Added: 2 years ago
From: wimsbacha
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All Comments (116)

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  • Eine b0 wäre schön.

  • Hier kann man j die verschiedensten Motive läuten:)

    Gesamtdispo: d' e' f' g' b' c''

    d' e' g' Gloria

    d' f' g' Te Deum

    d' f' g' b' Parzifal

    d' f' g' b' d'' Parzifal mit verdoppeltem Grundton

    f' g' b' c''

    d' e' f'

    ......

    Ein sehr vielfältiges Geläut:))

  • Ein schönes Läutemotiv ! re-mi-fa

  • Lang?!? Ich finde das Zusammenläuten eher sehr kurz....

  • @sanctus100 na bei uns dauert des zusammenläuten nur circa eine minute bis 1,5 im durchschnitt

  • @wimsbacha: ojeh, ich glaube, darüber haben wir uns schon mal unterhalten....

    ich find´s halt schon SEHR kurz!!!!!

    Bei uns dauert das Läuten zur Sonntagsmesse 12-15 Minuten!!

    Eine Läutedauer von ca. 8 Minuten empfinde ich schon angebracht. Was meinst Du?

  • de leitn oba lang zam bei uns in da neikira dauat des nit so lang..

  • Comment removed

  • heut is Kirtag in Altmünster!!! des wird a gaudi

  • So mit diesem Kommentar feiern wir heute das jubiläum zum hundertsten kommentar zu diesem video weiterso und bald sinds 200 (hahaha)

  • Die Kirche besitzt ein 6-stimmiges Geläute:

    d'-e'-f'-g'-b'-c''. Hier zu hören: d'-e'-f'. Zur Sonntagsmesse normalerweise d'-f'-g'-b' (Parsifal). Totenglocke c'' würde dazupassen,wird nur einzeln geläutet (wäre Idealmotiv). Ebenso e' (nur Angelus). Eigenartig,dass sie hier mitläutet. Bei einem Geläut mit e' wäre Teilmotiv d'-e'-g' (Gloria) besser. Durch den Halbtonschritt (d-Moll) würde das hier zu Hörende besser zu einem Begräbnis passen.

    Danke,wimsbacha,f.d. interessante Aufnahme

  • bitte gerne du weist doch wie das mit diesen trendgeläuten ist kein mesner kennt sich mit dem motivläuten aus und so wird halt irgendwas geläutet

  • Ja, ein Halbtonschritt passt gut für Begräbnisse! Am allerbesten finde ich, passt ein d- Moll- Dreiklang. Bei dem hört man besonders die Traurigkeit heraus. Jedenfalls, demnächst werde ich dort hinfahren und ein Sondergeläut machen. Aber die e´ und die c´´ läuten mit!

  • Nur, dass man hier leider keinen d-Moll-Dreiklang erzeugen kann, weil das a' fehlt (d'-f'-a'). Mit dem Halbtonschritt e'-f' klingt es noch elegischer für ein Begräbnis.

  • Leider fehlt es. Das mit dem Moll- Dreiklang war außerdem allgemein. Aber Halbtonschritte passen auch gut. Also optimal wäre, wenn es ein a´ geben würde d´, e´, f´, a´.

  • Hier wird dieses Motiv nur zur Messe im Osterfestkreis geläutet. Zu Begräbnis d e f b c''. Zur Sonntagsmesse im Jahreskreis d f g b c''. Die haben in Altmünster eine tolle Läutordnung die auch strickt angewendet wird.

  • aha...ich hörte aber an den sonntagen bloß d-f-g-b - also parsifal.

    die c'' - das hat man extra ins pfarrblatt geschrieben - ist eine totenglocke, die einzelfunktion hat - ok, viell. bei begräbnissen mit anderen zusammen - aber am gewöhnlichen sonntag immer nur dfgb. vielleicht hat sich das ja mittlerweile geändert - ich war schon länger nicht mehr dort.

  • Ich habs vor 2 Wochen gehört und mit hat es sehr gefallen. Ich war egriffen vom Klang. Laut Läuteordnung müsste das schon stimmen was ich geschrieben habe. Die Mesnerin hat gesagt das sie sich ganz exakt dran haltet.

