... durch das Verleihen eine Person "auserwählt" wurde, die eben nicht mehr wirklich Teil des Realwirtschaftssystems ist. Sie müsste rein theoretisch (wenn sie gut vorgesorgt hat) nicht mehr arbeiten. Finanziell gesehen ist diese Person wirklich gottähnlich.
interessant. Ich stimme zwar zu, das man Menschen bei der Wahl des Geldes nicht zwingen sollte. Problematisch ist nur das ungerecht sein rein vom Profit her am sinnvollsten ist.
Ich bin ebenso der Meinung das menschliche Arbeit Grundwert sein sollte und nicht die Waren selbst.
@seromaynh Die menschliche Arbeit hat, rein materiell gesehen, den Wert den andere für die dabei entstandenen Produkte bereit sind freiwillig zu zahlen. Über den moralischen oder ethischen Wert lässt sich wiederum streiten.
Geld arbeitet nicht. Ganz simpel. Einen Gewinn kann man auch ohne Zins vereinbaren. Der Zins ist neben der "normalen" Schuld (Schulden 100 Euro + 5 Euro Zins) eine zusätzliche Zwangsabgabe. Man kann einen Investoren auch anders beteiligen, zB am tatsächlichen Gewinn.
Es ändert sich trotzdem nichts daran das man irgendeinen Reichen braucht, mit Zins macht es eben fast jeder. Meiner Meinung nach verdreht ihr ein ungerechtes System so, das es gerecht scheint. Gute Arbeit ist es trotzdem, sehr ...
also ich glaub ja, wenn es jedem überlassen ist welches geld er benutzt und jeder neues geld mehr oder weniger kreieren kann, das sich dann fürher oder später das natürliche(mit wertverfall) durchsetzt, da ja die zirkulation viel höher ist. vielleicht hab ich da zu viel hoffnung in die intelligenz der menschen. aber wie heißt es so schön: die hoffnung stirbt zuletzt.
Die heutigen Linken haben anscheinend nicht einmal Marx gelesen, sondern berufen sich auf dubiose Schwundgeld-Phantasten. Auch das Geld aus dem Nichts ist Unfug, zumindest, wenn es sich aus dem Zins schöpfen soll...
Mittlerweile kann man aus verschiedene Metallen "Reaktor-Gold" herstellen. Es ist noch extrem rteuer, kann aber das Prinzip des Goldstandarts aushebeln, oder??
geht, würde eine sehr harte deflationäre Tendenzen hervorufen, weil der Mensch aber ein Gewohnheitstier ist, habe ich so meine Zweifel, ob ständig kleinere Gold-Lohnzahlungen akzeptiert würden (auch wenn Kaufkraft konstant bleibt oder steigt).
Ein weiteres Problem ist der internationale Handel, der würde auch ziemlich schwierig, da der weltweite FIAT Standard mit einem 100% gedecktem Goldstandard so seine Probleme hätte. Ich denke in Gold sparen und FIAT für den Alltagsaustausch doch sinnvoller.
@GermanInvestor Wir schreiben den Menschen wie gesagt ihr Geld nicht vor. Aber selbst mit einem Goldstandard würde sich am täglichen Leben und den Zahlungsgewohnheiten nichts ändern. Die Scheine die wir nutzen haben nur einen festen Wert hinterlegt und werden immer mehr wert.
@DieParteiderVernunft "Die Scheine die wir nutzen haben nur einen festen Wert hinterlegt und werden immer mehr wert."
...und das ist leider auch ein Trugschluss bzw. kein Naturgesetz. Geld ist das wert, was man dafür kaufen kann (heute und insb. für die Sparer in der Zukunft).
@GermanInvestor Das galt auch nur hypothetisch für einen Goldstandard. Da die Gold/Geldmenge sich nicht in dem rasanten Maß erweitern wird wie die Gütermenge steigt der Wert des Goldes/Geldes natürlich. Aber Grundsätzlich gilt natürlich, das Geld ist das Wert was man dafür kaufen kann. Daher wollen wir auch nicht ein Geldsystem festlegen sondern dem Bürger die Wahl überlassen welches er nutzt.
