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Troilus und Cressida von William Shakespeare Übersetzung und Bearbeitung: ...
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Troilus und Cressida von William Shakespeare Übersetzung und Bearbeitung: Paul Brodowsky Fassung: Luk Perceval
Premiere 12. Mai 2008, Wiener Festwochen 30. Mai 2008, Münchner Kammerspiele, Schauspielhaus
Der Trojanische Krieg hat seinen Ursprung in einer der größten Liebesgeschichten der Welt: Der Zank um eine Hure. Der Trojaner Paris raubt die schöne Helena. Sie sind die Glamourstars der Antike. Wild, ungezügelt und unberechenbar fliehen sie besoffen vor Geilheit in die Stadt Troja, ihnen auf den Fersen die kampfbereiten Griechen, die für den gehörnten Menelaos, Helenas Gatte, in einen der schmutzigsten Kriege der Antike ziehen. Wenn der Grieche Ulysses sich an den Ursprung des Trojanischen Krieg erinnert, weiß er kaum noch, warum das alles begann. Shakespeare beginnt seine Erzählung im siebten Jahr der Kampfhandlungen. Der Krieg hat sich verhakt. Trojas Türen sind verrammelt. Die Griechen liegen kampfmüde in ihren Feldbetten. Und hinter den Mauern Trojas verliebt sich der junge Troilus in die reizende Cressida. Die erste Liebesnacht der beiden ist gleichzeitig die letzte, denn Cressida, deren Vater der zu den Griechen übergelaufene trojanische Priester Kalchas ist, wird gegen einen Gefangenen ausgetauscht. Da hilft kein Zürnen. Man kann die Liebe aus dem Krieg nicht heraushalten. Troilus und Cressida werden aneinander zu Verrätern in einem Krieg, der zu lange dauert und deshalb zur Lebensform wird. Bittere Zeiten für Liebende, wenn sie nicht Paris und Helena heißen, deren Liebe mittlerweile allerdings so abgestanden ist, dass kein Krieg diesen Paarungsakt noch rechtfertigt. So debattieren die Kriegsräte über die weitere Strategie und beschließen einen Zweikampf der großen mythischen Helden Achilles und Hektor.
Regie Luk Perceval Raum Luk Perceval Kostüme Ilse Vandenbussche Dramaturgie Matthias Günther Licht Max Keller Ton Wolfram Schild
Mit: Peter Brombacher, Bernd Grawert, Joel Harmsen, Julia Jentsch, Hans Kremer, Christoph Luser, Oliver Mallison, Stefan Merki, Barbara Nüsse, Annette Paulmann, Wolfgang Pregler, Frederik Tidén
KOPRODUKTION MIT DEN WIENER FESTWOCHEN
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Der Sturm von William Shakespeare | In einer Bearbeitung von Stefan Puch...
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Der Sturm von William Shakespeare | In einer Bearbeitung von Stefan Pucher
Premiere am 8. November 2007, Schauspielhaus
Deutsch von Jens Roselt
DER STURM ist Shakespeares letztes Drama. Es erzählt die Geschichte von Prospero, der einst Herzog von Mailand war, nun entthront und aus der Heimat vertrieben mit seiner Tochter Miranda seit zwölf Jahren auf einer Südseeinsel lebt. Dort hält er sich den Eingeborenen Caliban, dem er Sprache und Schrift lehrte, zum Sklaven und beherrscht den Luftgeist Ariel dank seiner Autorität und Zauberkraft. Diese Zauberkraft entfacht im weiten Meer um die Insel einen Sturm, bei dem Alonso, König von Neapel, und Antonio, Herzog von Mailand, die einst Prospero aus Italien vertrieben, mit ihrem Gefolge Schiffbruch erleiden und auf der Südseeinsel stranden. Was nun folgt, ist ein ausgeklügelter Plan Prosperos, der die vergangenen und gegenwärtigen Schicksale der Überlebenden des Schiffsunglücks und der Inselbewohner verhandelt. Es ist ein Spiel, eine Art Verhaltenslabor, das im Zusammentreffen unterschiedlicher sozialer Gruppen und Typen einen Cultural Clash in Gang setzt. Prospero agiert wie ein Wissenschaftler, der mit Hilfe von schwarzer Magie, wie auch gesellschaftstheoretischen Erkenntnissen seine Allmacht unter Beweis stellt. Die Frage ist allerdings: Was existiert nur im Kopf Prosperos und wo ist die Grenze zwischen Gedankenwelt und Realität zu ziehen?
