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Dr. phil. Ansgar Feist
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Technik zur Überwindung von Depressionen: Das handschriftliche Gespräch von Angesicht zu Angesicht:

Bei Depressionen neigen viele Betroffene dazu, eine Frage wiederholt zu stellen, auch wenn sie bereits mehrfach beantwortet wurde. Um dies zu unterbinden, wurde das handschriftliche Gespräch von Angesicht zu Angesicht entwickelt. Denn hier kann der Behandler die Betroffenen besser darauf hinweisen, dass eine Frage bereits gestellt und beantwortet wurde. Außerdem kann sich der Hilfesuchende auch außerhalb der therapeutischen Sitzung jederzeit mit den Schriftstücken beschäftigen. Auf diese Weise wird Raum geschaffen für neue Fragen und Antworten, die möglicherweise die Betroffenen entscheidend weiterbringen.

Ein weiterer Vorteil des handschriftlichen Gesprächs gegenüber einem mündlichen Gespräch ist, dass die handelnden Personen davon befreit sind, Gestik, Mimik des Gesichts und Betonung des Gesprochenen zu verstehen bzw. selbst eine angemessene Gestik, Mimik und Betonung zu zeigen. Wodurch das Denken sich ganz auf die Lösung der Probleme konzentrieren kann.

Manche Verhaltenstherapeuten lehnen es ab, einem Hilfesuchenden ein Taschentuch zu reichen, wenn dieser weint. Der Grund hierfür ist, dass ein Verstärken des Verhaltens ‚Weinen' vermieden werden soll. Konsequent wäre es dann allerdings auch auf eine mündliche Führung der Gespräche zu verzichten und einen handschriftlichen Gedankenaustausch zu beginnen. So kommt es in einem mündlichen Gespräch häufig vor, dass zum Beispiel der Behandler den Hilfesuchenden mitfühlend anblickt und ihm Verstehen und Verständnis durch Nicken des Kopfes zu erkennen gibt und dem Hilfesuchenden sagt: "Ich verstehe Ihre Sorgen und Ängste." Doch eine solche einfühlsame Gesprächsführung des Behandlers kann schaden, da Hilfesuchende so in ihren depressiven Aussagen bestärkt werden können. So kann die mündliche Antwort des Behandlers auf eine depressive Aussage für einen Moment Gefühle der Bestätigung und Anerkennung beim Hilfesuchenden auslösen, da ein kurzer zeitlicher Zusammenhang zwischen den Aussagen besteht. Wenn im Unterschied dazu auf eine handschriftliche Aussage handschriftlich geantwortet wird, vergeht insgesamt mehr Zeit wegen des Schreibens und Lesens. Ohne direkten zeitlichen Zusammenhang zwischen den Aussagen kann der Wiederholungszwang von depressiven Aussagen beendet werden.

Im handschriftlichen Gedankenaustausch vergehen häufig einige Minuten. In diesem Zeitfenster kann sich bei Hilfesuchenden Neugier auf das einstellen, was der Behandler schreiben könnte. Diese Neugier kann dazu beitragen, dass der Hilfesuchende selbst nach neuen Lösungen für die eigenen Probleme sucht. Womit das Denken eine optimale Flussgeschwindigkeit bekommen kann. Eine längere Dauer als einige Minuten für einen Gedankenaustausch ist abzulehnen, da sonst zu große Erwartungen entstehen können. Bei einem E-Mail-Austausch von Gedanken, wie bei der im Internet angebotenen Seelsorge, ist nicht nur die meist längere Dauer zwischen den Aussagen ungünstig, sondern auch das Fehlen der Gegenwart anderer Menschen, welche starke Wirkungen auf die Motivation hat (Fridlund, Kenworthy & Jaffey, 1992). Zudem ist in E-Mails für gewöhnlich mehr Lüge und Betrug anzutreffen als in handschriftlichen Mitteilungen (Naquin, Kurtzberg & Belkin, 2008). Daher wird handgeschriebenen Mitteilungen meist mehr Bedeutung und Aufrichtigkeit beigemessen.

Eine ausführlichere Beschreibung der hier dargelegten Überlegungen („Handschriftliches3.pdf") kann von meiner Webseite herunter geladen werden: http://cid-92b80e92df70db7a...

