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ohne worte... aber geil^^
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Ragnarök 2006 - Heidnischer Germanen-Metal
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antifaschistische Kaffeefahrt kingrever... - 25,079 views - 1 year ago
Reisebericht & Fotos von der Kaffefahrt "Schöner Leben ohne Naziläden"



Annaberg:


Noch vor erreichen des Ausflugziels Erzgebirge, bereits in Chemnitz fuhr die antifaschistische Reisegruppe am ersten Naziladen vorüber. Es handelte sich um den "Wafen-Army-Shoes" (more about: stoppnazilaeden.de.vu) in den z.B. mit bekannten Nazimarken wie "Thor Steinar" gehandelt wird. Leider drängte die Zeit und ein kurzer Stopp war nicht möglich - schließlich warteten Nussknacker & Co.
Halt machten die Antifas, sowie die ebenfalls unternehmungslustigen Zivilpolizistinnen und _polizisten erst auf dem Marktplatz von Annaberg. In diesem Ort gibt es den von Markus Szallies und Heiko Rabenstein betriebenen Naziklamotten- und Piercingladen "Phönix"(more about: stoppnazilaeden.de.vu). Dieser hatte geöffnet, und so erlaubten sich die neugierigen Antifas einen Blick hinein. Da hier eindeutig zu viel Nazikrams war wurden ein paar Plakte fachgerecht entsorgt und stattdessen lieber jede Menge Kampagnen-Aufkleber angebracht.
Vor den Laden wurden noch ein Redebeitrag verlesen, ein schöner Tag gewünscht, und es ging zurück zum Marktplatz. Auf dem Weg lag noch der örtliche Treff der Naziszene, des „Kneip`l". Das Haus in dem das "Kneip`l" untergebracht ist gehört dem langjährigen Nazikader Günther Deckert.

Mylau/Reichenbach:

Zeitgleich mit den Besucher_innen von Annaberg kamen in Mylau mehrere Busse interessierter Antifas und bewegten sich, nachdem sie ausgestiegen waren, zielstrebig zum Naziladen "Ragnaröck". Bereits beim Eintreffen stand vor dem Nazi-shop ein Polizeiwagen. Der Laden befindet sich im Haus von David Köckert, der zeitweise auch Betreiber des Ladens ist und war zu diesem Zeitpunkt geschlossen.
Damit das erstmal so bleibt wurde die Tür, Schnellbeton sein dank, einfach zugemauert und anschließend mit "Schöner Leben ohne Naziläden" - Plakaten beklebt.
Die mitgebrachten Flyer waren bald verteilt und so ging es nach Abschluss der Kundgebung vor dem "Ragnaröck" erstmal weiter in die nächste Stadt.

Aue:

In der nächsten Station Aue gab es das Aufeinandertreffen mit den anderen 3 Kaffeefahrt-Bussen. Die zusammen 200 antifaschistisch Reisenden machten sich bald auf den Weg zum Naziladen "Sonnentanz". Neben den Klamotten und Musikverkauf wird von hier aus auch die Anfang Mai gehackten Seiten des "Endzeit-Versand/Sonnentanzver sand" betrieben (more about: read the flyer).
Die inzwischen neben den Dorfpolizisten und Staatschützern anwesende Bereitschaftspolizei beschränkte sich auf filmen der Touristen. Zunächst wurden die Utensilien zum Nazi-Neu-Einkleide-Spiel aufgebaut. Im Anschluss sah das mitgebrachte Hampel-Nazipärchen im Bine-Maja look ganz innovativ aus, ebenso wie der mit Plakaten und Aufklebern dekorierte Laden.
In einem Memory-Spiel mussten von den Reisenden jetzt noch sächsische Naziläden jeweiligen Städte zugeordnet und gefunden werden. Es hat noch ein wenig lange gedauert, aber letztendlich gewann eines der beiden Teams. Anschließend zogen die Antifas, nach einem kleinen Umzug durch Aue, wieder ab.


Johanngeorgenstadt:

Neben gewöhnlichen Naziläden besuchten die erlebnisorientierten Touristen in Johanngeorgenstadt auch ein Beispiel der im Weiteren im Erzgebirge vorherrschenden strunzgemeinen Deutschtümelei. Der "Randfichten" Fan-Shop wurde als krönender Abschluss ausgewählt.
Anwohner_innen, Jugendgruppen und der Ansprechpartner der örtlichen Polizei waren ehrlich entsetzt über das Anliegen der antifaschistisch Kaffereisenden. Immer wieder sagten sie, die "Randfichten" seien doch das einzige was es hier gäbe - bezeichnend auch das sämtliche Jugentliche hier begeisterte Anhänger der krautischen Volksmusik sind. Dennoch lauschten immer mehr Bürger_innen brav dem Redebeitrag. Nach dem Randfichten-Säge-Wettbewerb fingen einige Bewohner_innen an den Randfichten-Hit "Holzmichel" zu singen oder riefen einfach "der Holzmichel lebt".
"Tötet den Holzmichel" war die amüsierte Antwort der Antifas.
Nach einer halben Stunde waren wir froh die Stadt wieder verlassen zu können und uns nicht etwa das Benzin ausgegangen ist, oder einer der Busse ob der argen Strapazen streite. Die inzwischen zahlreich anwesenden Grüppchen von Bürgerinnen und Bürgern konnten einem schon fast etwas Leid tun -- sie mussten dableiben.
Die Kaffeefahrt endete in Chemnitz mit einem Solikonzert für die Kampagne "Schöner Leben ohne Naziläden" nach Chemnitz.
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