Sehr guter Fernsehbeitrag. Was aber oft vergessen wird: schon die erste Jetgeneration der Luftwaffe erlitt starke Verluste - damals flogen ja auch noch Uffze. - in den beginnenden 1960er Jahren dachte man wohl, bald sind wir aus dem Gröbsten raus. Dann spitzte sich die Lage 1965/66 mit der F-104 zu, daher das Aufsehen und die Enttäuschung. Abgesehen von der FJS-Story etc.
Die Mirage wär a super gewesen, die Franzosen bauen auch ka Scheiße. Naja, bin über unern Tornado und den Eurofighter froh, aber der Tornado ist immer no das geilste Flugzeug, das Ding hat einfach ein Herz.
Eine kleine Info am Rande: Am Mittwoch, den 07.04.2010 um 20.15 Uhr zeigt der Sender ARTE in einer Erstausstrahlung die Dokumentation "Starfighter - Mit Hightech in den Tod"
...hat schon mal jemand darüber nachgedacht dass über 800 von der F104 in Deutschland in Lizenz gebaut worden sind? Dassault (Mirage) wollte das nicht, aber Strauss wollte auch die Deutsche Wirtschaft stärken. Und Lockheed hatte nichts gegen den Lizenzbau.
Von den 2.579 gebauten F-104 wurden 745 Stück in den USA bei Lockheed gebaut, 633 Stück in Deutschland bei MBB, Fokker und Messerschmitt, 457 Stück in Italien bei Fiat und Aeritalia, 340 Stück in Kanada bei Canadair, 207 Stück in Japan bei Mitsubishi und 197 Stück in Belgien bei SABCA.
Lockheed befürwortete den Bau des Starfighters bis 1979 in Europa, Japan und Kanada weil es in den USA keinen Markt für die F-104 gab. Die letzten Starfighter der US Air Force wurden bereits im Jahr 1969 ausgemustert.
Kai-Uwe von Hassel war mit dem Tod seines Sohnes gestraft.
Wilhelm Schlötterer hat in seinem Buch: "Macht und Mißbrauch" als oberster Finanzbeamter die Machenschaften der CSU 2009 offengelegt und sagt: Man muß prüfen, woher Strauß sein Vermögen hatte.
Der Spiegel berichtete 1966 über das Zustandekommen des Vertrages:
Geld - an Strauß!
Kai-Uwe v. Hassel hielt - nachdem er Verteidigungsminister geworden war, am Starfighter fest. Die Toten spielten keine Rolle. Sein eigener Sohn, Joachim v Hassel, stürzte i. K-U. Hassels Amtszeit ebenso ab.
Die Akten waren 30 Jahre unter Verschluß - diese Zeit wurde nochmals um 30 Jahre verlängert.
Unverständlich! Zu diesem Zeitpunkt wusste man, dass die Mirage das weitaus bessere und sicherere Flugzeug war. 116 tote Piloten, unglaublich! Das ist einmalig in der Fluggeschichte.
Das die Mirage III das technisch bessere Flugzeug war wußte damals jeder, wahrscheinlich auch Verteidigungsminister Strauß. Aber 10 Millionen US-Dollar Schmiergeld waren halt ein starkes Argument. Mit solchen Praktiken konnte Lockheed seinen bei der US Air Force durchgefallenen Jet wenigstens nach Europa und Japan verkaufen!
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Wieder eine Doku die die damalige Meinungsmache der Medien stützt. So wurde das ganze politische Hickhack auf dem Rücken eines Flugzeugs ausgetragen. Die Piloten jedenfalls hatten eine hohe Meinung von ihrer "Königin" so wurde sie genannt. In den Dokus fragt aber kaum jemand die Piloten. Seht euch die Doku "Und sie liebten sie doch, 25 Jahre Starfighter in der Bundeswehr" an, dort kommen auch die Piloten zu Wort.