  • Dem alten Böhlergeläut kann man nicht wirklich nachtrauern. Es war ein sehr schlechtes Geläut in B1- Rippe, obwohl das neue Geläut auch sehr schlecht ist.

  • Das neue Geläute (ich hörte es schon öfters in natura) klingt sehr samtig weich und wunderschön über den Ort und den See.

    Aber nicht in dieser zu hörenden Disposition: d'-e'-f'

    Zur Messe läuten sie sonst immer d'-f'-g'-b'

  • Ich kannte das alte Stahlgeläute noch sehr gut. Zu Silvester 2000 haben die Glocken das neue Jahr 20min lang eingeläutet. Obwohl es ein Geläute in B1-Rippe war, klang es über die Dächer des Ortes recht weich und gar nicht mal so schlecht - trotzdem: Gut, dass Altmünster nun ein schön-klingendes Geläute besitzt.

  • Den Klang kann ich mir sehr gut vorstellen! Würde sehr komisch klingen. Zwei Töne auf einer Glocke im Terzabstand! Die alten Glocken hatten auch eine große Tonfülle, deshalb waren sie auch nicht soo schlecht, wie man es sonst von B1- Glocken kennt. Schön klingend ist vielleicht ein bisschen übertrieben, die Rippenprogression macht das Geläut etwas hässlicher.

  • Die hatten ja einen verminderten Dreiklang, sodass die große und die kleine einen Tritonus ergaben.

    Im Übrigen fällt beim neuen Geläute die Rippenprogression (sofern es eine gibt) gar nicht wirklich so auf - mir gefällt's sehr gut.

  • Ich finde schon, dass die d´ etwas untergeht. War das nicht ein g- Moll- Dreiklang? Dass es Rippenprogression gibt, ist doch selbstverständlich. Das hat der Adlberger der Pfarre ja eingeredet.

  • nein, g-Moll gibts hier nicht!!

  • Ich habe damit das alte Geläut gemeint.

  • Es war ein d-Moll. g-Moll gäbe es hier zwar, aber nur in der 2. Umkehrung: d'-g'-b'.

  • Vom Klang her ist eher ein verminderter Dreiklang herauszuhören.

  • Ach so, offiziell war es aber ein Moll- Dreiklang. Aber hören wir damit auf, ich habe das Geläut nie gehört.

  • Ja, es gibt eine Rippenprogression, aber aber eben im normalen Rahmen. Die zwei grossen Glocken hängen halt eben unterhalb der Schallfenster; das erklärt, weshalb sie etwas zurückhaltender sind.

  • @FraumuensterZuerich Oh, Rippenprogression, deutscher Gießer und Halbton ... da kommt eine Menge "Trend" zusammen ...

  • @armrein Ja, das stimmt ... Da kommt einiges zusammen ...

  • Hast recht, haselnuss77! Hier drin bewegen sich ohnehin zuviele Theoretiker. Viel lieber sind mir die Praktiker die schon konkret was bewegt haben und weiterhin bewegen.

  • Schön gesagt. Erfreuen wir uns doch am Klang das ist viel schöner.

  • Ich traue mir zu sagen, dass ich mehr Praktiker bin als andere. Und übrigens leide ich nicht unter einer Fehde mit einem gewissen Buchautor, der sich aber anscheinend ja schon einen großen Namen gemacht hat, weil er eben kein Theoretiker ist. Das wird in den nächsten Jahren sicher noch einiges bewegen!

  • Ich hab ja auch nicht dich gemeint Pfundnerglocke sondern den Möchtegern/Oberlehrer mit der Kreuz-und B-Tonart

  • Comment removed

  • Aha, Möchtegern und Oberlehrer. *FREU*

  • Wie kommst du darauf, dass ich an einer Fehde mit Wernisch leiden sollte? Also jetzt bekomme ich dann bald einen Lachanfall. Du solltest etwas differenzierter meine Kommentare zu diesem Buch lesen.

    Auch wenn ihr mich als kleinlich bezeichnet, wenn ich kritisiere, was nun mal einfach falsch ist, dann ist es für mich Bestätigung, dass ich richtig bin. Schön,wenn du dein Geläute bei dir pflegst und Fänger einbaust. Wir müssen unser Geläute dank guter Wartungsfirmen nicht selber pflegen.