Vielleicht hilft manchem auch diese Vorstellung: Der Kreditnehmer könnte statt 11 Euro auch zehn Euro plus einem Apfel zurückzahlen, oder gleich elf Äpfel. Der Kreditgeber hätte Kredit plus Zins zurück. Der Kreditnehmer hat immer noch einen Apfelbaum, der weiter produziert so lange er existiert. Die Zinsen sind gedeckt. Niemand verliert etwas, alle profitieren. Niemand unterliegt irgendeinem Zwang. Bitte liked diesen Kommentar, den damit müsste die letzten Fragen beantwortet sein.
@OliverJanich ...Die anderen müssen nun hart arbeiten um den Mehrwert zu erwirtschaften, erwirtschaften sie sogar so viel, dass der Unternehmer in neues und produktiveres Material (Maschinen) investieren kann, um Geld zu sparen, damit sie den Kredit plus Zinsen zurückzahlen und trotzdem noch einen möglichst hohen Gewinn erwirtschaften können, werden dann die Arbeiter entlassen und fallen unters Existenzminimu. Gibt es den Zins, gibt es auch diesen scheinbar natürlichen Gegensatz..
Auf einen Planeten mit 10 Lebewesen wird Geld in Form von Lederstuecken eingefuehrt.
Jeder erhält 10 Stueck zu einen Zinsatz von 5%. Am Ende müssten 105 Stücke zurück gezahlt werden. Nachdem jedoch 100 Stücke zurück gezahlt wurden, befinden sich keine mehr im Umlauf. Wie sollen jetzt die fehlenden 5 Stücke erwirtschaftet werden? Es gibt auf diesen Planete keine mehr. Es kann alles mögliche erwirtschaftet werden, aber keine weiteren 5 Lederstücke.
@JuluJuly88 An wen werden denn die Lederstücke gezahlt? Was macht derjenige mit den Lederstücken? Es müssen also 11 Personen auf dem Planeten sein und von den Zinsen die die 10 Zahlen kauft sich der 11te die Waren die die 10 produzieren. Es ist also ein Kreislauf. Es sei denn die Lederstücke werden an einen Gott gezahlt der weder essen, trinken oder sich kleiden muss. ;)
@DieParteiderVernunft Die Sache ist die. Die übrigen 10 müssen doch auch essen oder sind die auch Götter? ;) Nehmen wir mal an ein Essen kostet 1 Lederstück. Und jeder kauft sich eins. Dann hätten alle erstmal ein Lederstück weniger also 9 und einer ein Stück mehr das von dem 11ten. Jetzt werden aber noch die 10% fällig. Unglücklicherweise noch bei einem der nur 9 hat. Das heißt er macht wieder Schulden. Es ist also ein Teufelskreis.
Beim Beispiel mit den Äpfeln muss man weiterdenken. Auf den elften Euro muss doch auch irgendjemand die Zinsen bezahlen. Was ich sagen will: Derjenige, der die Zinsen zurückzahlen kann, bekommt sein Geld von jemandem, der sie nicht zurückzahlen kann. Wenn einer Gewinn macht, dann macht ein anderer Verlust. Oder nicht?
@1hnns Eben nicht. Geschäfte werden nur eingegangen wenn beide Seiten einen Vorteil davon haben. Ausgenommen natürlich der Staat oder ein Krimineller zwingt jemanden zu etwas. Von daher ist es ein Mythos das bei Geschäften einer gewinnt und der andere verliert. Wenn dem so wäre würden die Menschen schlicht nicht handeln da sie ja keinen Vorteil davon hätten.
Was die Äpfel angeht so unterliegen Sie wahrscheinlich dem Irrglauben das der gezahlte Zins einfach so verschwinden würde. ...
@1hnns ... Mit dem gezahlten Zins bezahlt die Bank jedoch z.B. ihre Angestellten. Andere Kreditgeber geben das Geld für Produkte aus oder legen es an. Das heißt das der gezahlte Zins wieder dem Kreislauf zugeführt wird und von jedem durch erbringen von Dienstleistungen oder durch Produktion verdient werden kann. Das ganze System wird erst dadurch pervertiert das eine Institution die alleinige Macht über die Geldmenge hat und alles geld nur gegen Kredit ausgibt. ...
