|
HosannaGlocke uploaded a new video
(4 days ago)

Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus Wald/Ostallgäu - Südbayern, Deutschland
2. Fortsetzung Turmbrand Wald
Den Gesamtschaden infolge des Brandes schätzt di...
more
Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus Wald/Ostallgäu - Südbayern, Deutschland
2. Fortsetzung Turmbrand Wald
Den Gesamtschaden infolge des Brandes schätzt die Versicherung zwischenzeitlich auf ca. 2 MILLIONEN EURO!!! Diese Schadenssumme wird von der Versicherung für den Aufbau gestellt; sollte sie jedoch nicht ausreichen, dürfte die Kirchenstiftung finanziell belastet werden.
Nach einem Aufruf des Walder Bürgermeisters, meldeten sich Einwohner mit Tonaufnahmen des Geläutes, und die Firma Rauscher, welche die Glockenanlage wartete, steuerte die Klanganalyse des Gesamtgeläutes bei.
Die in drei große Teile zerbrochene Barockglocke aus dem Jahre 1651 befinden sich inzwischen bei der Glockenschweißerei Lachenmeyer in Nördlingen; dort prüfen Fachleute, ob die Glocke noch irgendwie zu retten ist. Da diese Glocke mit ihren wunderschönen barocken Verzierungen den Waldern sehr am Herzen liegt, steht folgende Überlegung an: Sollte diese Glocken repariert werden können, würde man die 4 neu zu gießenden Glocken an den - womöglich veränderten - Klang der ältesten Glocken anpassen... soweit die Kirchenpflegerin von Wald.
Am 24.02.2012 wurde damit begonnen, zu Füßen der Turmruine ein Fundament vorzubereiten, damit ein 43 Meter hoher und 120 Tonnen schwerer Kran aufgestellt werden kann, um den Brandschutt aus dem Turm zu entfernen, auf dass ein Statiker die verbliebenen Turmgeschoße begutachten kann. Davon hängt dann ab, ob der Torso saniert werden kann oder völlig abgerissen werden muss...
Einer zuvorkommenden Walderin und einem hilfsbereiten Walder habe ich es wiederum zu verdanken, dass es mir ermöglicht wurde, die restlichen 3 Glocken noch fotografieren zu dürfen!
Glocke 3:
Gegossen 1951 von Engelbert Gebhard in Kempten.
Schulterinschrift:
MICH GOSS MEISTER E. GEBHARD IN KEMPTEN 1951
Flankenrelief:
Muttergottes im Strahlenkranz. Mit weit ausgebreiteten Armen ist Maria in ein wallendes Gewand gehüllt, welches unten von 2 Engeln gehalten wird. Mit ihren Füßen zertritt sie eine Schlange mit einem Apfel. Der Saum ihres Gewandes weist filigrane Verzierungen auf; ihr ebenfalls verzierter Schulterumhang wird von einer Schließe gehalten. Eine große Krone auf dem Haupt, ist ihr Antlitz von einem Nimbus umgeben.
Flankeninschrift:
MARIA, KÖNIGIN -- IN EWIGKEIT, FLEH ZUM VATER MIT DEM SOHN IM HL. GEIST!
Glocke 4:
Gegossen 1951 von Engelbert Gebhard in Kempten.
Schulterinschrift:
MICH GOSS MEISTER E. GEBHARD IN KEMPTEN 1951
Flankenrelief:
Hl. Bischof Nikolaus -- gewandet in ein festliches Ornat! Über der Albe trägt er ein Sticharion mit einer mittigen Quaste. Das Pluviale umschließt vorderseitig ein Pallium mit Fransen. In der Rechten den Bischofsstab haltend, trägt er in seiner linken Hand als charakteristisches Attribut 3 Äpfel. Sein gütiges Gesicht mit langem Haupthaar und Bart werden eingerahmt von einem Nimbus und bekrönt mit einer gotischen Mitra. Die Verzierungen des Bischofsgewandes sind sehr fein ziseliert!
Flankeninschrift:
ST. NIKOLAUS RUFT SEID HILFREICH UND GUT!
Glocke 5:
Gegossen 1927 von Andreas Hirt in Kempten.
Schulter: Unter 3 Stegen ist ein Fries aus blüten- und blätterähnlichen Kreisen, die abwärts in Blütenständen, in der Form kleiner gotischer Fialen enden.
