Added: 1 year ago
From: NetzKaiser
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All Comments (45)

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  • Ich stimme Rand voll und ganz zu. Früher habe ich etwa gedacht, Microsoft sei ein Monopol, aber Rand's Argumente plus meine Erfahrungen in der Industrie haben mich davon überzeugt, dass es ohne Regierungsprivilegien (die MS nicht hat) keine Monopole gibt. Wenn eine Firma keine Konkurrenz hat, kann das durchaus bedeuten, das kein anderer es drauf hat. So ist es in der Regel.

  • @john42t Ja, ich auch. Aber oft genug ist das auch nicht mehr das Argument Es heißt dann irgendwie nur noch:

    "Ich kann nicht begründen warum, aber es ist besser, wenn der Staat es macht."

    Ich vewrsuche noch rauszufinden, was wirklich dahinter steckt. Oder wie die Argumentation funktioniert, die so verbreitet ist und doch keiner näher erklären kann.

  • @NetzKaiser In wie weit bist du mit dem Objektivismus vertraut? Denn Rand gibt gute Erklärung dafür, zumindest im Ansatz. Die Leute können sich mit Großunternehmen nicht identifizieren. Sie scheinen keinen Einfluss auf diese zu haben. Aber sie glauben an einen Einfluß auf die Regierung - schließlich gibt es wahlen. Es ist ein rein egoistischer und opportunistischer Grund. Es ist derselbe Grund, aus dem sich die Befürwortung öffentlicher Bildung und des Wohlfahrtsstaates speißt.

  • @john42t Naja, kaum. Ich lese das Buch CAPITALISM von ihr und sonst vielleicht hier und da etwas im Internet. Es geht aber auch nicht wirklich darum was sie denkt. Es ist zwar manchmal auch sehr lehrreich, wenn jemand von außen versucht das zu erklären, aber ich frage gerne die Leute direkt. Nur konnte es mir noch keiner von denen befriedigend erklären. Aber vielleicht ist es auch so wie mit Polizei und Militär wovon ich mich auch so schwer trennen kann.

  • @NetzKaiser Was sie denkt ist irrelevant, richtig. Meine Frage zielte nur darauf, was für einen Hintergrund du hast. Ich hatte damals mit "Philosophy, who needs it." angefangen und halte es auch für den besten Einstieg. Dort wird nämlich unter anderem thematisiert, welche Motivation die Menschen haben, falsche Ideen unter die Leute zu bringen. Was ist das mit der Polizei und dem Militär?

  • @john42t Meine anarchokapitalistische Phase. :-D Sollte es Militär und Polizei geben oder kann man das auch durch private Sicherheitsfirmen regeln?

    Ich denke, dass es grundsätzlich auch privat klappen müüsste. Aber aus irgendeinen mir selber nicht ganz richtig bewussten Grund, habe ich Angst davor, dass es keine staatliche Polizei und Armee mehr gibt. Ich befürchte dass es doch nicht funktioniert.

    Dabei kann ich mich nicht daran erinnern, dass die Polizei schon mal was für mich getan hat.

  • @NetzKaiser Im gegenteil. Immer wenn ich bei der Polizei war, damit sie mir hilft, hat sie mich bitterlich enttäuscht und konnte nicht helfen.

  • @NetzKaiser Ich habe nichts gegen private Sicherheitsfirmen wie Blackwater oder derartiges. Aber AnCaps wollen ja das Rechtsystem selbst in Unternehmen ausgliedern, mit denen die Bürger dann Veträge abschließen. Die sollen dann auf dem selben Grund und Boden konkurrieren. Wie das gehen soll, ist mir schleierhaft. Wenn die Territorien getrennt sind, würde es gehen. Das nennt man dann aber Monarchie. So ein Modell schwebt etwa H.H. Hoppe vor (der nennt sich selber auch AnCap).

  • @john42t Ja, ich glaube auch du mhast Recht es geht nur durch zumindest räumliche Trennung. Alles andere kann man lieber gleich wieder vergessen. Man kann zwar hoffen, dass sich das so wie Parallelgesellschaften heute automatisch bildet. Aber das ist mir auch alles zu zweifelhaft.

