Kap. 41]

O Tod, wie bitter bist du, wenn an dich gedenket ein Mensch der gute Tage und genug hat und ohne Sorge lebet; und dem es wohl geht in allen Dingen und noch wohl essen mag! O Tod, wie bitter bist du.
O Tod, wie wohl thust du dem Dürftigen, der da schwach und alt ist, der in allen Sorgen steckt, und nichts Bessers zu hoffen, noch zu erwarten hat!

4. [S. Pauli an die Corinther I., Kap. 13]

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wär ich ein tönend Erz, oder eine klingende Schelle.
Und wenn ich weissagen könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntniss, und hätte allen Glauben, also, dass ich Berge versetzte; und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.
Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe, und liesse meinen Leib brennen; und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.
Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Worte, dann aber von Angesicht zu Angesichte.
Jetzt erkenne ich's stückweise, dann aber werd ich's erkennen, gleichwie ich erkennet bin.
Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die grösseste unter ihnen.




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Johannes Brahms [1833-1897]

Vier ernste Gesänge op. 121


1. Denn es gehet dem Menschen - Andante

2. Ich wandte mich, und sahe an - Andante

3. O Tod, wie bitter bist du - Grave

4. Wenn ich mit Menschen - Andante con moto et anima


Dietrich Fischer-Dieskau, Bariton

Hertha Klust, Klavier

1949


1. [Prediger Salomo, Kap. 3]

Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh, wie dies stirbt, so stirbt er auch; und haben alle einerlei Odem; und der Mensch hat nichts mehr denn das Vieh: denn es ist alles eitel, denn es ist alles eitel.
Es fährt alles an einen Ort; es ist alles von Staub gemacht, und wird wieder zu Staub.
Wer weiss, ob der Geist des Menschen aufwärts fahre, und der Odem des Viehes unterwärts unter die Erde fahre?
Darum sahe ich, dass nichts bessers ist, denn dass der Mensch fröhlich sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Theil.
Denn wer will ihn dahin bringen, dass er sehe, was nach ihm geschehen wird?

2. [Prediger Salomo, Kap. 4]

Ich wandte mich und sahe an alle, die Unrecht leiden unter der Sonne; und siehe, siehe, da waren Thränen derer, die Unrecht litten und hatten keinen Tröster, und die ihnen Unrecht thäten, waren zu mächtig, dass sie keinen Tröster haben konnten.
Da lobte ich die Todten, die schon gestorben waren mehr als die Lebendigen, die noch das Leben hatten; und der noch nicht ist, ist besser als alle Beide, und des Bösen nicht inne wird, das unter der Sonne geschieht.

3. [Jesus Sirach, Kap. 41]

O Tod, wie bitter bist du, wenn an dich gedenket ein Mensch der gute Tage und genug hat und ohne Sorge lebet; und dem es wohl geht in allen Dingen und noch wohl essen mag! O Tod, wie bitter bist du.
O Tod, wie wohl thust du dem Dürftigen, der da schwach und alt ist, der in allen Sorgen steckt, und nichts Bessers zu hoffen, noch zu erwarten hat!

4. [S. Pauli an die Corinther I., Kap. 13]

Wenn ich mit Menschen- und mit Engelszungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wär ich ein tönend Erz, oder eine klingende Schelle.
Und wenn ich weissagen könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntniss, und hätte allen Glauben, also, dass ich Berge versetzte; und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.
Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe, und liesse meinen Leib brennen; und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze.
Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Worte, dann aber von Angesicht zu Angesichte.
Jetzt erkenne ich's stückweise, dann aber werd ich's erkennen, gleichwie ich erkennet bin.
Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die grösseste unter ihnen.




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