@1hnns ... Somit müssen Zinsen gezahlt werden mit Geld das es nicht geben kann da diese Institution des nie augegeben hat. Und wenn sie es täte dann wieder nur gegen Kredit. Diese Institution heißt Zentralbank und gehört entmachtet.
Um das Wirken der Zentralbank noch deutlicher zu machen: Stellen Sie sich vor es gibt nur mich und Sie. Ich bin der einzige der Geld drucken kann, leihe Ihnen etwas und will es morgen mit 10% Zins zurück.
Die Zentralbanken und das Geldmonopol sind das Übel.
Ich freue mich, dass eine Partei konkret zu diesem Thema Stellung nimmt.
Folgendes würde mich jedoch noch interessieren:
1.) Sie sagen bei 3:48, dass in einer Marktwirtschaft immer mehr produziert werden kann. Die Kritiker des Zinses behaupten, dass dieses Wachstum aufgrund einer Sättigung der Bedürfnisse immer langsamer vonstatten geht. Dadurch entstehen "Probleme" bei der Bedienung der Zinsen, da ja unser Geld ja durch Kredit entstanden ist. Wie sehen sie das?
@Technischer Herrn Janich war es eine Freude. Ich bin zwar nicht Herr Janich aber ich antworte trotzdem mal. Zum einen gibt es keinen Grund das das Wachstum langsamer vonstatten ginge. Auch in der Geschichte findet sich kein solches Beispiel sofern kein Staat in die Märkte eingegriffen hat. Die Bedürfnisse der Menschen sind nie vollkommen zu befriedigen. Von daher ist dies lediglich eine (falsche) Behauptung.
@Technischer ...Die Probleme bei der Bedienung der Zinsen in einem auf Kredit basierendem System gibt es jedoch tatsächlich. Das ist die logische Folge wenn die einzige Institution die Geld produziert, dieses gegen Zins verleiht. Das Grundübel jedoch ist das Geldmonopol in dem der Staat uns vorschreibt welches Geld wir zu verwenden haben. Hierdurch sind die Menschen gezwungen inflationäre Währungen zu verwenden und können nicht auf wertstabiles Geld ausweichen. ...
@Technischer ...Ließe man den Menschen die Wahl würden Kredit basierte Systeme in denen das Geld immer weniger Wert wird (da die Zinsen nur durch das Drucken neuen Geldes bedient werden können) schnell untergehen da sich die Menschen dem wertstabilsten Geld zuwenden würden.
@Technischer In dem Artikel "Liebe Frau Merkel, so funktioniert Wirtschaft, oder: das Recht des Schwächeren" erklärt Herr Janich weiteres dazu. Googlen die den Artikel doch einfach einmal.
Ich wüsste jetzt gar nicht wo ich mit meinen Kritikpunkten anfangen sollte...
Belassen wir es bei einem einfachen Fakt. Nämlich dass die Behauptung:"Es gibt ja keine Menschen die Geld annehmen würden, das immer weniger wert wird.", schlichtweg falsch ist.
Der "Waldviertler" ist zB Geld mit Ablaufdatum und nachdem man den Menschen in der Region erklärt hat, WARUM das seinen Sinn so hat... fingen sie mit Freude an, ihn zu verwenden ;-)
@Guvoro Also wenn die Menschen die Wahl haben zwischen 'Geld das immer weniger Wert wird und verfällt' oder 'Geld das immer mehr Wert wird und nicht verfällt' dann wird sich jeder Mensch für letzteres entscheiden.
Und wie schon gesagt, mit der pdv kann man solch ein Geld einführen und verwenden, solang man niemanden dazu zwingt. Die Menschen entscheiden sich dann schon für das Geld das Ihnen den größten Vorteil bringt.
