Added: 3 years ago
From: klever34
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  • b r o n t a l is

  • Ulrich Dibelius hat das so ähnlich bereits 1965 in seinem Buch "Moderne Musik" formuliert: "Es ist fürwahr ein misslicher Umstand, dass Musikhörer nicht eigentlich die Musik, sondern die ausgelösten Assoziationen und Empfindungen wahrnehmen und registrieren, also nicht das, was klingt, sondern das, was in ihnen widerklingt."

  • das ist voll das dummgewäsch

  • Die Menschen nennen gerne dumm,was sie nicht verstehen.

  • die neue Musik erlaubt Leuten, die sich ein bisschen mit Musik auskennen, so zu tun, als wüssten sie was sie machen, auch wenn sie in wirklichkeit den Zufall entscheiden lassen, was sie da hinkritzeln...und die Leute die so gebildet tun, als würden sie verstehen was der Komponist meint, sind nur noch lächerlich naiv!

  • Ich gehöre nicht zu den Leuten, die sagen "Neue Musik gehört verboten". Ich kann mich zB für Anton Weberns Spätwerk (ist ja schon ein Klassiker :-) begeistern ... Diese filigranen Strukturen, diese leuchtenden Harmonien ... Die ich in Rihms (scheinbar eher intuitiver) Musik vermisse. Oder die "alten neuen" Klänge in der Musik von Arvo Pärt. Obwohl diese Musik "neu" ist, finden Hörer hier spontan den Zugang, ohne erst neue Musik studiert zu haben. Warum geht bitte nicht mehr von der Sorte?

  • Von Wolfgang Rihm gibt's ja hier auf Youtube auch einen Ausschnitt aus "In-Schrift", wo - wie so mancher dort bemerkte - die Musiker zu sportlichen Höchstleistungen auflaufen. Sie wirken angestrengt, und so scheint mir auch die Musik: Man strengt sich an (da man musikphilosophisch so eingenordet wurde), das klingend zu machen, was es zuvor noch nicht gab. Das wird immer schwieriger ... Rihms Musik beeindruckt (oft) mit Klanggewalt (Nähe zur Filmmusik!), was aber ist mit dem musikalischen Inhalt?

  • Das Erleben und Gefallen von Musik hat nichts mit hörgewohnheiten zu tun, sondern ist eine ganz unspektakuläre Angelegenheit. Da müsste ich mich ja jeden tag an die strasse setzen und den geräuschen fahrender autos genüsslich lauschen,weil ich seit der Kindheit von Autos umgeben bin. Diese Worte Rihms sind wieder ein mal der klägliche Versuch mithielfe einer Pseudo-aufgeschlossenheit Vertändnis für langweilige Hässlichkeit in der Musik aufzubringen.Oh Mann, das riecht so stark nach Verwesung..

  • Klar verstehe ich das.

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  • Diese Paar Sätze zeigen auf unfreiwillig komische Art und Weise wie tief die Sackgasse ist, in der die Neutöner stecken - überhaupt die sogenannte "Neue" Musik.

    Bereits in die Jahre gekommen, ein trauriges Relikt ihrer Selbst, wird diese Musik von grauen, unsexy Akademikern konserviert und gepflegt.

    O Mann... Wann kommt ein Begabter, der uns wieder mit tiefen aber hörbaren Klängen entzückt, sowie in der Malerei oder Literatur schon geschieht?

  • Nachdem ich mir hier alle Kommentare angesehen habe, hätt ich hier mal ne Bitte an all die obertoleranten Neuemusikfans: bitteschön nicht etwas als Spam kennzeichnen, nur weil es mal ein wenig Kritik an ihrer heiligen Eminenz der bürgerlichen Hochkultur übt, das wirft echt kein gutes Licht auf euch, liebe Leute.

  • Der letzte Satz ist echt lustig. Immerhin ist der Mann einer der Hauptverantwortlichen für die akademischen Lebenserhaltungsmaßnahmen eines ohne pädagogisch viel zu gut gemeinter Subventionierung kläglich scheiternden Bildungsbürgerfetischs.

  • ein Protagonist des konstruierten Komponierens, ohne jegliche Inspiration. Ich bin so viel Pädagoge, dass ich fordere bei dieser "Musik" sofort wegzuhören

  • Ich finde das eigentlich ziemlich gut nachzuvollziehen was er hier sagt.

  • @therealpianodude Allerdings auch so viel Schwachkopf, um hier so einen Stuss zu schreiben.

  • Schlechthin, ein einzigartiger Komponist und Künstler.

  • mein gott! bin ich froh! stellt euch vor, er hätte von uns gefordet, den höhrwinkel zu erweitern, um bezüge zu scheinbar danebenliegenden klangereignissen zu erhalten! das hätte ja einem pädagogisch direkt abstrusen wahnsinn geglichen!

  • Vielen Dank, Ein grossartig Komponist

  • Ja. Es geht um Hörgewohnheiten.

    Es gibt Klänge, an die man gewöhnt ist, und solche, die dem jew. Hörer neu sind. Die gewohnten lässt er zu, die ungewohnten werden als "daneben" empfunden.

    Doch von dem Gewohnten zum Ungewohnten können sich Stück für Stück dem Hörer Bezüge und Verständis eröffnen.

    Soweit mein Versuch, es anderes auszudrücken,

    Doch so schön und verständlich (!) wie Rihm kann ich es nicht.

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