  • Ich fange jetzt sicherlich keine neue Diskussion mehr mit den Tonarten an. Mir ist das ehrlich gesagt egal wie das geschrieben wird! Auf solch einem "Fehler" dauernd herumzureiten ist ja richtig gestört und auch nicht sehr sinnvoll. Aber wenn bei dir die vernünftigen Argumente ausgehen, dann kannst du dir anscheinend nicht mehr anders helfen!

    Zu Stockerau: Unsere Anlage ist in Ordnung, aber ich möchte Fänger um eine alte Kultur bei uns wieder auferstehen zu lassen!

  • Ich brauche die Diskussion auch nicht. Ich weiss ja, dass ich auch gegen eine Wand reden könnte.Vielleicht hast du auch bemerkt, dass ich schon lange keine Kommentare mehr schreibe. Es ist mir zu blöd.

  • Warten wir mal ab wie lange gewisse Leute schweigen. Bin gespannt ob sie uns von ihren besserwisserischen Kommentaren verschonen. Schön wärs aber vielleicht ist das Internet ihr einziges Tummelfeld.

  • Ach weisst du, dich nehme ich doch gar nicht ernst. Du tauchst hier auf und das erste, was du machst, sind persönliche Angriffe, welche sich aus der Anonymität des Internets natürlich hervorragend tätigen lassen. Im Gegensatz zu dir habe ich das nicht getan. Sachliches kam von dir bis jetzt aber nie etwas.

    In diesem Sinne!

  • Brauchst ne Brille? Ich kritisier hier viel weniger als du, Du bist nur der einzige der das noch nicht gemerkt hat. frage mal zb in Wilten nach. Und vonwegen anonym. Hast nicht mal den richtigen Namen in deinem Profil!

  • @FraumünsterZuerich! Kapiersch es du nöd? Das isch öpper wo dich kennt und i finds eigentli bedenklich wemo da do ine mache mue. Es isch jo schecklich, uftauche und gad Lüüt agriffe. Also d Lüüt händ würkli kei besseri Sorge meh.

  • Ich finde es schade und auch bedenklich, dass sich hier Leute zu Wort melden, die offensichtlich von Musik keinerlei Ahnung haben, aber in Anspruch nehmen, in Sachen Musikinstrumente (und dazu gehören Glocken nunmal) kompetent zu sein. Wirklich schade. DAS dient der Sache nicht.

  • Wenn man einen Einblick in die Glocken-Szene hat, was und vor allem wie da manches derzeit so läuft, gibt es noch weit mehr Aspekte als die rein musikalischen!

  • Ruhe jetzt im Saale! Ihr ewigen Streithanseln ;)

    A propos Fänger: Ich freu mich schon auf den Läute-Effekt, wenn dann die Fänger da sind..

  • Meinst du Stockerau? Da freue ich mich auch schon.

  • Jeder vertritt seinen Standpunkt und will das Gegenüber mit Argumenten überzeugen. Das scheint offensichtlich nicht zu funktionieren. Folglich sollten die Meinungen stehen gelassen werden. Begegnen wir uns doch bitte mit Respekt voreinander, auch vor der Meinung und Ansicht der anderen, und versuchen wir in diesem Forum unser Interesse für Glocken zu teilen!

  • Was würde geschehen, wenn die Glocken eines Geläutes miteinander streiten? Würden sie springen? Würde das Geläute plötzlich unharmonisch? Würden bestimmte Glocken nicht mehr läuten? Würde nur mehr jede Glocke einzeln läuten oder alle Glocken schweigen?

    Ganz offen gesagt, geht mir das hin und her der Ansichten und Meinungen auf die Nerven. Nicht wegen der Diskussion, schlicht und einfach wegen der Sinnlosigkeit.

  • Naja so sinnlos ist das nicht, die Kommentare zu den Glockenvideos haben mehr Mittleser als man glaubt. Hier bleiben die Kommentare wenigstens stehen, bei anderen währen sie wohl schon gelöscht oder blockiert.

  • Hallochen..die Turmform ist intressant..ich kenne die nur aus dem Bereich Kraichgau/Unterland und hier in Ludwigsburg haben wir eine Kirche deren Turm dem hier sehr ähnelt nur die Dachform ist etwas anders und das Glockengeschoss ist als Fachwerk aufgebaut (Es ist die Katharinenkirche in LB-Eglosheim") die werde ich demnächst auch aufnehmen.