@DieParteiderVernunft Dieser Rückschluss ist eben eine bloße Vermutung und kein schon eruierter Fakt. Wir "wissen" noch nicht, wie sich das bei verschiedenen Geldsystemen verhalten würde, jedoch begrüße ich die Haltung der PDV sehr, dass es den Menschen eben selbst überlassen sei, welchem Geldsystem sie sich zuwenden, welches sie etablieren wollen, wie auch immer...
Was wäre denn schlecht daran, den Zins, Aktiendividenden und ähnliche Zahlungen für den Geldverleih abzuschaffen? - Dann würde kein Geld mehr verliehen! Und man müsste es erst selbst erwirtschaften, um es dann in Sachwerte investieren zu können.
@wiederholer1 Das wird recht schnell zum Problem wenn Sie zum Beispiel eine Geschäftsidee haben und diese Umsetzen wollen. Sagen wir einfach sie benötigen dafür 300000 €. Da können Sie entweder die nächsten 30 Jahre für Arbeiten gehen und zuschauen wie die Idee von großen Konzernen umgesetzt wird bzw obsolet wird. Oder Sie leihen sich Geld und gründen ihr Unternehmen. Aber ohne Zins kein Geld. Resultat: Arm bleibt hoffnungslos Arm und nur Reich kann produzieren und reicher werden.
... durch das Verleihen eine Person "auserwählt" wurde, die eben nicht mehr wirklich Teil des Realwirtschaftssystems ist. Sie müsste rein theoretisch (wenn sie gut vorgesorgt hat) nicht mehr arbeiten. Finanziell gesehen ist diese Person wirklich gottähnlich.
Freiheitstraeumer 4 days ago
interessant. Ich stimme zwar zu, das man Menschen bei der Wahl des Geldes nicht zwingen sollte. Problematisch ist nur das ungerecht sein rein vom Profit her am sinnvollsten ist.
Ich bin ebenso der Meinung das menschliche Arbeit Grundwert sein sollte und nicht die Waren selbst.
seromaynh 1 month ago
@seromaynh Die menschliche Arbeit hat, rein materiell gesehen, den Wert den andere für die dabei entstandenen Produkte bereit sind freiwillig zu zahlen. Über den moralischen oder ethischen Wert lässt sich wiederum streiten.
DieParteiderVernunft 1 month ago
Geld arbeitet nicht. Ganz simpel. Einen Gewinn kann man auch ohne Zins vereinbaren. Der Zins ist neben der "normalen" Schuld (Schulden 100 Euro + 5 Euro Zins) eine zusätzliche Zwangsabgabe. Man kann einen Investoren auch anders beteiligen, zB am tatsächlichen Gewinn.
Es ändert sich trotzdem nichts daran das man irgendeinen Reichen braucht, mit Zins macht es eben fast jeder. Meiner Meinung nach verdreht ihr ein ungerechtes System so, das es gerecht scheint. Gute Arbeit ist es trotzdem, sehr ...
seromaynh 1 month ago
@seromaynh Ob man eine Gewinnbeteiligung oder einen Zins zahlt ist letztlich das gleiche.
DieParteiderVernunft 1 month ago 4
also ich glaub ja, wenn es jedem überlassen ist welches geld er benutzt und jeder neues geld mehr oder weniger kreieren kann, das sich dann fürher oder später das natürliche(mit wertverfall) durchsetzt, da ja die zirkulation viel höher ist. vielleicht hab ich da zu viel hoffnung in die intelligenz der menschen. aber wie heißt es so schön: die hoffnung stirbt zuletzt.
PS: danke PDV, das es euch gibt :)
mcxaxl 1 month ago
Die heutigen Linken haben anscheinend nicht einmal Marx gelesen, sondern berufen sich auf dubiose Schwundgeld-Phantasten. Auch das Geld aus dem Nichts ist Unfug, zumindest, wenn es sich aus dem Zins schöpfen soll...
57Tanja 1 month ago
Mittlerweile kann man aus verschiedene Metallen "Reaktor-Gold" herstellen. Es ist noch extrem rteuer, kann aber das Prinzip des Goldstandarts aushebeln, oder??
MakyEinz 2 months ago
@MakyEinz Was ist "Reaktor-Gold"?