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Ja, aber das sind keine Einsatzpiloten mehr. Man muß die 104 in der Zeit sehen wo sie geflogen ist. Ich bin mit ihr "groß" geworden, hab auf Ihr Mech gelernt. Die Berichterstattung ist zu einseitig, wobei ich mich frage was das jetzt überhaupt noch soll. Wo erfahre ich was über die 45 abgestürzten Tornados, wo etwas über die nicht wenigen Opfer der F-86 oder der Fiat G91? Und das waren im Vergleich Flieger für den Sonntagsausflug. Nicht böse sein, aber dieser Bericht ist so nicht fair.
Gegen Ende seiner Dienstzeit war der Starfighter bei vielen Piloten beliebt, das stimmt. Vielleicht liegt es daran das man die ganzen technischen Probleme die dieses Flugzeug hatte, so ab Mitte der 80er Jahre einigermaßen in den Griff bekommen hat.
Der Starfighter hat wohl deshalb einen solch schlechten Ruf, weil bei der Beschaffung von Lockheed angeblich 10 Millionen US-Dollar Schmiergeld geflossen sind. Und 292 abgestürzte Maschinen mit 116 toten Piloten sind auch nicht gerade wenig!
@Katharsis0815 Jedes Kampfflugzeug ist eine Zicke. Ein Tornado oder Eurofighter bleibt nur dank der heutigen Computer in der Luft. Die gab es damals noch nicht.
Man braucht nur 5 min ansehen und Piloten kommen zu Wort. Also was soll der Quatsch, Piloten kämen nicht zu Wort, auch der Quatsch von wegen "auf dem Rücken eines Flgzeugs", hier geht es nicht um die Liebe zu einem Flugzeug sondern um Korruption um jeden Preis- selbst Menschenleben!
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Wie fast alle Dokumentationen des deutschen Fernsehens ist auch diese Doku sachlich in gleich mehreren Belangen falsch. Da hilft auch der General a.D. Schmückle nicht viel. Seine Behauptung, Messerschmitt hätte ein Flugzeug aus dem 2. Weltkrieg an die Bundeswehr verkaufen wollen, ist Blödsinn. Der Mann mag Sprecher des BMVg gewesen sein, von Flugzeugen hat er offenbar keine Ahnung.
Die Aussage die deutsche Luftfahrtindustrie wäre nicht in der Lage gewesen einen eigen Überschalljäger herzustellen, ist einfach falsch. Immer wieder wurden Forschungsaufträge des BMdV erteilt, die zu vielversprechenden Projekten führten bei Erreichen der Produktionsreife wurde dann nie ein Auftrag erteilt, z.B. die Projekte von Senkrechtstartern, ähnlich dem Harrier. Stattdessen wurde es Lockheed ermöglicht seinen bei der USAF durchgefallenen Jet wenigstens nach Deutschland zu verkaufen.
Sehr guter Fernsehbeitrag. Was aber oft vergessen wird: schon die erste Jetgeneration der Luftwaffe erlitt starke Verluste - damals flogen ja auch noch Uffze. - in den beginnenden 1960er Jahren dachte man wohl, bald sind wir aus dem Gröbsten raus. Dann spitzte sich die Lage 1965/66 mit der F-104 zu, daher das Aufsehen und die Enttäuschung. Abgesehen von der FJS-Story etc.
widiotic 8 months ago
Leutz...Europa bastelt en Transportflugzeug das unbestritten und begnadeterweise alles kann was sich ne Streitkraft nur wünschen kann!!!
UND??? Die USA kaufen ihren eigenen Dreck!!! Korruption? Hahhahahahhaaa...
ruppel1968 8 months ago
@ruppel1968 Meinst du den A400M ? Die fliegt doch nicht die Schrottkiste. Da ist man ja in nem Sarg besser unterwegs.
pi314159t 5 months ago
ich halte mich mich an die fakten und die fakten sagen : scheiß ding , vllt nicht ganz so scheiße wie gesagt , aber scheiße .
Chefundheilsbringer 1 year ago
Die Mirage wär a super gewesen, die Franzosen bauen auch ka Scheiße. Naja, bin über unern Tornado und den Eurofighter froh, aber der Tornado ist immer no das geilste Flugzeug, das Ding hat einfach ein Herz.
TroTLF 1 year ago
Die Mirage III würde aber nur geliefert werden und wir bekämen kein Knowhow.