  • Es wäre sehr schön, wenn gewisse Herrschaften es unterließen, ihnen nicht gefällige Kommentare durch massive negative Bewertungen zu entfernen. Es genügt schon, wenn diese Personen ihre eigenen Kanäle für ihnen nicht genehme User blockieren. Dieses kontraproduktive Verhalten legt eigentlich nur an den Tag, daß solche Leute einem gehobeneren, mit sachlichen Argumenten geführten Diskurs anscheinend nicht gewachsen sind. Von der charakterlichen Seite ganz zu schweigen . . .

  • Dem schließe ich mich an.

    Als ich das Geläute (damals Vollgeläute anlässlich einer Hochzeit) gehört habe, war ich ganz ergriffen von der wunderbaren sinnlich Klanglichkeit der Tonfolge - ich glaube, manchmal darf auch etwas poetischer kommentiert werden, ganz zu schweigen von Sachlichkeit und Angemessenheit.

  • Das wird wohl d'-f'-g'-b' (Parsifal) gewesen sein - ohne dem Halbtonschritt, den e' erzeugen würde. Und ohne c'', das lediglich als Sterbeglocke gebraucht wird.

  • Also wenn ich an Bürs denke und die entsprechenden sachlichen Kommentare gewisser User, vornehmlich aus Österreich, dann hat das schon seine Gründe, warum das gemacht wurde.

  • Nein, dafür gibt es keine entschuldbaren Gründe. Ein mutwilliges, gezieltes und breitflächiges Tilgen von Kommentaren, die nicht die eigene Meinung vertreten, ist wohl das Allerletzte, ein Ausdruck reiner Gehäßigkeit, gepaart mit geistiger Armut, da man offensichtlich nicht mehr in der Lage ist, mit Argumenten zu kontern. Wo kommen wir denn da hin?

  • "Bürs" hat anscheinend bei manchen Leuten ein Trauma ausgelöst - wie ich schon oft aus verschiedenen Kreisen hören konnte - weil da manche zum ersten Mal direkt damit konfrontiert wurden, dass die Dinge halt nicht alle immer wirklich so sind, wie sie seit den letzten 10/15 Jahren aus gewissen Richtungen aufgestellt und von vielen unreflektiert nachgeplappert wurden. Wenn man dann mit Argumenten nicht mehr weiterkommt, wird dann blockiert, getilgt, abgewertet usw.

  • Was ist denn bitte schön an Bürs so dermassen schlecht? Hast du es live gehört, dass man es so zerreissen muss? Ich glaube nicht, dass du schon dort warst.

    Und übrigens hat der Schweizer Sachverständige ein eigenes Hirn und lässt sich nicht vom BA nichts vorschreiben. Zudem hat der BA in Deutschland keine wesentliche Rolle mehr.

  • Ich habe "Bürs" nur als Anlassfall betrachtet, eigentlich meinte ich eher den grundsätzlichen Diskurs. Dass du den Schweizer Sachverständigen verteidigst, ist eh klar. Eine sinnvolle Lösung hätte man jedoch auch ohne einen solchen zusammen bringen können. Und übrigens weiß ich genau so gut wie du, dass es in Deutschland nicht nur den BA gibt (habe ich übrigens unlängst schon einmal hier geschrieben - siehe weiter unten).

  • Tja, Bürs,... man hätte es auch anders machen können...

  • Das kann man übrigens immer und überall!

  • Ein sehr schönes Geläute mit schönem Halbton!*****

  • Sehr schön *****

  • Sehr klangvol!

  • Nunja mein Geschmack von schönem Glockenklang trifft es ja nicht, außerdem ist es für Turm und Gegend wieder einmal was vollkommen Unstimmiges. Aber lieber Wimsbacha wundere dich nicht, wenn du schon bald von so manchen Glockenyoutubern mit Jubelkommentaren überflutet wirst! ;-)

  • Ich bin schon gespannt, was an diesem Geläute jetzt alles hochgelobt werden wird .... ;-)

  • Wenn man genau ist, dann ist es eigentlich ein totaler Fehlguss, da man ja eigentlich gar nicht das Plenum läuten lassen kann! Wenn man dies nämlich tut, dann ist das ganze einfach nur mehr schiach!