DieParteiderVernunft 1 month ago
geht, würde eine sehr harte deflationäre Tendenzen hervorufen, weil der Mensch aber ein Gewohnheitstier ist, habe ich so meine Zweifel, ob ständig kleinere Gold-Lohnzahlungen akzeptiert würden (auch wenn Kaufkraft konstant bleibt oder steigt).
Ein weiteres Problem ist der internationale Handel, der würde auch ziemlich schwierig, da der weltweite FIAT Standard mit einem 100% gedecktem Goldstandard so seine Probleme hätte. Ich denke in Gold sparen und FIAT für den Alltagsaustausch doch sinnvoller.
GermanInvestor 2 months ago
@GermanInvestor Wir schreiben den Menschen wie gesagt ihr Geld nicht vor. Aber selbst mit einem Goldstandard würde sich am täglichen Leben und den Zahlungsgewohnheiten nichts ändern. Die Scheine die wir nutzen haben nur einen festen Wert hinterlegt und werden immer mehr wert.
DieParteiderVernunft 1 month ago
@DieParteiderVernunft "Die Scheine die wir nutzen haben nur einen festen Wert hinterlegt und werden immer mehr wert."
...und das ist leider auch ein Trugschluss bzw. kein Naturgesetz. Geld ist das wert, was man dafür kaufen kann (heute und insb. für die Sparer in der Zukunft).
GermanInvestor 1 month ago
@GermanInvestor Das galt auch nur hypothetisch für einen Goldstandard. Da die Gold/Geldmenge sich nicht in dem rasanten Maß erweitern wird wie die Gütermenge steigt der Wert des Goldes/Geldes natürlich. Aber Grundsätzlich gilt natürlich, das Geld ist das Wert was man dafür kaufen kann. Daher wollen wir auch nicht ein Geldsystem festlegen sondern dem Bürger die Wahl überlassen welches er nutzt.
DieParteiderVernunft 1 month ago
Vielleicht hilft manchem auch diese Vorstellung: Der Kreditnehmer könnte statt 11 Euro auch zehn Euro plus einem Apfel zurückzahlen, oder gleich elf Äpfel. Der Kreditgeber hätte Kredit plus Zins zurück. Der Kreditnehmer hat immer noch einen Apfelbaum, der weiter produziert so lange er existiert. Die Zinsen sind gedeckt. Niemand verliert etwas, alle profitieren. Niemand unterliegt irgendeinem Zwang. Bitte liked diesen Kommentar, den damit müsste die letzten Fragen beantwortet sein.
OliverJanich 2 months ago
@OliverJanich ...Die anderen müssen nun hart arbeiten um den Mehrwert zu erwirtschaften, erwirtschaften sie sogar so viel, dass der Unternehmer in neues und produktiveres Material (Maschinen) investieren kann, um Geld zu sparen, damit sie den Kredit plus Zinsen zurückzahlen und trotzdem noch einen möglichst hohen Gewinn erwirtschaften können, werden dann die Arbeiter entlassen und fallen unters Existenzminimu. Gibt es den Zins, gibt es auch diesen scheinbar natürlichen Gegensatz..
STEVOo92 1 month ago
1 Planet - 10 Lebewesen - 100 Lederstücke
Auf einen Planeten mit 10 Lebewesen wird Geld in Form von Lederstuecken eingefuehrt.
Jeder erhält 10 Stueck zu einen Zinsatz von 5%. Am Ende müssten 105 Stücke zurück gezahlt werden. Nachdem jedoch 100 Stücke zurück gezahlt wurden, befinden sich keine mehr im Umlauf. Wie sollen jetzt die fehlenden 5 Stücke erwirtschaftet werden? Es gibt auf diesen Planete keine mehr. Es kann alles mögliche erwirtschaftet werden, aber keine weiteren 5 Lederstücke.