Fridlund, A.J., Kenworthy, K.G. & Jaffey, A.K. (1992). Audience effects in affective imagery: Replication and extension to dysphoric imagery. Journal of Nonverbal Behavior, 16, 191-212.

Naquin, C. E., Kurtzberg, T. R. & Belkin, L. Y. (2008). Being Honest Online: The Finer Points of Lying in Online Ultimatum Bargaining (Paper, annual meeting of the Academy of Management, August 2008).
About Me:
 
Überlegungen zum Sinn des Lebens:

"Viele loben Etwas, und fragt man sie, so haben sie keinen Grund anzuführen. Woher dies? Alles tief verborgene verehren sie als ein Mysterium, und rühmen es, weil sie es rühmen hören."
(Balthasar Gracian)

"Wer aber Unglück hat, tue nichts mehr; sondern ziehe sich zurück, damit er nicht zu dem Unstern, der schon über ihm steht, einen zweiten heranrufe."
(Balthasar Gracian)

Daran schließt folgende Erkenntnis an:
Erlebte Sinnlosigkeit führt zu Depressionen, die manche Menschen durch verzweifeltes Suchen nach Sinn überwinden wollen. Das Ergebnis einer verzweifelten Sinnsuche ist häufig Wahnsinn.
Da Loren Mosher beweisen konnte, dass durch Geborgenheit Menschen von Wahnsinn geheilt werden können, stellt das Schenken von Geborgenheit den Sinn des Lebens dar.

Aus Wikipedia:
"Mit dem Ausdruck ‚Geborgenheit' wird ein Zustand des Sicherheits- und Wohlgefühls beschrieben. Geborgenheit ist mehr als nur Sicherheit, Schutz und Unverletzbarkeit; Geborgenheit symbolisiert auch Nähe, Wärme, Ruhe und Frieden. Der Ausdruck gilt gemeinhin als unübersetzbar, existiert aber auch im Niederländischen und im Afrikaans, fehlt jedoch etwa im Englischen, Französischen und Russischen.
Das Wort wurde 2004 im Rahmen eines internationalen Wettbewerbs, den Deutscher Sprachrat und Goethe-Institut initiierten, zum zweitschönsten Wort der deutschen Sprache gekürt. Es wurde von Annamaria Musakova aus der Slowakei eingereicht mit der Begründung, dass in ihrer Sprache ein äquivalenter Terminus fehle.
Der Psychologe Hans Mogel bezeichnet Geborgenheit als zentrales Lebensgefühl. Seine Definition umfasst die Begriffe Sicherheit, Wohlgefühl, Vertrauen, Zufriedenheit, Akzeptanz und Liebe durch andere. Psychologen und Pädagogen betrachten die Erfahrung von Geborgenheit in der Kindheit als wesentlich für die Entwicklung einer stabilen Persönlichkeit. Ferner ist Geborgenheit eine Grundvoraussetzung für das kindliche Spiel."

Witz:
Geht ein Mann zum Arzt. Sagt der Arzt: "Sie haben noch zwei Jahre zu leben." Nach drei Jahren lebt der Mann immer noch und geht wieder zu diesem Arzt und fragt, wie es sein kann, dass er immer noch lebt. Sagt der Arzt: "Dann sind Sie falsch behandelt worden."

Reim:
Sagt der Arzt: "Nene lass ma. Ist das Blut von UB-Plasma."
Country:
Germany
Occupation:
Psychologist
Schools:
Universities of Hamburg and Cologne
Interests:
walking with my dog. watching tv. hearing music. analyzing data. playing and repairing pinball.
Movies:
Star Wars; Indiana Jones; Terminator; a scanner darkly
Music:
Supertramp
Books:
Laotse: Tao Te King; H. Hesse: Siddhartha -- An Indian Tale; A. Koestler: Darkness at Noon; P. Watzlawick, J. Weakland & R. Fisch: Change: Principles of Problem Formation and Problem Resolution; Balthasar Gracian: Handorakel und Kunst der Weltklugheit (in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer) -- there are a few translations too, the title in english language is: "The Art of Worldly Wisdom"; Mosher, L. R. (1999). Soteria and other alternatives to acute psychiatric hospitalization: A personal and professional review. Journal of Nervous and Mental Disease, 187, 142-149.
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