Na ja, wenn man sich anschaut wie Prinzig die Verhandlungen geleitet hat, kann man schon an überforderung denken. Rechtstaatlich gesehen hätte das ganze Verfahren eingestellt werden müssen nach all dem was schiefgelaufen ist. Und der Einfluss der USA war auch nicht so groß, man denke an den ganzen "Zirkus" wer alles gefragt werden mußte für den Mogadischu-Einsatz. Kanzler Schmidt hätte sich da niemals was vorschreiben lassen, die Mörder sind in einem anderen Umfeld zu suchen, weiter unten.
Meiner Recherchen nach, die noch immer laufen und laufen werden, hatte es damals mit ziemlicher Sicherheit wenig mit Überforderung zu tun. Es ist durchaus bekannt, dass zu der Zeit die USA einen erheblichen Einfluss auf die Handlungen der BRD-Regierung hatte. Das betraf auch Abläufe, die einen Weg gingen der in den Augen der USA der notwenig Richtige war. Welche Bedrohung die RAF für die USA darstellten, kann man in meinem Buch ganz gut erkennen. Daraus möge jeder seinen eigenen Schluss ziehen.
Bewaffnete Terroristen begehen kollektiven Selbstmord. Zwei mit Pistolen, die Mädels müssen halt improvisieren (mit stumpfem Besteckmesser auf sich selbst einstechen). Die begehen Selbstmord ohne mit den angeblichen Waffen vorher Geiseln zu nehmen. Ausgerechnet Baader, der keinen Hungerstreik durchsteht, erschießt sich auf Kommando. Doch sehr weltfremd oder ?
Sollten im Vorfeld einzeln stündlich erschossen werden (Vorschlag von Bundesanwalt Rebmann) um die Entführer der Landshut zur Aufgabe zu zwingen......ein Indiz dafür wie gering die Hemmschwelle zur Aufgabe des Rechtsstaats damals war. Ich glaube, wenn man mit gesundem Menschenverstand an dieses Thema herangeht, spricht vieles dafür, dass die bisherige Erklärung der Bundesrepublik nicht dem Tatsächlichen entspricht.
Ich bin weder ein "Linker" noch ein "Rechter" im Gegenteil, ich mag die BRD so wie sie ist. Gerade deswegen stören mich die Ungreimtheiten (Aussage von Irmgard Möller, Sand an den Schuhen von Bader, Akten unter Verschluss etc). Denke daß die Justiz damals einfach überfordert war und deswegen zu solchen mittel gegriffen hat. Um unseren Rechtsstaat zu schutzen sollten die Verantwortlichen endlich "auspacken" und nichts unter verschluss halten. Bei allem Verständniss glaube ich nicht an Suizid.
Letztlich, und das nicht im konkreten Bezug zur Todesnacht gesehen, ist die Definition "wer ist Terrorist" immer Situationsbedingt. So z.B. in Afghanistan, gegen Russland waren die Taliban Verbündete, wenn man die Rohstoffe braucht und sie wehren sich, werden sie zu Terroristen. Klingt in dieser Kurzfassung ziemlich pauschal. Grundsätzlich entspricht das den Tatsachen, meiner Wahrnemung nach.
Terroristen lässt man nicht leben. Terroristen gehören liquidiert, ohne Rücksicht darauf, dass man rechtsstaatlichen Prinzipien verpflichtet ist. Dieser Meinung scheinen heutzutage einige Führer westlicher Demokratien zu sein. Denn man lässt Terroristen erschießen (Osama Bin Laden in Pakistan) oder gezielt bombardieren (Gaddafi in Libyen). Damals,1977, gab es wie auf Bestellung die für die damalige Bundesregierung nützlichen Todesschüsse auf die in Stammheim einsitzenden Terroristen der RAF.
Der "Kollektive Selbstmord" der RAF-Spitze beendete 1977 die Erpressbarkeit der Bundesregierung durch Freipressungsversuche der RAF. Zwei der "Selbstmorde" (Genickschuss bei Baader, Schläfenschuss bei Raspe) waren wie Hinrichtungen inszeniert. Ohne diese zusätzliche Provokation hätten die Schleyer-Entführer womöglich nicht konkludent reagiert und Schleyer nicht gleich aus Rache erschossen. Dann hätte die Entführung fortgedauert. So aber war dies Problem für die Regierung gleich mit beseitigt.
ENDLICH. Dies war lange fällig (v.a., wo Weidenhammer's Buch lange verschollen ist und anscheinend auch bleibt). Ich habe mal eine Wette abgeschlossen, dass es (Suizid) so NICHT möglich war wie die offizielle BRD Geschichtsschreibung es uns vorschreibt, und das quasi als Experiment doch mal zu testen. Hab' aber nie mehr was davon vernommen...
...
loosekarrott 2 months ago
Unterdessen wird Helmut Schnautze jetzt fortwährend als Orakel gefeiert.
Schmidt, würde doch mal verdammt gerne wissen, was mit Gudrun Ensslin's 3 letzte Briefe geschah ..?