JuluJuly88 2 months ago in playlist Einwände und Fragen zum Grundsatzprogramm der pdv
@JuluJuly88 An wen werden denn die Lederstücke gezahlt? Was macht derjenige mit den Lederstücken? Es müssen also 11 Personen auf dem Planeten sein und von den Zinsen die die 10 Zahlen kauft sich der 11te die Waren die die 10 produzieren. Es ist also ein Kreislauf. Es sei denn die Lederstücke werden an einen Gott gezahlt der weder essen, trinken oder sich kleiden muss. ;)
DieParteiderVernunft 1 month ago
@DieParteiderVernunft Die Sache ist die. Die übrigen 10 müssen doch auch essen oder sind die auch Götter? ;) Nehmen wir mal an ein Essen kostet 1 Lederstück. Und jeder kauft sich eins. Dann hätten alle erstmal ein Lederstück weniger also 9 und einer ein Stück mehr das von dem 11ten. Jetzt werden aber noch die 10% fällig. Unglücklicherweise noch bei einem der nur 9 hat. Das heißt er macht wieder Schulden. Es ist also ein Teufelskreis.
YUXOS 1 month ago
Beim Beispiel mit den Äpfeln muss man weiterdenken. Auf den elften Euro muss doch auch irgendjemand die Zinsen bezahlen. Was ich sagen will: Derjenige, der die Zinsen zurückzahlen kann, bekommt sein Geld von jemandem, der sie nicht zurückzahlen kann. Wenn einer Gewinn macht, dann macht ein anderer Verlust. Oder nicht?
1hnns 2 months ago
@1hnns Eben nicht. Geschäfte werden nur eingegangen wenn beide Seiten einen Vorteil davon haben. Ausgenommen natürlich der Staat oder ein Krimineller zwingt jemanden zu etwas. Von daher ist es ein Mythos das bei Geschäften einer gewinnt und der andere verliert. Wenn dem so wäre würden die Menschen schlicht nicht handeln da sie ja keinen Vorteil davon hätten.
Was die Äpfel angeht so unterliegen Sie wahrscheinlich dem Irrglauben das der gezahlte Zins einfach so verschwinden würde. ...
DieParteiderVernunft 2 months ago
@1hnns ... Mit dem gezahlten Zins bezahlt die Bank jedoch z.B. ihre Angestellten. Andere Kreditgeber geben das Geld für Produkte aus oder legen es an. Das heißt das der gezahlte Zins wieder dem Kreislauf zugeführt wird und von jedem durch erbringen von Dienstleistungen oder durch Produktion verdient werden kann. Das ganze System wird erst dadurch pervertiert das eine Institution die alleinige Macht über die Geldmenge hat und alles geld nur gegen Kredit ausgibt. ...
DieParteiderVernunft 2 months ago
@1hnns ... Somit müssen Zinsen gezahlt werden mit Geld das es nicht geben kann da diese Institution des nie augegeben hat. Und wenn sie es täte dann wieder nur gegen Kredit. Diese Institution heißt Zentralbank und gehört entmachtet.
Um das Wirken der Zentralbank noch deutlicher zu machen: Stellen Sie sich vor es gibt nur mich und Sie. Ich bin der einzige der Geld drucken kann, leihe Ihnen etwas und will es morgen mit 10% Zins zurück.
Die Zentralbanken und das Geldmonopol sind das Übel.
DieParteiderVernunft 2 months ago
Hallo Herr Janich,
Ich freue mich, dass eine Partei konkret zu diesem Thema Stellung nimmt.
Folgendes würde mich jedoch noch interessieren:
1.) Sie sagen bei 3:48, dass in einer Marktwirtschaft immer mehr produziert werden kann. Die Kritiker des Zinses behaupten, dass dieses Wachstum aufgrund einer Sättigung der Bedürfnisse immer langsamer vonstatten geht. Dadurch entstehen "Probleme" bei der Bedienung der Zinsen, da ja unser Geld ja durch Kredit entstanden ist. Wie sehen sie das?
Technischer 2 months ago
@Technischer Herrn Janich war es eine Freude. Ich bin zwar nicht Herr Janich aber ich antworte trotzdem mal. Zum einen gibt es keinen Grund das das Wachstum langsamer vonstatten ginge. Auch in der Geschichte findet sich kein solches Beispiel sofern kein Staat in die Märkte eingegriffen hat. Die Bedürfnisse der Menschen sind nie vollkommen zu befriedigen. Von daher ist dies lediglich eine (falsche) Behauptung.