  • Einzelne Glocken und einige Motive mögen ja nicht schlecht sein, aber das Ganze .....

  • Es ist für Österreich halt mal was anderes. So wie es in der BRD auch immernoch Te Deums und Dur-Geläute gibt.

  • Was ist denn stimmig für Turm und Gegend?

  • Ich meine, dass dieses Pernergejammere weder zum Turm noch in diese Gegend passt! Ein Oberascher Geläute, würde viel besser zu dieser Obtik des anscheinend noch romanischen Turmes passen!

  • Liebe Pfundnerglocke, "Pernergejammere" ist aber nicht gerade ein qualifizierter Kommentar! Objektiv muss man sagen, Perner ist ein guter Gießer, von ihm stammen zahlreiche schöne Geläute. Grundsätzlich ist gegen Perner ja nichts einzuwenden. - Ich denke, du willst eigentlich etwas anderes aussagen damit. Es ist natürlich unschwer zu erraten, unter wessen Federführung dieses Geläute so konzipiert und der Pfarre eingeredet wurde. Wieder ein Projekt mehr, mit dem man sich rühmen kann ...

  • Gerade deswegen (Romanik) finde ich das Geläut außerordentlich passend. Es ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen, dass im Mittelalter Ganztonfolgen mit oder ohne Halbton vorherrschend waren - also in Deutschland zumindest ;-)

  • Das ist nicht ganz richtig. Nach derzeitigem wissenschaftlichen Stand steht fest: Im deutschen Sprachraum gab es zur Zeit des Mittelalters nur in West- und Norddeutschland vermehrt gezielt hergestellte Geläute bestehend aus Ganz- und Halbtonfolgen (bekanntes Beispiel: Kölner Dom: Pretiosa-Speciosa-Dreikönigeng­locke). Ansonsten waren unregelmäßige, nicht geplante Tonfolgen die Regel; für Österreich ist das erwiesen, im süd- und ostdeutschen Raum dürfte es sich ähnlich verhalten.

  • Na ok, einverstanden. Trotzdem könnte man doch mit diesem Geläut recht gut spielen. Also z. B. Einzelglocken nutzen, oder passende Motive. Der Halbton und der Tritonus könnten ja weitgehend ausfallen bei d'-f'-g'-b'-c''. Ist das Geläut eigentlich tatsächlich ein Fehlguss oder so geplant?

  • Das Geläute ist wirklich so geplant gewesen, allerdings stand, soweit ich weiß, von Anfang an fest, den Halbton im Plenum nicht mitzuläuten; diese Glocke wurde nur zugefügt, um verschiedene Teilmotive zu erstellen. Ein Fehlguß ist Altmünster nicht, eher eine Fehlplanung, oder ist sonst noch ein neues, einheitlich enstandenes Geläute bekannt, bei dem eine Glocke im Plenum von vornherein nicht mitgeläutet werden soll (Zügenglocke ausgenommen)?

  • Hm, direkt fällt mir keins ein. In der Literatur wurden immer mal wieder sog. Registriergeläute erwähnt, bei denen es kein Vollgeläut geben konnte/sollte. Nun, mich persönlich würden weder Halbton noch Tritonus in einem Geläut stören, aber erstens möchte ich das keiner Gemeinde dauerhaft zumuten, zweitens ist dann die e' wirklich herausgeschmissenes Geld. Da wäre dann eine a' billiger und praktikabler gewesen! Wer hat denn geplant? Doch nicht etwa der rote Hut aus Karlsruhe?

  • Nein, natürlich nicht. Das war Herr A. aus LInz. Und ich weiss von ihm, dass man ihn deswegen am liebsten gelüncht hätte.

  • Kann ich irgendwie verstehen. So etwas zu planen ist sehr mutig - und außerdem recht teuer - e'!

  • Was Herr A. und andere von ihm beeinflusste Glockenreferenten einfach vermissen lassen, ist Objektivität und manchmal auch das Gespür für Realität und Praxis. Zudem glauben sie, in ihrem Genre die alleinige Wahrheit gepachtet zu haben. Und "Geld" ist ein guter Punkt: Von diesen Herren den Pfarren aufgeschwatzte Dinge kosten den Diözesen, den Pfarren und nicht zuletzt den Kirchenbeitragszahlern viel Geld, was oft gar nicht notwendig wäre!

