Ja, zeigt den Zeitgeist der heutigen Elite recht gut, bietet aber kaum Ansätze zu einer Begründung, warum das so gekommen ist und wie ein 'anderes Leben' ahnbar werden könnte. Eh ein Grundproblem der Gegenwartsliteratur: im blossen Beschreiben der heutigen 'Normalität' wird durch das Beschreiben-Können diese letztlich nur weiter zementiert, was dann dem ganzen einen zynischen oder jammernden Touch gibt. Kunst sollte m.E. schon über das hinausgehen können.
@stocksam Einspruch: Für Begründungen und Auswege ist Kunst nicht zuständig, das ist was für Lehrer und Besserwisser. Dass "blosses Beschreiben (...) letztlich nur weiter zementiert" ist eine Schlussfolgerung die ich nicht teile. In dem Video (das mir übrigens nicht besonders zusagt) wird auch nicht "Normalität" beschrieben sondern überspitzt und ein neuer Zusammenhang hergestellt. Ob das Kunst ist? Vielleicht.
@stocksam In dem Video wird Produktwerbung für angesagte Gebrauchsgüter direkt auf eine persönliche Beziehung übertragen. Mit einer zugegeben kläglichen Pointe.
Paar unterwegs, sie trifft Schulfreundin, die ihr Mann nicht kennt. Er fragt, wer das sei und sagt nach der Auskunft, diese sehe jünger aus als sie. Schock.
Schnitt.
Freundin trifft sich mit der Jünger-Aussehenden, diese empfiehlt Creme.
Ergo: Creme verhindert Schocks in Beziehungen bzgl. 'Alt-Aussehens' und sich deswegen Schämens.
Jedes beworbene Produkt, dass eine Angst verhindern soll (und somit aber gleichzeitig schafft!) ist sozial und somit auf Beziehungen ausgerichtet.
finde ich im Grunde grandios - nur die Pointe ist nicht ganz so knackig, wie ich sie vermutet hätte! Ich bin gespannt auf mehr!
Regina773 1 year ago
Und hier der Song zum Ende der Krise:
"Neues Protestlied" von der "Schule der Unruhe":
watch?v=K6aCowBz_NM
NeumarktTV300 1 year ago
Warum läuft Herr R. Amok?
Hyper1ink 1 year ago
Amen!
schockingschoko 1 year ago
Ja, zeigt den Zeitgeist der heutigen Elite recht gut, bietet aber kaum Ansätze zu einer Begründung, warum das so gekommen ist und wie ein 'anderes Leben' ahnbar werden könnte. Eh ein Grundproblem der Gegenwartsliteratur: im blossen Beschreiben der heutigen 'Normalität' wird durch das Beschreiben-Können diese letztlich nur weiter zementiert, was dann dem ganzen einen zynischen oder jammernden Touch gibt. Kunst sollte m.E. schon über das hinausgehen können.
stocksam 1 year ago
@stocksam Einspruch: Für Begründungen und Auswege ist Kunst nicht zuständig, das ist was für Lehrer und Besserwisser. Dass "blosses Beschreiben (...) letztlich nur weiter zementiert" ist eine Schlussfolgerung die ich nicht teile. In dem Video (das mir übrigens nicht besonders zusagt) wird auch nicht "Normalität" beschrieben sondern überspitzt und ein neuer Zusammenhang hergestellt. Ob das Kunst ist? Vielleicht.
DrLanselius 1 year ago
@DrLanselius
Welcher 'neue Zusammenhang?
stocksam 1 year ago
Comment removed
DrLanselius 1 year ago
@stocksam In dem Video wird Produktwerbung für angesagte Gebrauchsgüter direkt auf eine persönliche Beziehung übertragen. Mit einer zugegeben kläglichen Pointe.
DrLanselius 1 year ago
@DrLanselius
In den Sechzigern gab es Antifaltcreme-TV-Werbung, die sich explizit darauf bezog, sich direkt sich in der Beziehung auszuwirken.
stocksam 1 year ago
@stocksam In den 60ern war ich ein Kleinkind. Müsste den Spot sehen um dazu Stellung nehmen zu können.
DrLanselius 1 year ago
@DrLanselius
Paar unterwegs, sie trifft Schulfreundin, die ihr Mann nicht kennt. Er fragt, wer das sei und sagt nach der Auskunft, diese sehe jünger aus als sie. Schock.
Schnitt.
Freundin trifft sich mit der Jünger-Aussehenden, diese empfiehlt Creme.
Ergo: Creme verhindert Schocks in Beziehungen bzgl. 'Alt-Aussehens' und sich deswegen Schämens.
Jedes beworbene Produkt, dass eine Angst verhindern soll (und somit aber gleichzeitig schafft!) ist sozial und somit auf Beziehungen ausgerichtet.
stocksam 1 year ago