...
DieParteiderVernunft 2 months ago
@Technischer ...Die Probleme bei der Bedienung der Zinsen in einem auf Kredit basierendem System gibt es jedoch tatsächlich. Das ist die logische Folge wenn die einzige Institution die Geld produziert, dieses gegen Zins verleiht. Das Grundübel jedoch ist das Geldmonopol in dem der Staat uns vorschreibt welches Geld wir zu verwenden haben. Hierdurch sind die Menschen gezwungen inflationäre Währungen zu verwenden und können nicht auf wertstabiles Geld ausweichen. ...
DieParteiderVernunft 2 months ago
@Technischer ...Ließe man den Menschen die Wahl würden Kredit basierte Systeme in denen das Geld immer weniger Wert wird (da die Zinsen nur durch das Drucken neuen Geldes bedient werden können) schnell untergehen da sich die Menschen dem wertstabilsten Geld zuwenden würden.
DieParteiderVernunft 2 months ago
@Technischer In dem Artikel "Liebe Frau Merkel, so funktioniert Wirtschaft, oder: das Recht des Schwächeren" erklärt Herr Janich weiteres dazu. Googlen die den Artikel doch einfach einmal.
MfG
DieParteiderVernunft 2 months ago
Ich wüsste jetzt gar nicht wo ich mit meinen Kritikpunkten anfangen sollte...
Belassen wir es bei einem einfachen Fakt. Nämlich dass die Behauptung:"Es gibt ja keine Menschen die Geld annehmen würden, das immer weniger wert wird.", schlichtweg falsch ist.
Der "Waldviertler" ist zB Geld mit Ablaufdatum und nachdem man den Menschen in der Region erklärt hat, WARUM das seinen Sinn so hat... fingen sie mit Freude an, ihn zu verwenden ;-)
Er wächst...
Kein Zwang zu irgendwas - Find ich gut :-D
Guvoro 2 months ago
@Guvoro Also wenn die Menschen die Wahl haben zwischen 'Geld das immer weniger Wert wird und verfällt' oder 'Geld das immer mehr Wert wird und nicht verfällt' dann wird sich jeder Mensch für letzteres entscheiden.
Und wie schon gesagt, mit der pdv kann man solch ein Geld einführen und verwenden, solang man niemanden dazu zwingt. Die Menschen entscheiden sich dann schon für das Geld das Ihnen den größten Vorteil bringt.
DieParteiderVernunft 2 months ago
@DieParteiderVernunft Dieser Rückschluss ist eben eine bloße Vermutung und kein schon eruierter Fakt. Wir "wissen" noch nicht, wie sich das bei verschiedenen Geldsystemen verhalten würde, jedoch begrüße ich die Haltung der PDV sehr, dass es den Menschen eben selbst überlassen sei, welchem Geldsystem sie sich zuwenden, welches sie etablieren wollen, wie auch immer...
"Möge das Bessere gewinnen!" :-)
Guvoro 2 months ago
Was wäre denn schlecht daran, den Zins, Aktiendividenden und ähnliche Zahlungen für den Geldverleih abzuschaffen? - Dann würde kein Geld mehr verliehen! Und man müsste es erst selbst erwirtschaften, um es dann in Sachwerte investieren zu können.
wiederholer1 2 months ago
@wiederholer1 Das wird recht schnell zum Problem wenn Sie zum Beispiel eine Geschäftsidee haben und diese Umsetzen wollen. Sagen wir einfach sie benötigen dafür 300000 €. Da können Sie entweder die nächsten 30 Jahre für Arbeiten gehen und zuschauen wie die Idee von großen Konzernen umgesetzt wird bzw obsolet wird. Oder Sie leihen sich Geld und gründen ihr Unternehmen. Aber ohne Zins kein Geld. Resultat: Arm bleibt hoffnungslos Arm und nur Reich kann produzieren und reicher werden.
DieParteiderVernunft 2 months ago