Der eigentliche Jazz entwickelte sich zwischen dem Ende der Zehner- und Zwanzigerjahre und für diesen immens wichtigen Zeitraum hast du gerade einmal zwei billige Kitschaufnahmen neueren Datums zu bieten. Das ist es, was mich dieses Video negativ bewerten lässt, denn offenbar interessiert dich diese Zeit ebensowenig wie die historischen Quellen im Allgemeinen. Es wäre doch überhaupt kein Problem gewesen, einige der zigtausend erhaltenen genialen Originalaufnahmen als Soundtrack zu posten. :-(
Cool. Mit den Bildern und der Musik kriegt man ein wenig eine Vorstellung von der Entwicklung - auch wenn scheinbar nicht alles so genau stimmt - für mich reichts. Wer's genau wissen will, kann sich immer noch eine 12-stündige Doku-DVD reinziehen :-)
Ach ja, das hatte ich hier ja alles schon mal ausgeführt :-) Interessiert aber keinen. Wie die Herdentiere beklatschen sie ihre eigene Verarschung, wobei die wohl eher unbeabsichtigt war. Oberflächliche Recherche eben, wie immer in solchen Fällen...
Interessiert sich hier irgendjemand für Jazzgeschichte? Hallo! ??? Nee, offenbar nicht :-(
@jonasnoackgruen Kannst mich ruhig duzen :-) Das Video hab ich aber schon verstanden, nur eben die Beispiele für den frühen Jazz nicht. Du bist stark Behrendt-beeinflusst, kann das sein? Der hatte auch keine Ahnung von den Jazzpionieren. Wahrscheinlich hat er sich noch nicht mal ihre Platten angehört, da er sehr auf die moderneren Stile fixiert war. Ich vertraue da doch eher Horst H. Lange, der diese Frühzeit tatsächlich erforscht hat und eben zu ganz anderen Ergebnissen kommt als Behrendt. :-)
@jonasnoackgruen "Dixielandjazz" und "New Orleans Jazz" sind wohl tatsächlich Wortschöpfungen der 30er Jahre, als der aktuelle Swing kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Jazz zu tun hatte und erste Back-to-the-roots Bewegungen einen New Orleans Stil erfanden, den es so nie gegeben hatte. Auch dieser schreckliche "Dixielandjazz" war nichts anderes als eine rückwärtsgewandte und oberflächliche Nostalgiegeschichte, die sich dann leider nochmal in den 50er und 70er Jahren wiederholte. Tja,..:-)
graem: Auch du beziehst dich auf J. E. Behrendt, der den frühen Jazz definitiv nur vom Hörensagen kannte, Nick LaRocca als "Zirkusmusiker" diffamierte und dessen zweitklassigen Kopisten King Oliver zum eigentlichen Protagonisten des Jazz machte. Wynton Marsalis wird dir applaudieren. Dennoch ist der Jazz eine italoamerikanische Innovation, so sehr gerade auch schwarze Musiker, Sängerinnen und Bandleader wie Moten, Henderson und Ellington diese Musik zur eigentlichen Kunstform erhoben :-)
Tolle Idee, allerdings ohne Faktenbezug, sorry! 1917 erschien die erste Jazzplatte der ODJB. Das waren weiße Musiker aus New Orleans, die den Jazz um 1915 erfunden und weiterentwickelt hatten. In Chicago und New York fand diese neue Musik sofort Anklang, aber nur die ODJB konnte sie spielen! Viele Musiker aus New Orleans nannten sich zwar plötzlich Jazzmusiker, aber etwas anderes als Marschmusik und Ragtime kannten sie nicht. Der spätere New Orleans Style war ein Re-Import aus dem Norden!
Der eigentliche Jazz entwickelte sich zwischen dem Ende der Zehner- und Zwanzigerjahre und für diesen immens wichtigen Zeitraum hast du gerade einmal zwei billige Kitschaufnahmen neueren Datums zu bieten. Das ist es, was mich dieses Video negativ bewerten lässt, denn offenbar interessiert dich diese Zeit ebensowenig wie die historischen Quellen im Allgemeinen. Es wäre doch überhaupt kein Problem gewesen, einige der zigtausend erhaltenen genialen Originalaufnahmen als Soundtrack zu posten. :-(
dancingwithfrogs 2 weeks ago 2
LOL
Aber da fehlt doch ein bisschen.
1900: Ragtime
1910: Dixiemusic
1920: Charleston & Swing
1930: Immer noch Swing
1940: Casinojazz, Bebop
1950: Latinojazz
usw...
Also ich finde den Ragtime und den Charleston am besten. Den die sind schnell und rhytmisch
Deutschland1093 2 months ago
@Deutschland1093
Ragtime, Dixiemusic und Bebop sind vertreten,
vielleicht wäre es eine gute Idee das Video anzusehen?!
lastsiteliving 3 weeks ago
Cool. Mit den Bildern und der Musik kriegt man ein wenig eine Vorstellung von der Entwicklung - auch wenn scheinbar nicht alles so genau stimmt - für mich reichts. Wer's genau wissen will, kann sich immer noch eine 12-stündige Doku-DVD reinziehen :-)
frusle 2 months ago
Wie heißt das erste Lied?