  • @NetzKaiser Jede Veränderung wird ohnehin schleichend kommen. Keine gewaltsame Revolution hat je irgendetwas gutes gebracht. Ich gehe fest davon aus, dass die Staaten sich über die nächsten 50-100 Jahre minimalisieren werden. Danach wird selbst Militär und Justiz nur noch wenig gebraucht werden, weil die Leute extrem vernünftig (sprich rational egoistisch) geworden sind.

  • @john42t Ich bin nicht so optimistisch, aber hoffen wir es mal. Manchmal bin ich auch echt positiv überrascht wie viele positive Rückmeldungen ich bekomme. Oder wenn ich sehe, dass so was wie freiwilligfrei so viele positive Reaktionen bekommt.

  • @NetzKaiser Es wird schon eine spezielle Auslese sein, die überhaupt solche Videos findet. Ich sehe vor allem englisches YouTube, da in D diese Ideen kaum bekannt sind. Ich bin vor gut 2 Jahren über eine Rechersche der Tea Party Bewegung auf Ayn Rand gestoßen. Seit dem hat sich mein Weltbild drastisch geändert. Die meisten Deutschen sind jetzt weit weg von mir, aber dennoch wird es besser.

  • @john42t Stimmt schon ich bin glaube durch den Anarchokapitalismus auf sie zum ersten mal gestoßen. Es heißt halt oft, dass sie viele insperiert hat, die dann der Meinung waren, wenn man ihre Ideen konsequent umsetzt müsste etwas anarchokapitalistzisches am Ende rauskommen.

  • @NetzKaiser Ja, die Fraktion ist recht groß, ich gehöre aber nicht dazu. Ich stimme AR in fast allem zu, einschließlich der Notwendigkeit eines Staates, der aber minimal sein sollte. Und es ist richtig, dass sie einen extrem großen Einfluss hatte, nicht nur auf die, die AnCaps wurden. Auch die NeoCons mischen Rand-Ideen mit Christentum. Rand's Biographin Jennifer Burns nennt sie "the ultimate gateway-drug to life on the right". Dem ist wohl so, und es gibt noch einen Einfluss: [...]

  • @NetzKaiser [...] erwachsen werden. Ihre Ideen sind nicht wirklich nur politisch, sonder philosophisch. Ich glaube, ohne Rand wäre ich nie erwachsen geworden. Ich hatte enorme Selbstzweifel und wusste nicht wieso. Das Problem bestand in falschen Grundannahmen über die Natur des Lebens, die ich dank Rand bereinigen konnte. Wie der Staat aussehen sollte, ist aus persönlicher Sicht eine akademische Frage - nicht aber, was man im Leben selbst zu tun hat.

  • @john42t Höre ich jetzt schon zum zweiten mal von jemand. Bei mir war es irgendwie andersrum. Obwohl das viele unglaubwürdig finden. Als ich politische/philosophische Bücher gelesen habe, kam mir alles bekannt vor und es war das was meine Meinung war, aber ich wusste es vorher mehr intuitiv. Es gibt ganz oft Geschichten aus meiner Kindheit oder generell aus meinem Leben, die irgendeine politische Idee symbolisieren, die ich heute habe, wenn man es so sehen möchte.

  • @NetzKaiser Ich vestehe noch nicht, was du damit sagen willst. Kannst du ein Beispiel geben?

  • @john42t Ich schick dir eine PM.

  • Ich bin auch nicht mit allen von Ayn Rand zufrieden oder einverstanden.

  • Laut wiki: "...lehnt die Philosophie Rands soziale Akte, vor allem finanzielle Unterstützung von Armen, Alten und Kranken durch den Staat ab."

    Also ich kann mich mit ihrer Philosophie n i c h t anfreunden.

  • Auch Ayn Rands Vermächtnis mag mir nicht gefallen. Das Ayn Rand Institut forderte 2005, dass keine staatlichen Gelder an die Opfer der Tsunami-Katastrophe in Südostasien im Dezember 2004 gespendet werden sollten, da dies jedem Einzelnen überlassen werden müsse, ob und wie viel er spende. Das Geld hätte besser in Ausrüstung für die US-Soldaten im Irak verwendet werden sollen (vgl. wiki).

  • @Siddtheclown Das stimmt so. Also sie will nicht, dass es durch den Staat geregelt ist, weil das dann Altruismus wäre und Altruismus ist wider natürlich und nicht rational. Es läasst sich ihrer Meinung nach kein vernünftiger Grund finden, einen Armen zu helfen außer man mag ihn. Aber man kann nicht pauschal alle Armen mögen und man kann erst recht nicht pauschal davon ausgehen, dass jeder Bürger alle Armen mag. Aber dazu schicke ich dir am besten auch noch eine PM.