Leibo07 4 months ago
Na ja, wenn man sich anschaut wie Prinzig die Verhandlungen geleitet hat, kann man schon an überforderung denken. Rechtstaatlich gesehen hätte das ganze Verfahren eingestellt werden müssen nach all dem was schiefgelaufen ist. Und der Einfluss der USA war auch nicht so groß, man denke an den ganzen "Zirkus" wer alles gefragt werden mußte für den Mogadischu-Einsatz. Kanzler Schmidt hätte sich da niemals was vorschreiben lassen, die Mörder sind in einem anderen Umfeld zu suchen, weiter unten.
Seewolf619 6 months ago
Meiner Recherchen nach, die noch immer laufen und laufen werden, hatte es damals mit ziemlicher Sicherheit wenig mit Überforderung zu tun. Es ist durchaus bekannt, dass zu der Zeit die USA einen erheblichen Einfluss auf die Handlungen der BRD-Regierung hatte. Das betraf auch Abläufe, die einen Weg gingen der in den Augen der USA der notwenig Richtige war. Welche Bedrohung die RAF für die USA darstellten, kann man in meinem Buch ganz gut erkennen. Daraus möge jeder seinen eigenen Schluss ziehen.
emorpheus1977 6 months ago
@emorpheus1977
Bewaffnete Terroristen begehen kollektiven Selbstmord. Zwei mit Pistolen, die Mädels müssen halt improvisieren (mit stumpfem Besteckmesser auf sich selbst einstechen). Die begehen Selbstmord ohne mit den angeblichen Waffen vorher Geiseln zu nehmen. Ausgerechnet Baader, der keinen Hungerstreik durchsteht, erschießt sich auf Kommando. Doch sehr weltfremd oder ?
gerhard23071931 4 months ago
@emorpheus1977
Sollten im Vorfeld einzeln stündlich erschossen werden (Vorschlag von Bundesanwalt Rebmann) um die Entführer der Landshut zur Aufgabe zu zwingen......ein Indiz dafür wie gering die Hemmschwelle zur Aufgabe des Rechtsstaats damals war. Ich glaube, wenn man mit gesundem Menschenverstand an dieses Thema herangeht, spricht vieles dafür, dass die bisherige Erklärung der Bundesrepublik nicht dem Tatsächlichen entspricht.
gerhard23071931 4 months ago
Ich bin weder ein "Linker" noch ein "Rechter" im Gegenteil, ich mag die BRD so wie sie ist. Gerade deswegen stören mich die Ungreimtheiten (Aussage von Irmgard Möller, Sand an den Schuhen von Bader, Akten unter Verschluss etc). Denke daß die Justiz damals einfach überfordert war und deswegen zu solchen mittel gegriffen hat. Um unseren Rechtsstaat zu schutzen sollten die Verantwortlichen endlich "auspacken" und nichts unter verschluss halten. Bei allem Verständniss glaube ich nicht an Suizid.
Seewolf619 6 months ago
Letztlich, und das nicht im konkreten Bezug zur Todesnacht gesehen, ist die Definition "wer ist Terrorist" immer Situationsbedingt. So z.B. in Afghanistan, gegen Russland waren die Taliban Verbündete, wenn man die Rohstoffe braucht und sie wehren sich, werden sie zu Terroristen. Klingt in dieser Kurzfassung ziemlich pauschal. Grundsätzlich entspricht das den Tatsachen, meiner Wahrnemung nach.
h
emorpheus1977 8 months ago
Terroristen lässt man nicht leben. Terroristen gehören liquidiert, ohne Rücksicht darauf, dass man rechtsstaatlichen Prinzipien verpflichtet ist. Dieser Meinung scheinen heutzutage einige Führer westlicher Demokratien zu sein. Denn man lässt Terroristen erschießen (Osama Bin Laden in Pakistan) oder gezielt bombardieren (Gaddafi in Libyen). Damals,1977, gab es wie auf Bestellung die für die damalige Bundesregierung nützlichen Todesschüsse auf die in Stammheim einsitzenden Terroristen der RAF.
dastutweh 8 months ago
Der "Kollektive Selbstmord" der RAF-Spitze beendete 1977 die Erpressbarkeit der Bundesregierung durch Freipressungsversuche der RAF. Zwei der "Selbstmorde" (Genickschuss bei Baader, Schläfenschuss bei Raspe) waren wie Hinrichtungen inszeniert. Ohne diese zusätzliche Provokation hätten die Schleyer-Entführer womöglich nicht konkludent reagiert und Schleyer nicht gleich aus Rache erschossen. Dann hätte die Entführung fortgedauert. So aber war dies Problem für die Regierung gleich mit beseitigt.
dastutweh 9 months ago
ENDLICH. Dies war lange fällig (v.a., wo Weidenhammer's Buch lange verschollen ist und anscheinend auch bleibt). Ich habe mal eine Wette abgeschlossen, dass es (Suizid) so NICHT möglich war wie die offizielle BRD Geschichtsschreibung es uns vorschreibt, und das quasi als Experiment doch mal zu testen. Hab' aber nie mehr was davon vernommen...
Das Buch werde ich studieren.
Danke fürs hochladen !
CaptainBluebear08 9 months ago 4
Was sollen die Akten unter Verschluss? In einer Demokratie darf es keine Geheimnisse geben, denn das Volk sind wir.
riesenpimmel69 9 months ago 4