Stefan Pucher war von 2000 bis 2004 Hausregisseur am Schauspielhaus Zürich. Drei seiner Zürcher Inszenierungen und sein Hamburger OTHELLO wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. In der Spielzeit 2006/2007 führte Stefan Pucher zum ersten Mal an den Münchner Kammerspielen bei TRAUER MUSS ELEKTRA TRAGEN Regie.
Regie Stefan Pucher Bühne Barbara Ehnes Kostüme Annabelle Witt Dramaturgie Matthias Günther Musik Marcel Blatti Video Chris Kondek Licht Stephan Mariani
Mit: Peter Brombacher, René Dumont, Walter Hess, Oliver Mallison, Stefan Merki, Bernd Moss, Lasse Myhr, Wolfgang Pregler, Hildegard Schmahl, Thomas Schmauser, Katharina Schubert, Jörg Witte; Joy Maria Bai, Annika Olbrich, Julia Schmelzle
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Trauer muss Elektra tragen von Eugene O'Neill
Premiere am 28. September 20...
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Trauer muss Elektra tragen von Eugene O'Neill
Premiere am 28. September 2006, Schauspielhasu
Eugene O'Neills Trilogie TRAUER MUSS ELEKTRA TRAGEN ist eine moderne amerikanische Variante der Orestie des Aischylos. Im Zentrum steht die Familie des erfolgreichen Industriellen und Politikers Ezra Mannon, der im ersten Teil der Trilogie als General aus dem Krieg zurückerwartet wird. Ezra verkörpert die demokratischen Ideale der amerikanischen Gesellschaft, die Einheit von Macht und Volk, die Gewissheit, auf der richtigen Seite zu stehen. Ihm weniger zur Seite als eher bereit zum Seitensprung steht seine glamouröse Ehefrau Christine, die Ezra mit dem zwielichtigen Adam Brant betrügt. Gemeinsam planen sie den Mord Ezra Mannons. Im zweiten Teil rächt Lavinia, die misstrauische Tochter der Mannons, den Tod des Vaters gemeinsam mit ihrem Bruder Orin, der als vermeintlicher Kriegsheld nach Hause zurückgekehrt ist. Er präsentiert sich zunächst als ein schwacher, mutterfixierter Durchschnittsmensch, ehe sich seine Mutterliebe in Hass verkehrt. Im dritten Teil glauben die Geschwister nach einer einjährigen Odyssee, sich aus den Zwängen der verhängnisvollen Familiengeschichte befreit zu haben. Ein Trugschluss, es dominiert die Paranoia. O'Neill verknüpft in TRAUER MUSS ELEKTRA TRAGEN Elemente der antiken Tragödie mit Stilmitteln der soap-opera, des Thrillers und einem an Sigmund Freud geschulten Modell der therapiebedürftigen Familie zu einem Schnittbogen dramatischer, neurotischer Kolportage.
Der Regisseur Stefan Pucher, 1965 in Gießen geboren, studierte Theaterwissenschaften und Amerikanistik in Frankfurt/Main. Ab Mitte der 90er Jahre erforschte er zunächst in verschiedenen Performance-Projekten das Zusammenspiel von Videokunst, Musiksamples und Sprechtexten, bevor er 1999 am Theater Basel mit Tschechows Der Kirschgarten erstmals einen klassischen Theatertext inszenierte. Stefan Pucher war von 2000 bis 2004 Hausregisseur am Schauspielhaus Zürich, wo er 2004 Die Orestie von Aischylos inszenierte. Drei seiner Zürcher Inszenierungen und sein Hamburger Othello wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Er arbeitet zum ersten Mal mit dem Ensemble der Münchner Kammerspiele
Regie Stefan Pucher Bühne Barbara Ehnes Kostüme Annabelle Witt Musik Marcel Blatti Video Chris Kondek
Mit: Stephan Bissmeier, Peter Brombacher, Anna Böger, René Dumont, Walter Hess, Oliver Mallison, Katharina Schubert, Michaela Steiger
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