  • Preise zu kalkulieren, ist ein anspruchsvolles Thema. Es gehört viel marktorientiertes Geschick dazu. Es gibt hochwertige Markenprodukte, die einem Rolls Royce in der Autobranche vergleichbar sind. Wird dort der Preis zu niedrig kalkuliert, kann auch das eklatante Folgen nach sich ziehen, nicht nur für den Hersteller sondern auch für seine Wettbewerber.

  • Machtmissbrauch, auch Machtmissbrauch bzgl. des Marktes, muss verhindert werden und dazu sind Gesetze nötig. Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung, die sie durch ihre Macht haben, nicht bewusst sind und die ihre Macht nutzen, um Menschen im Namen des Profits zu hintergehen, auszubeuten, abhängig zu machen, müssen auch mit Strafen rechnen.

  • @Siddtheclown Worin liegt diese Macht? Die Macht liegt beim Konsumenten. Wenn mir der Preis nicht gefällt oder ich ihn für überzoegen halte, kaufe ich das Produkt nicht. Es ist kein Betrug, wenn ein Unternehmen versucht das best mögliche für sich herrauszuholen bei einem Geschäft. Das versuchen beide Parteien. Und so lange es Konsumenten gibt, die bereit sind den Preis zu zahlen, scheint der Preis auch gerechtfertigt zu sein. Wie bestimmt man deiner Meinung nach den richtigen Preis?

  • PS: Ist es auch Machtmissbrauch zu streiken? Immerhin nutzen die Arbeitnehmer ihre Macht bewusst dazu einen höheren Lohn(was dem Profit der Unternehmer entspricht) aus ihren Arbeitgeber herrauszupressen.

    Arbeitnehmer als Anbieter ihrer Arbeit und Unternehmer als Anbieter ihrer Produkte kann man gleichsetzen, weil sie quasi das gleiche tun. Bist du bereit alles, was du von Unternehmern verlangst auch auf Arbeitnehmer anzuwenden?

  • Oder bist du angetreten um einen Klassenkampf zu führen?

    Ja, ich weiß es gibt gute und schlechte Menschen und die die Geld haben sind halt die Bösen. Es geht doch nichts über ein einfaches Weltbild.

  • @NetzKaiser: Ich bin nicht angetreten, um einen Klassenkampf zu führen. Du bittest doch in deinem Video darum, dass wir dir sagen, was wir davon halten. Ich dachte, du würdest Meinungen darüber hören wollen. Ich hatte mich vorher mit diesem Thema und dieser Schriftstellerin noch nicht auseinandergesetzt und fand es interessant.

  • @NetzKaiser:

    Klarstellen muss ich, dass ich gegen die Einteilung der Menschen in Gute und Böse bin. Auch Menschen mit viel Geld sind sich durchaus ihrer Verantwortung bewusst. Etliche Menschen mit wenig Geld sind sich ihrer Verantwortung nicht bewusst. Also bitte unterstelle mir nicht das von dir beschriebene Weltbild.

  • Ja, okay, das war ein unfairer Seitenhieb. Interessant, dass du dich mit der Schriftstellerin noch nicht auseinandergesetzt hast, aber anfangs meintest, dass sie etwas ganz schlimmes ist. ;-)

    Naja, die meisten Menschen müssen sich wahrscheinlich am Riemen reißen, um darauf zu achten dass ihre eigene Gesprächsführung sauber und sachlich ist. Ich nehme imich da nicht aus, aber wie JS Mill sagte: Man kann durch faire Diskussionen nur gewinnen. Es gibt nichts außer Lügen zu verlieren.

  • Ach ja noch was allgemeines: Irgendwo ist es ja auch ganz gut, dass man ab und zu nicht ganz sachlich ist. Es wäre ja fürchtbar langweilig, wenn man immer alles ganz trocken darstellt . Außerdem ist es doch gerade das, was wir an Satire und Kabarett so lieben, dass es nicht 100%ig fair ist. Aber dafür macht es gut auf Sachverhalte aufmerksam und das ist ja auch wichtig.