Flankenrelief:
Hl. Bischof Nikolaus -- gewandet in ein festliches Ornat! (Erläuterung siehe unten)
Flankeninschrift:
St. Nicolae, ora pro nobis! = Heiliger Nikolaus, bitte für uns!
Schlaginschrift:
Fusa sum ab Andrea Hirt, Campiduno 1927 = Gegossen worden von Andreas Hirt, Kempten 1927 (Im Lateinischen/Italienischen entfällt beim männlichen Vornamen Andreas das „s")
Heute kam ich zum ersten Mal in meinem Leben in den Genuss, eine originale Glocke von Andreas Hirt zu sehen, und somit wurden meine Vermutungen bestätigt, bzw. auch mein Wunsch erfüllt: Der Vergleich/die Bestätigung, dass Engelbert Gebhard Model von Andreas Hirt verwendete!
Die Reliefs des hl. Nikolaus sind auf den Glocken 4 & 5 einander recht ähnlich; auch wenn sich bei genauerem Hinschauen feine Unterschiede erkennen lassen, wie z. b. die Haltung der Hände, das Gesicht und Nuancen im liturgischen Gewand! Die Kronenhenkel der Glocke 5 von Andreas Hirt mit ihren geflügelten Engelsköpfen sind nahezu identisch mit den von E. Gebhard verwendeten Kronenhenkel der Glocken von Bad Wörishofen!
less
|
|
| |
|
HosannaGlocke uploaded a new video
(1 week ago)

Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus Wald/Ostallgäu - Südbayern, Deutschland
1. Fortsetzung Turmbrand Wald
Zwischenzeitlich wurden mit einem Kran die 5 Glo...
more
Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus Wald/Ostallgäu - Südbayern, Deutschland
1. Fortsetzung Turmbrand Wald
Zwischenzeitlich wurden mit einem Kran die 5 Glocken vom ausgebrannten Walder Kirchturm geborgen. Das Feuer hat die Glocken dermaßen zerstört, sodass sie unbrauchbar wurden; die Barockglocke aus dem Jahre 1651 zerbrach in größere Einzelteile.
Die große Glocke steht derzeit noch im Freien, die anderen Glocken befinden sich in einer Halle. Alle Gusswerke werden aus versicherungstechnischen Gründen bis auf Weiteres aufbewahrt; die Bruchstücke der historischen Barockglocke werden dann die Walder zum würdigen Gedenken behalten.
Die große Glocke ist Christus dem König geweiht. Sie wurde 1951 vom Engelbert Gebhard in Kempten gegossen und trägt die klassischen Gebhard'schen Kronenhenkel mit ihrem quadratischen Querschnitt.
Schulterinschrift zwischen zwei Stegen:
MICH GOSS MEISTER E. GEBHARD IN KEMPTEN 1951
1. Flankenrelief:
Jesus, der König der Könige, trägt ein festliches Gewand im Ornat des ewigen Hohen Priesters. Die rechte Hand zum Segnen erhoben, hält er in seiner Linken den Reichsapfel der mit einem Kreuz bekrönt ist. Von seinem Gesicht gehen links und rechts Strahlen aus. Um den Kopf herum trägt er statt der Dornenkrone eine gezackte Königskrone und direkt über seinem Haupt trägt er nochmals eine Krone, in welcher sich eine - von einem Kreuz bekrönte - Erdkugel befindet.
Flankeninschrift darunter:
CHRISTUS -- GESTERN UND HEUT KÖNIG IN EWIGKEIT!
2. Flankenrelief:
Flankiert von den Jahreszahlen 1914 -- 18 und 1939 -- 45, steht ein mächtiger Engel mit großen Flügeln, der mit seiner hoch erhobenen Rechten ein Kreuz emporstreckt. In seinem wallenden Gewand, sowie mit dem linken Arm beschützt er einen verwundeten Soldaten, der sich auf einem Krückstock abstützt und in der rechten Hand ein zum Boden gesenktes Schwert hält.
Flankeninschrift darunter:
IN DANKBARKEIT FÜR TREUE ZUR HEIMAT!
3 Stege über dem Schlagring
Schlaginschrift:
GESTIFTET VON JOSEF UND BERTA GUGGEMOS UND ANDEREN STIFTERN.