Der Sinn des Kaufes war u.a. dass die Flugzeug IN Deutschland gebaut und weiterentwickelt wurden.
Somit bauten wir Luftfahrwissen auf und als Folge davon: Taataaa: AIRBUS !
Wolfprinz38 1 year ago
sie war nur....schön.....und .....schnell
salvatorearcilesi 1 year ago
Widowmaker
ozeangruen 1 year ago
Eine kleine Info am Rande: Am Mittwoch, den 07.04.2010 um 20.15 Uhr zeigt der Sender ARTE in einer Erstausstrahlung die Dokumentation "Starfighter - Mit Hightech in den Tod"
cyberarmy007 1 year ago 7
...hat schon mal jemand darüber nachgedacht dass über 800 von der F104 in Deutschland in Lizenz gebaut worden sind? Dassault (Mirage) wollte das nicht, aber Strauss wollte auch die Deutsche Wirtschaft stärken. Und Lockheed hatte nichts gegen den Lizenzbau.
104Doc 2 years ago
@104Doc
Von den 2.579 gebauten F-104 wurden 745 Stück in den USA bei Lockheed gebaut, 633 Stück in Deutschland bei MBB, Fokker und Messerschmitt, 457 Stück in Italien bei Fiat und Aeritalia, 340 Stück in Kanada bei Canadair, 207 Stück in Japan bei Mitsubishi und 197 Stück in Belgien bei SABCA.
cyberarmy007 2 years ago 7
@104Doc
Lockheed befürwortete den Bau des Starfighters bis 1979 in Europa, Japan und Kanada weil es in den USA keinen Markt für die F-104 gab. Die letzten Starfighter der US Air Force wurden bereits im Jahr 1969 ausgemustert.
cyberarmy007 2 years ago 7
Strauß handelte kriminell!
Kai-Uwe von Hassel war mit dem Tod seines Sohnes gestraft.
Wilhelm Schlötterer hat in seinem Buch: "Macht und Mißbrauch" als oberster Finanzbeamter die Machenschaften der CSU 2009 offengelegt und sagt: Man muß prüfen, woher Strauß sein Vermögen hatte.
12Medici 2 years ago 7
160 Tote Piloten - 290 abgestürzte Maschinen!
F.J. Strauß wollte dieses Projekt unbedingt!
Der Spiegel berichtete 1966 über das Zustandekommen des Vertrages:
Geld - an Strauß!
Kai-Uwe v. Hassel hielt - nachdem er Verteidigungsminister geworden war, am Starfighter fest. Die Toten spielten keine Rolle. Sein eigener Sohn, Joachim v Hassel, stürzte i. K-U. Hassels Amtszeit ebenso ab.
Die Akten waren 30 Jahre unter Verschluß - diese Zeit wurde nochmals um 30 Jahre verlängert.
12Medici 2 years ago 4
Der letzte Starfighter-Absturz der deutschen Luftwaffe war im April 1989. Es war eine TF-104G vom WTD 61 in Manching.
cyberarmy007 2 years ago 11
Unverständlich! Zu diesem Zeitpunkt wusste man, dass die Mirage das weitaus bessere und sicherere Flugzeug war. 116 tote Piloten, unglaublich! Das ist einmalig in der Fluggeschichte.
66mra 2 years ago 4
@66mra
Das die Mirage III das technisch bessere Flugzeug war wußte damals jeder, wahrscheinlich auch Verteidigungsminister Strauß. Aber 10 Millionen US-Dollar Schmiergeld waren halt ein starkes Argument. Mit solchen Praktiken konnte Lockheed seinen bei der US Air Force durchgefallenen Jet wenigstens nach Europa und Japan verkaufen!
cyberarmy007 2 years ago 16
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Wieder eine Doku die die damalige Meinungsmache der Medien stützt. So wurde das ganze politische Hickhack auf dem Rücken eines Flugzeugs ausgetragen. Die Piloten jedenfalls hatten eine hohe Meinung von ihrer "Königin" so wurde sie genannt. In den Dokus fragt aber kaum jemand die Piloten. Seht euch die Doku "Und sie liebten sie doch, 25 Jahre Starfighter in der Bundeswehr" an, dort kommen auch die Piloten zu Wort.