    Ich mag das geschliffene Wort einfach, aber man muss drauf achten, dass der Inhalt nicht verloren geht.

  • @NetzKaiser

    Bzgl. Ayn Rand habe ich lediglich ein Zitat wiedergegeben. Welches ich auch als solches markiert habe.

    Danke für das Zitat von Mill.

    Pass auf dich auf!

    Sidd

  • @Siddtheclown Das war kein direktes Zitat von Mill, aber hier mein Lieblingszitat:

    "Wir können nie sicher sein, dass die Ansicht, die wir zu unterdrücken suchen, falsch ist; auch wenn wir sicher sein könnten, wäre die Unterdrückung immer noch ein Übel." John Stuart Mill

  • @NetzKaiser: Auch Arbeitnehmer haben Verantwortung...wie eigentlich alle Menschen. Sicher müssen auch Arbeitnehmer, wenn es dem Unternehmen schlecht geht auf Lohnerhöhungen verzichten.

  • @NetzKaiser: Ein aufgeklärter Konsument hat wahrlich Macht. Daran glaube ich auch. Aber wer von uns weiß schon welches Produkt unter fairen Bedingungen hergestellt und vertrieben wurde? Aber dbzgl. tut sich ja einiges (FairTrade, Bio, Regio usw.). Ich bin auch froh, dass ich die Möglichkeit habe bei den Produkten zu wählen. Dankbar bin ich auch den NGOs, die sich um Verbraucheraufklärung kümmern. Die Aufklärung übernehmen die meisten Unternehmen ja leider nicht.

  • @Siddtheclown Wenn die Kunden darauf achten, wird es so kommen, dass die Unternehmen sich darum bemühen wreden, dass sie einen Stempel oder ein Abzeichen bekommen, dass aussagt, dass sie dies und jenes tun und dem die Kunden vertrauen. Dann werden sie es sich nämlich nicht leisten können, es nicht zu tun. Aber das alles ist letztendlich eine Aufgabe des Verbrauchers, dass er darauf achtet und es belohnt, wenn er es richtig findet.

  • @NetzKaiser: Wie man den richtigen Preis bestimmt, ist wahrlich schwer zu beantworten. Auf jeden Fall sollte der Schaden, das Leid, welches die Herstellung eines Produktes hervorruft mit einbezogen werden. Welche Ressourcen und wie viele davon wurden verbraucht, welche Stoffe sind enthalten, sind die Stoffe alle wieder in den Kreislauf zurückzuführen oder bleibt ein nicht verwertbarer Müll übrig uvm. sollte sich auch auf den Preis niederschlagen. Wahrlich kompliziert.

  • @Siddtheclown Bleib also bitte sachlich.

  • Die Weltanschauung von Ayn Rand führe z.B. zu Ideen wie:

    "Um diesen Krieg zu gewinnen, brauchen wir einen fundamentalen Wechsel bei unseren moralischen Prioritäten. Der Aufstand hätte schon lange niedergeschlagen werden können, und die Attacke von gestern verhütet werden können, wenn es nicht Amerikas altruistische Politik gäbe, die das Leben der irakischen Zivilisten über seine eigene Selbstverteidigung stellt." Yaron Brook, Präsident des Ayn Rand Institute (vgl. wiki)

  • @Siddtheclown Da traue ich mir keine Bewertung zu. Ich weiß zu wenig darüber. Kann sein, dass er Recht hat. Wenn wir davon ausgehen, dass der 11. September nicht inszeniert ist, warum sollte Amerika dann nicht brutalst möglich zurückschlagen, um klar zu machen, dass man sich so was nicht bieten lässt?

  • Das nur dazu, aber Grundlegend finde ich an deiner Kritik falsch, dass du vom Thema ablenkst. Es geht hier nicht um den Irakkrieg. Es geht hier um die Antitrust Law. Ich muss davon ausgehen, dass du keine Argumente gegen diesen Standpunkt von Ayn Rand hast. Er dir aber ein Dorn im Auge ist und ihn deswegen versuchst auf persönlicher Ebene über Diffamierung der Person Ayn Rand deine Meinung zu verteidigen. Das ist unsachlich!

  • Preise sind Schrott! braucht doch keiner sowas ! ;)

  • @traumspinner Was meinst du?

  • jeder, der im Vertrieb arbeitet kann bestimmt ein Lied davon singen;-)

  • The subs work well. Great.

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