Als am 5. Januar dieses verheerende Winterunwetter über Wald tobte, gab es innerhalb kürzestes Zeit drei Blitzeinschläge: Der erste war in unmittelbarer Nähe des Dorfes; der zweite schlug in einen Fahnenmast gleich neben der Kirche ein und der dritte Schlag erfolgte in den Sicherungskasten im Turm. Hätte man dies gleich bemerkt, wäre ein handelsüblicher Feuerlöscher ausreichend gewesen, um die Flammen zu löschen. So aber konnte sich das Feuer unbemerkt ausbreiten, und da ein Kirchturm bei einem Band vergleichsweise dieselbe Wirkung wie ein Kamin hat, wurden die Walder Augenzeugen, wie sich in rasender Geschwindigkeit das Feuer Geschoß um Geschoß aufwärts ausbreitete.
Mein herzlicher Dank gebührt jenem Walder (Er steht neben der Christkönigsglocke), der seinen Spaziergang gerne unterbrach, um mir detaillierte Auskünfte zu erteilen und der mir durch seine Hinweise auch erläuterte, wo und wann ich die anderen Glocken fotografieren kann! Nach seinen Worten waren während des Unwetters diese gleichzeitigen Blitz-Donnerschläge derart vehement, sodass gleich „spekuliert" wurde, wo es wohl einschlug...
Das Kirchenschiff ist noch nicht zugänglich, da eine Spezialfirma das Gotteshaus von Ruß- und Staubpartikeln reinigen musste; derselben Prozedur wird noch die Orgel unterzogen.
Die Walder wollen ihren Kirchturm genauso wieder aufbauen, wie er einst war -- alleine schon deshalb, weil er sich ja auch im örtlichen Wappen befindet. Über einen Guss neuer Glocken konnte mir der freundliche Herr noch nichts mitteilen -- nur dies, dass in den neuen Turm ein Glockenstuhl aus Holz eingebaut werden soll...
Beim Anschlagen klingt diese zerstörte Christkönigsglocke schaurig-traurig!
Fortsetzung folgt...
less
|
|
| |
|
HosannaGlocke
...
(1 month ago)

Kath. Stadtpfarrkirche St. Michael in Sonthofen/Oberallgäu -- Südbayern, Deutschland.
1. Plenum 2. Fotopräsentation
Nach 1418 wurde die Pfarrkirche zu...
more
Kath. Stadtpfarrkirche St. Michael in Sonthofen/Oberallgäu -- Südbayern, Deutschland.
1. Plenum 2. Fotopräsentation
Nach 1418 wurde die Pfarrkirche zum zweiten Mal, durch eine veranlasste Brandstiftung am 26. Juni 1540 von Jörg Aufschnaiter der eine Fehde mit dem Markt Sonthofen austrug, vernichtet. Auch der Pfarrhof und weitere 16 Häuser fielen dem Brand zum Opfer.
Beim Wiederaufbau zeigte es sich, dass die durch den Brand herabgestürzten und teilweise zerschmolzenen Glocken ursprünglich eine Stiftung der Herren von Heimenhofen-Burgberg waren, weshalb Magdalena, die Witwe des Kaspar von Heimenhofen, geborene von Stadion und Cousine des Bischofs Christoph von Stadion, Anspruch auf die Schmelzüberreste erhob, die ihr jedoch der Landamman Seneca Nachtrueb vorenthielt, was zu einem erbitterten Streit zwischen beiden führte und der in einem Eklat endete, als Sohn, Schwager und Vetter der Magdalena in die Kirche eindrangen und ohne Rücksicht auf die Heiligkeit des Ortes, die Wappen der Nachtrueb von dessen Kirchenstuhl abschabten.
Indessen war es dem damaligen Augsburger Bischof Christoph von Stadion ein Anliegen, 3 neue Glocken für die Sonthofener Kirche zu stiften. Der Auftrag erging an die beiden Glockengießermeister-Brüder Gregor und Alexander Löffler, da Gregor Löffler 20 Jahre in Diensten der Freien Reichsstadt Augsburg stand. Sein zweiter Vertrag mit der Stadt Augsburg gewährte ihm mehr Freiheit, sodass er von 1537 bis 1540 seine Innsbrucker Werkstatt erneuern konnte. Hier wurden auch diese Sonthofener Glocken von „Maister Gregor und Alexander Löffler, Puchsen-Giesser zu Innspruck im 1540 Iar am XX. Tag Ocktobris" gegossen.
