Der Film wurde mit einer Digitalkamera (KonicaMinolta Dimage A200) aufgenommen, die so ausgerichtet wurde, dass die Sonne sich (links) außerhalb des Bildausschnitts befand. Da die maximale Aufnahmezeit bei dieser Kamera auf 15 Minuten beschränkt ist, wurde mit der Filmaufzeichnung etwa 5 Minuten vor dem 2. Kontakt begonnen. Der hier präsentierte (ansonsten ungeschnittene Ausschnitt beginnt etwa 2 Minuten vor dem 2. Kontakt und endet rund 2 Minuten nach dem 3. Kontakt). Man sieht im ersten Teile des Films sehr gut, wie die Kamera automatisch immer weiter aufblendet, um die zunehmende Dunkelheit zu kompensieren. Dies gelingt bis unmittelbar vor Ankunft des Kernschattens ganz gut, doch dann kann die Kamera nicht mehr weiter aufblenden, und es wird fast schlagartig sehr dämmrig. Der Eindruck bei visueller Beobachtung ist ganz ähnlich, weil das Auge sich an die langsam zunehmende Dunkelheit sehr gut adaptiert. Man registriert in erster die Lichtveränderungen in der Landschaft, nicht die Abnahme. Erst in der letzten Minute vor Eintreffen des Kernschattens hat man den Eindruck, dass das Licht wie mit einem Dimmer rasch abgedreht wird.
Um alle Feinheiten wahrzunehmen, sollte man sich den Film mehrfach ansehen. Man achte auf die Steine vorne im Bild, aber auch auf die Wolken, die deutliche Schatten in den blauen Himmel werfen. Dieser Effekt wird dadurch bewirkt, dass die fast vollständig verfinsterte Sonne eine spaltförmige Lichtquelle darstellt. Der herannahende Kernschatten lässt die anfangs nicht deutlich sichtbaren Wolken in Horizontnähe scharf konturiert hervortreten. Sie heben sich von dem noch weiter entfernten sonnenbeschienen Himmel hinter dem Kernschatten ab.
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