FrechdachsEmd 2 years ago
...hier auch.
Harti2000 2 years ago 4
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Ja, aber das sind keine Einsatzpiloten mehr. Man muß die 104 in der Zeit sehen wo sie geflogen ist. Ich bin mit ihr "groß" geworden, hab auf Ihr Mech gelernt. Die Berichterstattung ist zu einseitig, wobei ich mich frage was das jetzt überhaupt noch soll. Wo erfahre ich was über die 45 abgestürzten Tornados, wo etwas über die nicht wenigen Opfer der F-86 oder der Fiat G91? Und das waren im Vergleich Flieger für den Sonntagsausflug. Nicht böse sein, aber dieser Bericht ist so nicht fair.
FrechdachsEmd 2 years ago
Gegen Ende seiner Dienstzeit war der Starfighter bei vielen Piloten beliebt, das stimmt. Vielleicht liegt es daran das man die ganzen technischen Probleme die dieses Flugzeug hatte, so ab Mitte der 80er Jahre einigermaßen in den Griff bekommen hat.
Der Starfighter hat wohl deshalb einen solch schlechten Ruf, weil bei der Beschaffung von Lockheed angeblich 10 Millionen US-Dollar Schmiergeld geflossen sind. Und 292 abgestürzte Maschinen mit 116 toten Piloten sind auch nicht gerade wenig!
cyberarmy007 2 years ago 4
@FrechdachsEmd war sie nicht auch bei den Piloten eher unbeliebt ?
agt334 1 year ago
@FrechdachsEmd wenn das flugzeug keine "zicke" gewesen wäre, dann wären davon nicht so viele abgestürzt. so einfach die formel...
Katharsis0815 1 year ago
@Katharsis0815 Jedes Kampfflugzeug ist eine Zicke. Ein Tornado oder Eurofighter bleibt nur dank der heutigen Computer in der Luft. Die gab es damals noch nicht.
Letzter Komentar zu dem Thema von mir!
FrechdachsEmd 1 year ago
@FrechdachsEmd Der Tornado ist kein Fly-By-Wire-Flugzeug;)
T1w4z 10 months ago
@T1w4z Ach ne? Dann hab ich vier Jahre an den falschen Tornados geschraubt... die hatten alle FBW...
FrechdachsEmd 10 months ago
@Katharsis0815 guckst du 916-starfighter.de
FrechdachsEmd 1 year ago
@FrechdachsEmd
Man braucht nur 5 min ansehen und Piloten kommen zu Wort. Also was soll der Quatsch, Piloten kämen nicht zu Wort, auch der Quatsch von wegen "auf dem Rücken eines Flgzeugs", hier geht es nicht um die Liebe zu einem Flugzeug sondern um Korruption um jeden Preis- selbst Menschenleben!
JoachimB70 9 months ago
This comment has received too many negative votes show
Wie fast alle Dokumentationen des deutschen Fernsehens ist auch diese Doku sachlich in gleich mehreren Belangen falsch. Da hilft auch der General a.D. Schmückle nicht viel. Seine Behauptung, Messerschmitt hätte ein Flugzeug aus dem 2. Weltkrieg an die Bundeswehr verkaufen wollen, ist Blödsinn. Der Mann mag Sprecher des BMVg gewesen sein, von Flugzeugen hat er offenbar keine Ahnung.
Sturmwelle 2 years ago
Die Aussage die deutsche Luftfahrtindustrie wäre nicht in der Lage gewesen einen eigen Überschalljäger herzustellen, ist einfach falsch. Immer wieder wurden Forschungsaufträge des BMdV erteilt, die zu vielversprechenden Projekten führten bei Erreichen der Produktionsreife wurde dann nie ein Auftrag erteilt, z.B. die Projekte von Senkrechtstartern, ähnlich dem Harrier. Stattdessen wurde es Lockheed ermöglicht seinen bei der USAF durchgefallenen Jet wenigstens nach Deutschland zu verkaufen.
Onkelfubbe 2 years ago 5
Sehr interessante Dokumentation. Danke fürs hochladen!
cyberarmy007 2 years ago 5
Sehr gut.
Panzerargento 2 years ago 5