Die dritte und wohl furchtbarste Katastrophe musste die Kirche im 2. Weltkrieg über sich ergehen lassen: Am Sonntag, dem 29. April erfolgte vormittags um 10 Uhr ein schwerer Tieffliegerangriff auf den Markt. Der Großteil der Bevölkerung war zu dieser Stunde in St. Michael beim Amt, als die feindlichen Flieger kamen. Dem damalige Kaplan Klemens Berger gelang es noch geistesgegenwärtig, die in Panik geratenen Kirchenbesucher am kopflosen Verlassen der Kirche zu hindern und sie aufzufordern, die Bänke im Kirchenschiff schnellstmöglich zu räumen, sich an die Seitenwände zu drücken, um dort größtmöglich Schutz zu suchen... Nur wenige Augenblicke später durchschlugen mehrere Sprengbomben das Kirchendach und richteten im Mittelschiff schwere Verwüstungen an, und kurz darauf geriet die Kirchturmkuppel in Brand, wodurch der brennende Glockenstuhl, mit der einzigen noch verbliebenen Löffler-Glocke in die Tiefe stürzte, um in der Glut zu verschmelzen. Noch heute wird es als ein Wunder angesehen und dem Schutz des mächtigen Erzengel-Fürsten Michael zugeschrieben, dass dabei kein einziger Mensch ums Leben kam, und die 12 Schwer- und mehrere Leichtverletzten wieder gesundeten!
Unter großen Opfern ging man an den Wiederaufbau; dabei wurde u. a. das geschmolzene Glockenmetall geborgen und Engelbert Gebhard in Kempten damit beauftragt, in Erinnerung an die drei „Löfflerinnen", aus diesem Erz zwei neue Glocken zu gießen. 1946 wurden der Turm saniert, die Turmkuppel wieder hergestellt und am 19. September die Michaelsglocke und Marienglocke von Gebhard gegossen. Erst 2 Jahre später war die Kirche für die Sonntagsmessen mit Einschränkungen wieder benutzbar. Als 1954 die Amerikaner endgültig abzogen und sich somit die allgemeine Situation verbesserte, konnte der westliche Anbau mit Vorhalle und Emporenaufgängen erstellt, sowie 1 Jahr später Karl Czudnochowsky in Erding mit dem Guss von 2 zusätzlichen Glocken beauftragt werden.
DAS GELÄUTE:
Glocke 1: Gefallenen-Glocke, 1956 von Karl Czudnochowsky, C1, 2100 kg, Inschrift: „Wenn ich ertöne, denkt an eure Söhne, die Blut und Leben für euch gegeben!"
Glocke 2: Michaelsglocke, 1946 von Engelbert Gebhard, Es1, 1300 kg, Inschrift: „405 Jahre durft ich künden dieses Wort, im Namen des Stifters Christian v. Stadion damals Bischof v. Augsburg. Nun trag ich es weiter über Land und Leute im Auftrag des Pfarrers und Dekans des Jahres 1946."
Glocke 3: Marienglocke, 1946 von Engelbert Gebhard, F1, 900 kg, Inschrift: Wir wurden gegossen am 22.10.1540 von G. u. A. Löffler aus Innsbruck. Vom Turm geschmolzen am 29.04.1945 durch feindliche Flieger. Neu aus der Erde gehoben am 19.09.1946 von Gebhard aus Kempten." (Bei beiden Glocken verwendet Gebhard sowohl bei den deutschen, als auch bei den lateinischen Inschriften, welche z. T. den Wortlaut der Löfflerinnen wieder geben, gotische Majuskeln u. Minuskeln!)
Glocke 4: Arme-Seelen-Glocke, 1956 von Carl Czudnochowsky, As1, 550 kg, Inschrift: „Die Toten bewein ich, die Lebendigen mahn ich. Wir beide, die größte und kleinste Glocke wurden 1956 gegossen von Karl Czudnochowsky."
Dem Herrn Stadtpfarrer, sowie dem Herrn Stadtpfarrmesner gilt mein herzlicher Dank! Dieses Video sei den St.-Michaelanern von Sonthofen gewidmet!
less
|
|
| |
|
HosannaGlocke
...
(1 month ago)

Turmbrand der Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus in Wald/Ostallgäu -- Südbayern, Deutschland.