  • Möchte mich nicht in den Diskurs einmischen, nur eine Frage stellen:

    Wie ist das historische Geläute im Südturm des Eichstätter Dom zu sehen? Das dortige Dreiergeläute hat ja einen Halbtonschritt, stammt aber von zwei Gießern aus unterschiedlichen Zeiten. Bewußt oder unbewußt entstanden?

  • Diese 3 Glocken im Eichstätter Dom sind in völlig unterschiedlichen Rippen gegossen (sowohl die Rippenstärke betreffend als auch den Teiltonaufbau). Das betrifft vor allem die beiden, vom selben Gießer gegossenenen Glocken. Daß die Stimmung dieses Geläute bewußt entstanden ist, kann man hier deshalb wohl ausschließen. Bei gezielt abgestimmten Geläuten müßten die Glocken in etwa derselben Rippe gegossen sein (siehe van Wou-Glocken).

  • danke für die erklärung!

  • Und zum "stimmigen" Geläute: Das ist natürlich subjektiv. Weil Pfundnerglocke Oberascher schrieb: Den gibts ja nicht mehr. Man könnte natürlich seine guten Rippen (schwere u. Domrippe) rekonstruieren - was voraussichtlich zukünftig ohnehin einmal geschehen wird. Aber um den Gießer gehts eigentlich nicht. Ein "normal" konzipiertes Geläute würde die Bevölkerung jedenfalls mindestens genauso erfreuen. Aber ich weiß, es muss in Österreich ja einmal was Anderes geben ....

  • Rein vom Klang her würde ich dieses Geläute (genau: das hier zu hörende Teilmotiv) etwa einer Kirche im Rheinland zuordnen; dort hätte ein solches Motiv auch Sinn, weil sie dort landestypisch sind. Hier im Salzkammergut aber ist es stilistisch vollkommen fehl am Platz. Passender wäre in Altmünster ein Moll-3-Klang oder Gloriamotiv gewesen, eventuell auch ein Pater-Nostermotiv . . .

  • Ich finde vor allem das Teilmotiv für die Osterzeit unpassend. Man kann mit dem Geläute genügend Motive -passend zur Zeit im Kirchenjahr- läuten.

  • Da sieht man eben, dass so ein Geläute für eine durchschnittliche Pfarre übertrieben ist und nur die Bedürfnisse mancher Herren befriedigt. Diese ganzen Spielereien werden dann in der Praxis ohnehin nicht genützt. Ich kenne auch einige andere Beispiele von solch neuen Geläuten, wo die Pfarre auch keinen Wert mehr darauf legt.

    Ein normales Vierergeläute hätte es allemal getan - es wäre landestypisch und würde sich genau so in die Herzen der Menschen läuten.

  • Dem durchschnittlichen Bürger ist das ja sowieso egal

  • Dann könnte man das genauso für zahlreiche Geläute sagen. Der Linzer Dom kann ja auch nur mit allen oder einer Glocke läuten. Der Stefansdom hat auch keine vernünftige Läuteordnung....

    So was muss man halt erstellen und dann auch einführen. Sonst nützt das nichts.

  • Diese Informationen hast du wohl aus diesem gewissen Buch, über das du/ihr euch ja immer so abfällig äußerst/äußert. Da musst du/müsst ihr es aber ziemlich genau aufgesogen haben, dass du/ihr auch die ganzen Details intus hast/habt. - Übrigens, ich hab mich jetzt einmal beim Durchlesen der Kommentare bei einem gewissen Video halb tot gelacht. Wir müssen ja ganz schön wichtig sein, wenn es für manche anscheinend keinen anderen Gesprächsstoff mehr gibt ;-)

  • Ich äussere mich nicht abfällig aber kritisch über das Buch. Wenn man konsequent Kreuz- und B-Tonarten in einer Disposition vermischt, dann ist das ein grosses Zeugnis mangelnder Kenntnis über Musiktheorie. Von einem "Deutschen Trend" zu sprechen, der in Deutschland überhaupt nichts Neues darstellt (progressive Rippen gibt es dort seit den 50er Jahren), wirkt halt einfaach reichlich komisch.

