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(Prof. Dr.) Rüdiger Templin
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Menschenliebe, Toleranz und Brüderlichkeit sind der Mörtel des Tempelbaus" -- so heißt es im Ritual der Freimaurer. Wir sprechen -- für die neuen Gäste zur Erklärung - vom Bau des Tempels der Humanität, eines der für mich größten geistigen Symbole überhaupt, dessen Steine die Menschen sind, die durch den o.g. Mörtel verbunden sein mögen.
Ihr merkt, die Toleranz ist eingebettet zwischen Menschenliebe und Brüderlichkeit. Alle drei sind notwendig für den Bau dieses ideellen Tempels.
Das erste -- die Menschenliebe -- weist auf das Allumfassende hin, auf die Basis, die Voraussetzung, ohne die der Tempel nicht einmal in seinen Grundfesten entstehen könnte. Allumfassend verstehe ich im Sinne höchsten Respektes vor dem Menschen als denkendem und empfindenden höchstentwickeltem Wesen auf unserem Planeten. Andere nennen es den höchsten Respekt vor der Schöpfung. -- Jeder möge es nach seinem Verständnis erklären. Erst diese Voraussetzung, über die für mich nicht zu streiten ist, ermöglicht die Entwicklung von Toleranz. Denn wo kein Respekt vor der Einmaligkeit des anderen existiert, kann auch kein Tolerieren dieser seiner Einmaligkeit in seiner Idividualität entstehen.
Diese Toleranz nun tatsächlich zu leben und täglich sich selbst neu zu erarbeiten, schafft wiederum die Möglichkeit, Beziehungen zwischen Menschen zu gestalten, die wir Brüderlichkeit nennen. Denn dies ist -- auf den einzelnen Menschen bezogen -- noch mehr als "nur" allgemeine Menschenliebe. Brüderlichkeit ist Gemeinsamkeit, Miteinander und Füreinander über die allgemeinen Pflichten der Sozialisation in einer Gemeinschaft hinaus, ist freiwillige Verpflichtung, für den anderen Einzustehen, ihm Beiszustehen.
Ihr merkt, die Toleranz ist eingebettet zwischen Menschenliebe und Brüderlichkeit. Alle drei sind notwendig für den Bau dieses ideellen Tempels.
Das erste -- die Menschenliebe -- weist auf das Allumfassende hin, auf die Basis, die Voraussetzung, ohne die der Tempel nicht einmal in seinen Grundfesten entstehen könnte. Allumfassend verstehe ich im Sinne höchsten Respektes vor dem Menschen als denkendem und empfindenden höchstentwickeltem Wesen auf unserem Planeten. Andere nennen es den höchsten Respekt vor der Schöpfung. -- Jeder möge es nach seinem Verständnis erklären. Erst diese Voraussetzung, über die für mich nicht zu streiten ist, ermöglicht die Entwicklung von Toleranz. Denn wo kein Respekt vor der Einmaligkeit des anderen existiert, kann auch kein Tolerieren dieser seiner Einmaligkeit in seiner Idividualität entstehen.
Diese Toleranz nun tatsächlich zu leben und täglich sich selbst neu zu erarbeiten, schafft wiederum die Möglichkeit, Beziehungen zwischen Menschen zu gestalten, die wir Brüderlichkeit nennen. Denn dies ist -- auf den einzelnen Menschen bezogen -- noch mehr als "nur" allgemeine Menschenliebe. Brüderlichkeit ist Gemeinsamkeit, Miteinander und Füreinander über die allgemeinen Pflichten der Sozialisation in einer Gemeinschaft hinaus, ist freiwillige Verpflichtung, für den anderen Einzustehen, ihm Beiszustehen.
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Hier greift in einer abgewandelten Form aus Brechts und Eislers Kinderhymne die Zeile "Und nicht über und nicht unter einem andren woll`n wir sein... "
Die Freimaurer streben dies als Lebensprinzip für sich untereinander an. Ich erweitere es für mich: ich vertrete das Prinzip, diese Gleichheit, dieses Sein auf einer Ebene mit allen Menschen leben und auch im Alltäglichen praktizieren zu wollen- (aber auch dazu gehört die Arbeit an den Ecken des eigenen Rauen Steines). Das bedeutet aber auch, dass der Mensch die Möglichkeit haben muß, frei von Unterdrückung und erniedrigender materieller Abhängigkeit zu sein - wer nicht das Empfinden von aufrecht leben haben kann, wird auch schwer die Toleranz entwickeln können, andere Einmaligkeiten, andere Individuen neben sich gleichwertig zu respektieren und zu behandeln! (Der einzelne möge nur an die Situation in bestimmten Betrieben denken, am Schlangestehen im Arbeitsamt,...
Diese Gedanken als Anregung und Vorspann. Ich möchte jetzt zum Thema 2 Fragen/Thesen aufwerfen und meine Gedanken dazu benennen - zur Diskussion und zum Streit -- im Positiven: 1. Was verstehen wir unter Toleranz?