DeineZaubermaus 7 months ago
@DeineZaubermaus Go Down Moses / Let My People Go / When Israel Was In Egypt's Land (Heisst ganz verschieden ist aber das gleiche)
Diese Version kenne ich nicht, aber die von Armstrong ist auch nicht schlecht ;-)
fabimatch1312 4 months ago
Ach ja, das hatte ich hier ja alles schon mal ausgeführt :-) Interessiert aber keinen. Wie die Herdentiere beklatschen sie ihre eigene Verarschung, wobei die wohl eher unbeabsichtigt war. Oberflächliche Recherche eben, wie immer in solchen Fällen...
Interessiert sich hier irgendjemand für Jazzgeschichte? Hallo! ??? Nee, offenbar nicht :-(
dancingwithfrogs 9 months ago 3
@dancingwithfrogs Sie haben das Video nicht verstanden!
jonasnoackgruen 2 weeks ago
@jonasnoackgruen Kannst mich ruhig duzen :-) Das Video hab ich aber schon verstanden, nur eben die Beispiele für den frühen Jazz nicht. Du bist stark Behrendt-beeinflusst, kann das sein? Der hatte auch keine Ahnung von den Jazzpionieren. Wahrscheinlich hat er sich noch nicht mal ihre Platten angehört, da er sehr auf die moderneren Stile fixiert war. Ich vertraue da doch eher Horst H. Lange, der diese Frühzeit tatsächlich erforscht hat und eben zu ganz anderen Ergebnissen kommt als Behrendt. :-)
dancingwithfrogs 2 weeks ago
@jonasnoackgruen "Dixielandjazz" und "New Orleans Jazz" sind wohl tatsächlich Wortschöpfungen der 30er Jahre, als der aktuelle Swing kaum noch etwas mit dem ursprünglichen Jazz zu tun hatte und erste Back-to-the-roots Bewegungen einen New Orleans Stil erfanden, den es so nie gegeben hatte. Auch dieser schreckliche "Dixielandjazz" war nichts anderes als eine rückwärtsgewandte und oberflächliche Nostalgiegeschichte, die sich dann leider nochmal in den 50er und 70er Jahren wiederholte. Tja,..:-)
dancingwithfrogs 2 weeks ago
Sorry, aber der "New Orleans Jazz" ist eine Retro-Erfindung der 30er Jahre :-)
Und was hier fälschlich als "Dixielandjazz" bezeichnet wird, geht auf Nick LaRoccas ODJB zurück. Ab 1916 spielten die erstmals "Jass".
Und Swing ab 1925? Charleston und Black Bottom waren damals angesagt. Der Swing kam erst Ende der 20er mit Fletcher Henderson und Benny Moten.
Am schlimmsten an diesem Vid ist aber, daß die Musikbeispiele erst ab dem Bebop mit den vorgestellten Stilen übereinstimmen :-( Thumb down!!!
dancingwithfrogs 9 months ago
sehr gut!
FKNSTN 9 months ago
Sehr schön! Wie heißt die Musik bei 0:48 ? (Im Dixieland Teil) ?
JWD96 10 months ago
Großartig !!!
sehr schön einfach, verständlich und informativ !!!!
soerin007 11 months ago
Cool!
Jetzt wären noch die gespielten Stücke uund Interpreten interessant.
ASSMusik 1 year ago 10
graem: Auch du beziehst dich auf J. E. Behrendt, der den frühen Jazz definitiv nur vom Hörensagen kannte, Nick LaRocca als "Zirkusmusiker" diffamierte und dessen zweitklassigen Kopisten King Oliver zum eigentlichen Protagonisten des Jazz machte. Wynton Marsalis wird dir applaudieren. Dennoch ist der Jazz eine italoamerikanische Innovation, so sehr gerade auch schwarze Musiker, Sängerinnen und Bandleader wie Moten, Henderson und Ellington diese Musik zur eigentlichen Kunstform erhoben :-)
dancingwithfrogs 1 year ago
Man sollte die Jazzstile anders einteilen:
Ende 10er- bis Ende 20er-Jahre: Jazz (inkl. "Dixieland Jass", New Orleans Jazz, Chicago Jazz, Charleston, Harlem Jazz)
Ende 20er- bis Ende 30er-Jahre: Swing (zeitgleich: "New Orleans" und "Dixieland Revival Jazz", reiner Historismus)
Ende 30er- bis Ende 40er-Jahre: Bebop.
Dann kam der Cool Jazz, Latin Jazz, Free Jazz, Jazzrock und all die Weiterentwicklungen, die mit dem eigentlichen Jazz kaum noch etwas zu tun hatten.
dancingwithfrogs 1 year ago
Tolle Idee, allerdings ohne Faktenbezug, sorry! 1917 erschien die erste Jazzplatte der ODJB. Das waren weiße Musiker aus New Orleans, die den Jazz um 1915 erfunden und weiterentwickelt hatten. In Chicago und New York fand diese neue Musik sofort Anklang, aber nur die ODJB konnte sie spielen! Viele Musiker aus New Orleans nannten sich zwar plötzlich Jazzmusiker, aber etwas anderes als Marschmusik und Ragtime kannten sie nicht. Der spätere New Orleans Style war ein Re-Import aus dem Norden!
dancingwithfrogs 1 year ago
Sehr schön gemacht, bravo.
olibanwin 1 year ago