NOCH HÄNGEN DIE GLOCKEN IM TURM!
Mit einem äußerst beklemm...
more
Turmbrand der Kath. Pfarrkirche St. Nikolaus in Wald/Ostallgäu -- Südbayern, Deutschland.
NOCH HÄNGEN DIE GLOCKEN IM TURM!
Mit einem äußerst beklemmenden Gefühl in meinem Inneren, machte ich mich heute auf den Weg, um hinunter nach Wald zu fahren.
Soweit es die Absperrungen zuließen, näherte ich mich dem Ort dieses furchtbaren Geschehens und hatte alsbald Gelegenheit, mit den nächsten Anwohner in der Nachbarschaft zur Kirche, Gespräche zu führen. Der Schock steht den Menschen noch buchstäblich ins Gesicht geschrieben, und dennoch nahmen sie sich Zeit, mir ausführlich von diesem Unglück zu erzählen:
Auch wenn noch einiges auf Mutmaßungen beruht, geht man davon aus, dass der Blitz in einen Sicherungskasten einschlug und sich von dort aus der Brand den Turm aufwärts ausbreitete... Glück im Unglück war, dass der brennende Turmhelm nicht auf die angrenzenden Häuser, sondern großteils in den Friedhof stürzte, wobei er zuerst im Dach der Sakristei einschlug. Es ist der Feuerwehr zu verdanken, weil sie sofort die Sakristei ablöschten, sodass alle im Schrank aufbewahrten Paramente unversehrt blieben.
Bei allem Entsetzen wird es dennoch als Wunder angesehen, dass das Kirchenschiff völlig unberührt blieb, und wie mir eine Frau erzählte, lediglich wenige Liter Wasser -- also völlig unbedeutend -- sich darin befanden, und nicht im Geringsten Schäden durch Löschwasser entstanden sind.
Alle Einwohner von Wald, mit denen ich heute ins Gespräch kam bestätigten mir, dass die Glocken immer noch oben sind, und dies hängt schicksalhafterweise auch mit einem Unwetter zusammen: Als Ende Februar 1990 der Orkan Wiebke über Deutschland fegte, wurden Teile des Kupferblechs vom Turmhelm herab geweht. Bei der Reparatur/Sanierung wurde u. a. ein Stahlstuhl eingebaut und die Glocken an Stahljochen aufgehängt.
Eine sehr nette Frau, die mir freundlicherweise u. a. dies erzählte, konnte es mir ermöglichen, zum Fotografieren ein bisschen näher an den Turm zu gelangen, weil ihr Sohn unmittelbar daneben wohnt! Von zwei verschiedenen Positionen aus konnte ich erkennen, dass sich (mindestens) vier Glocken im Turm befinden; in der Mitte hängt die große Glocke, links davon konnte ich sogar noch einen Teil der Flanke einer zweiten Glocke ausmachen und rechts daneben noch etwas vom Schlag einer dritten Glocke, und darüber konnte ich noch eine Glocke mitsamt Klöppel sehen!
Laut Bericht der Anwohner wäre das Unglück noch verheerender gewesen, wenn es nicht so sehr geschneit hätte!
Sicher: Noch sind viele Fragen offen -- auch, in welchem Zustand sich die Glocken nach diesem Brand befinden... und dennoch: Dass dieses „geweihte tönende Erz" selbst mitten im Feuer und jetzt danach noch oben „ausharrt", berührt sowohl die Walder, wie auch mich!
Wie es weitergeht wird sich zeigen, sobald die Gesamtstatik des restlichen Turmes ermittelt worden ist. Noch bei der Heimfahrt begleiteten mich die unheimlichen Geräusche, wie der eisige Wind durch die Turmruine pfiff und an dem verschmorten Kupferblech rüttelte.
GEBE GOTT, DASS DER TURM NICHT EINSTÜRZT UND SOMIT DIE MENSCHEN IN DEN UMLIEGENDEN HÄUSERN, MITSAMT DEM KIRCHENSCHIFF, VOR WEITEREM UNHEIL BEWAHRT WERDEN!
Aus Pietätsgründen ist das Kommentieren dieser Bilddokumentation nicht möglich!
Wer dennoch das Bedürfnis hat sich dazu zu äußern, kann mir gerne persönlich unter folgender E-Mail-Adresse schreiben:
kirchenglocken@email.de
less
|
|