Es gibt dazu sehr einfache aber auch tiefergehende Erklärungen:
Die einfache ist: "Toleranz = Duldsamkeit, etwas zulassen, auch wenn es nicht den eigenen Vorstellungen entspricht." (Fremdwörterbuch)
Im Freimaurerlexikon heißt es dazu: u.a. auch "Duldung" aber auch:
"Toleranz ist das Palladium (schützendes Heiligtum) der Freimaurerei immer gewesen und muß es bleiben."
"Die Einsicht in die Bedingtheit aller Wahrheiten bildet bei der freimaurerischen Toleranzidee das auslösende Motiv"
Im Wörterbuch des Christentums finde ich die Erklärung, die mir am besten den Kern zu treffen scheint:
Auch hier wird zunächst die weltanschauliche und politische Duldsamkeit und die Achtung gegenüber den anderen benannt als Erklärung für Toleranz. Aber es heißt hier auch: "Toleranz ist die Tugend einer humanitäre Gesinnung, die sich einer gemeinsamen Wahrheit verpflichtet weiß - (für mich der Wahrheit von Menschenliebe und Brüderlichkeit). Und -- Toleranz ist nicht zu verwechseln mit Gleichgültigkeit gegenüber Gewissensüberzeugungen und -- forderungen in religiösen, politischen und weltanschaulichen Fragen.
"Wirkliche Toleranz bleibt jedoch nur erhalten, wenn die unterschiedlichen Gewissensforderungen zur gemeinsamen Suche nach einem verbindenden Einverständnis führen."
Ich denke, dies kommt dem freimaurerischen Verständnis von Toleranz am weitesten entgegen. Denn Toleranz schließt in der zuletzt benannten Beschreibung aktives eigenes Handeln, Suchen und Positionergreifen ein.
Toleranz kann nach meinem Verständnis nicht nur DULDEN sein. Toleranz kann ich nur üben, wenn ich mir meiner eigenen Würde als Mensch bewußt bin. Dulden ist passiv, macht mich zum Objekt eines um mich ablaufenden Geschehens. Wirkliche Toleranz fordert mich als Subjekt- in der Arbeit an mir selbst, in der schöpferischen Auseinandersetzung mit anderen Meinungen, Vorstellungen, Lebensweisen.
Deshalb kann Toleranz üben nur auf gleicher Augenhöhe geschehen, wo meine (andere) Meinung zumindest angehört, durchdacht wird.
Es stellt sich also für mich die Frage: Hat mein Toleranzverständnis etwas mit "Dulden" zu tun? In diesem Wort liegt für mich das Empfinden von "Erleiden, Ertragen, zwangweiser Annahme gegen meinen Willen". -- ich will nicht Dulden! Ich will das Respektieren anderer Auffassungen leben. Dazu muß ich aktiv werden, Subjekt des Geschehens sein, weil ich mich auseinandersetze.
Damit komme ich zu einem zweiten Punkt, einer Frage, die mit Sicherheit nicht jeder andere Freimaurer mit mir teilt. 2. Hat der Freimaurer die Pflicht zur Intoleranz?
Ja, dieser Überzeugung bin ich. Wenn ich mich zur "Nichtduldung" zur "Nichtrespektierung" von erlebter Intoleranz bekenne, muß ich mir selbst Intoleranz zugestehen. Und - Ich folge damit dem freimaurerischen Appell im Ritual "Wehret dem Unrecht, wo es sich zeigt. Kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken".
Das heißt für mich, nicht gleichgültig zu sein, nicht vorbeizuschauen, nicht falsch verstandene Toleranz zu üben, wenn Behinderte verspottet, Vietnamesen abfällig als "Fidschis", Schwarze als "Nigger" beschimpft werden, Menschen anderen Glaubens zu Terroristen gestempelt und Juden als minderwertig bezeichnet werden, wenn Kinder einer deutsch- afrikanischen Lebensgemeinschaft zu "Kanakenbälgern" gestempelt werden -- (im übrigen Liveerlebnisse, keine Erfindungen schlechter Fantasie), dann ist für mich die Grenze der Toleranz bei weitem überschritten. Hier darf keiner schweigen, wegschauen oder dulden, nein, hier heißt es: wehret dem Unrecht...
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Grenzenlos naiv (obwohl z.T. auch das) halte ich Jan Holey hingegen nicht!
Seine Position gießt Wasser auf die Mühlen aller Antisemiten und sog. "Antizionisten".
Für mich ist Jan Holey (leider) ein esoterischer Faschist!
Er selber empfindet sich hingegen sicherlich als politisch-esoterischer "Aufklärer"...
Das Kapital hat einen horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere.
Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn.
Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens."
Der Gewerkschafter T.J.Dunning
Quelle: Karl Marx: "Das Kapital" Band 1, MEW 23, S.788
WU
Aber was macht dich so sicher, das ihr damit durch kommt? Mir ist aufgefallen, das sie das Finanzsytem platt machen werden. Das wird aber wieder mal zum Nachteil der Masse um gestrickt und ich hoffe, das sie es erkennen wird. Der H.M. vom Stuhl des 41Grad welcher 2000 starb, hat doch die Teilung der Logen bewirkt?! Auf welcher Seite stehst du?