    Natürlich leistet das Buch eine grossen Beitrag, aber es gibt sehr viele unbewiesene Aussagen!

  • Soweit ich weiß, hat der Autor die Töne in der temperierten Tonleiter angegeben, was am Anfang des Buches erwähnt ist. Den "Deutschen Trend" hast du anscheinend falsch aufgefasst. Es ist eher von einem "Neuen Trend" aus Deutschland die Rede, was etwas anders gemeint ist. Und jedenfalls beweist dieses Buch mehr als in der deutschsprachigen Glockenwelt seit 10/15 Jahren vor allem aus einer bestimmten Richtung "unbewiesen" aufgestellt wurde und von vielen nachgeplappert wird ....

  • Also du kennst das Buch ja auch dermassen gut und vor allem vertrittst du genau die Meinung des Buches. Entweder bist du Mitautor und das vermute ich schwer oder sonst plapperst du nach,

    Temperierte Tonleiter. Das habe ich jetzt noch nie gehört und ich hatte doch auch lange genug Musiktheorie.

    Aber vielleicht ist das auch eine österreichische Erfindung.

    Was ist denn der neue Trend aus Deutschland? Den kennt man dort eben nicht.

    Was beweist es denn und wo?

  • Bei der temperierten (lat. temperare = ordnen, in ein richtiges Verhältnis bringen) oder gleichstufigen Stimmung wird die Oktave in 12 gleich große Intervalle unterteilt (1 Oktave = 1200 cent, 1 Halbton = 100 cent), um damit die Unstimmigkeiten des sog. Pythagoreischen Kommas der reinen Stimmung auszugleichen, die z.B. bei Tasteninstrumenten das Transponieren in beliebige Tonarten verhindert. Das habe ich schon im Musikunterricht in der Gymnasium-Unterstufe gelernt.

  • Wenn man bei vorheriger Angabe, daß die Töne in temperierter Stimmung wiedergegeben werden (und dies hat der Autor des oben besprochenen Buches offensichtlich getan), statt z.B. es´ etwa dis´ schreibt, ist dies hier hinsichtlich der Tonhöhe kein Fehler, da es´=dis´= 307,59 Hertz. Weil der Halbton bei der temperierten Stimmung stets gleich groß ist, gibt es auch keine tonlichen Unterschiede zwischen Kreuz- und B-Tonarten mehr (in reiner Stimmung dagegen sehr wohl!).

  • Es spricht auch keiner davon, dass dis und es nicht das gleiche ist. Aber bei der Aufzählung einer Disposition wechselt man trotzdem nicht von Kreuz auf B-Tonarten. Ich kritisiere die Vermischung von diesen beiden und nicht dass es physikalisch nicht richtig wäre. Entweder ist es es ges as ces oder dis fis gis h. Oder ist das jetzt der neue Trend aus Österreich? :-)

  • Scheint bei dem Buch irgendwo ein Mitautor auf? Ich glaub nicht. Der "Neue Trend aus Deutschland" ist wohl auf Österreich bezogen und meint vor allem den Beratungsausschuss, in dessen Geist so manche österreichische Glockenreferenten stehen (mir ist aber klar, dass es in Deutschland nicht nur den BA gibt). Und dem Buch liegen meines Wissens zahlreiche wissenschaftliche Forschungen und Tatsachen zugrunde, die z.B. aus der oben genannten Richtung noch niemand angestellt hat.

  • Nein, es steht nichts davon. Aber den lieben Gott gibt es ja bekanntlich auch und es hat ihn noch keiner gesehen. Man kann auch Mitautor ohne namentlich Erwähnung sein.

  • Lieber Frauenmünster sei bitte nicht so vorlaut ! Du kennst dieses Glockenkundebuch offensichtlich nicht schlecht und scheinst es ja förmlich in dich aufgesogen zu haben! Wenn es also so viele Fehler in diesem Buch gibt wie hier so oft gesagt wird, dann würde ich ja gar nicht mehr viel weiterlesen und alles so gut durchstudieren (so würde ich es jedenfalls machen). Schreib doch du einmal so ein großes umfangreiches Buch über die Schweiz, wo du dann alles besser machen kannst....

  • Da ich momentan weder die Zeit (ich habe noch einen Beruf), noch die finanziellen Mittel dazu habe, ist so ein Projekt noch nicht in greifbarer Nähe. Pläne hätte ich hingegen viele.

    Man muss ein Buch nicht in sich aufsaugen. Es reicht, wenn man es gründlich studiert. Wieso soll ich nicht weiterlesen? Um etwas sagen zu können, muss ich es ja lesen. Oder urteilst über Dinge, die du nicht kennst?

  • Nein ich urteile nicht über Dinge die ich nicht kenne aber du musst es einfach schon ziemlich genau kennen also kann es dir gar nicht so schlecht gefallen haben! Oder? ;-)

  • Ich habe nicht gesagt, dass es schlecht ist. Natürlich leistet es einen wichtigen Beitrag zum Glockenwesen von Österreich. Aber über diese Dinge kann man trotzdem nicht hinweg sehen. Kreuz- und B-Tonarten werden nach wie vor nicht vermischt!

  • Also dass mit den Tonarten ist ehrlich gesagt lächerlich, da es sich ja sowieso um die temperierte Stimmung handelt und indemfall kein Unterschied ist. Aber so sind sie eben nun einmal die Musiker.....kleinlich

  • Aha natürlich, die Musiker sind kleinlich, wenn sie auf etwas Falsches hinweisen. Ist natürlich auch eine Möglichkeit keinen Fehler eingestehen zu müssen. Sehr raffiniert.

    Aber eben, die Österreicher haben auch Mozart zu einem Österreicher gemacht und Hitler zu einem Deutschen......

  • Die "sachlichen" Kommentare steuern wieder einmal einem Höhepunkt zu......

  • Oh, ein "sachlicher" Kommentar: Was hat denn bitte Mozart, Hitler und der spitze Kommentar auf Österreich mit der Tonart zu tun? Es dürfte eben so sein: Wenn man sonst nichts mehr weiß, dann wird man entweder untergriffig oder man beginnt "Läuse" zu suchen: wie Herr W. die Töne angegeben hat, dann kommt vielleicht noch, dass die Durchmesser nicht in mm, sondern in cm angegeben sind usw.... Bin ja schon gespannt!

  • Es ging rein um die Erfindung neuer Gegebenheiten. Das ist alles. Ich wüsste übrigens noch einiges mehr.

  • Lasst diesen Typen bloss meckern. Er leidet unter einer privaten Fehde hier mit J.W. Näheres dann privat.

  • Jetzt chumm i denn en Lachafall über.....

  • Das denk ich mir.......

  • aber hallo... ;)

  • Enharmonische Verwechslung nennt man die unterschiedliche Bezeichnung der in gleichtemperierter Stimmung gleichklingender Töne oder deren unterschiedliche Schreibweise in Noten.

    Töne gleichen Klangs können verschieden notiert und benannt werden, beispielsweise durch Auswechseln von Tonnamen mit # und b. Diesen Vorgang nennt man enharmonische Verwechslung.

  • d'-e'-f'-g'-b'-c'' Perner 2004

    Hier überlasse ich jetzt das Feld lieber jenen Glockenfreunden, welche dieses Geläute in den höchsten Tönen loben werden ;-)

  • Es ist schon klar, dass dieses Geläute nicht gut sein kann. Es sind ja Schilling-Brummer, Halbton und Tritonus hats auch noch. Das kann ja niemals gut sein.

    Dass dieses Geläute in der Luft zerrissen wird, war mir schon von Anfang klar.

  • Eigentlich sollte man doch die Glocke entscheiden lassen, was zu ihr passt, oder? Wenn sie sich einen Flachballen zum Manne und einen Stahlstuhl zur Wohnung erwählt, ist dass doch ok, solang sie glücklich ist (= gut klingt). Vielleicht sollte man immer erstmal den Guss abwarten, und dann schaun, was ok ist.

    Mit diesem Perner-Tritonus-Geläut ist es auch allzu menschlich: Ausländer werden wegen ihrer fremden Sitten und Gebräuche (=Klänge) auch nicht immer gern gesehen.

  • Info: auf der Homepage von Perner findet man ein Video vom Zusammenbau des Glockenstuhls von Altmünster.

  • @Engerlingraucher Das kenne ich!

    Am Ende werden verschiedene Motive geläutet:)

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