@TranceMatzl15 Genau, einfach alle als Sozialschmarotzer darstellen, die neue scheinbar schmarotzerische Elemente als sinnvoll erachten, nachdem sie sich gut darüber Gedanken gemacht haben.
Sie scheinen sich sehr weit in ihre Welt eingelebt zu haben.
Warum soll ich mich über etwas wie Polyamory streiten wenn es doch keine Sau -pardon- interessiert in welcher Beziehung Sie oder ich oder irgendwer lebt?!? Zudem kommt mir ihre "konstruktive" Utopie eher wie ein Diktat Ihrer Grundeinstellungen und Werte vor. Wie heißt es so schön in Demolition Man?
Ich lese gern. Ich bin für Redefreiheit und für Freiheit der Wahl. Ich bin ein Typ der gerne in einer schmierigen Kneipe hockt und sich fragt: Nehm" ich ein T-Bone Steak oder "ne Riesenportion Spare Ribs mit richtig schönen fetten Pommes dazu? [...] Ich will nackt mit grünem Wackelpudding beschmiert durch die Straßen laufen, und ich will mir die Freiheit nehmen, den Playboy zu lesen. Warum? Weil ich das Bedürfnis dazu verspüre!
Um alles - wie du sagst - "optimal" zu gestalten, machst du deine Werte und Vorstellungen (z.B. Polyamorie, vegetarismus) zum Gesetz. Was aber auch für andere gilt! Während du und einige andere in einer Utopie leben, werden andere genau deshalb in ihrer Freiheit eingeschränkt und erleben die Dystopie!
Ich hatte das zwar schon einmal als Antwort auf DerMasu, aber ganz kurz:
1. Wo ist die Freiheitseinschränkung bei der Polyamorie?
2. Der Nichtvegetarismus ist die extremste Dystopie, die es geben kann - aus Sicht der Tiere. Die Opfer werden gerne vergessen, wenn es bequem ist. Das Wegschauen ändert nur die Wertung in der Tätergesellschaft - nicht aber die entsetzliche Realität für die Millarden Opfer.
1. warum Beziehungen in deiner Utopia derart staatlich lenken? Den Gedanken allein finde ich gefährlich und unfrei.
2. Im Biologischen Sinne sind Tiere Beute - aber Pflanzen sind ebenso Beute - sie sind uns zwar weniger verwandt, aber sie leben. Stell dir vor, jemand setzt OHNE dein Einverständnis eine Utopie um, in dem du weder Tiere, noch Pflanzen - sondern nur synthetisch Erstellte Pillen nehmen dürftest, damit auch die Rechte der Pflanzen geachtet werden: Dystopie!
?? Es geht doch nicht um irgendeine staatliche Lenkung hier!
> 2. Im Biologischen Sinne sind Tiere Beute
Vor allem sind im biologischen Sinne Menschen Tiere. Beute sind Tiere nur konkret dann, wenn sie tatsächlich gejagt werden. Tiere sind im Gegensatz zu Pflanzen voll leidensfähig, und verteidigen sich aktiv und selektiv gegen Angriffe - das begründet ihren intrinsischen Anspruch auf Schutz vor unnötiger Gewalt.
1. Immerhin sprichst du davon, einige Konflikte der heutigen Gesellschaft mit einer polyarmoren Gesellschaft zu lösen. Jedem ist heute überlassen, in einer offenen Beziehung zu leben, wo ist also der Unterschied in deiner Vorstellung?
2. Bist du damit der Ansicht, dass nur jemand, der sich verteidigt, Schutz braucht?
Verstehe ich das richtig, dass du Menschen verbieten würdest, Fleisch zu essen? Andere denken, dass Pflanzen leiden können - warum dann gerade deine Ansicht anderen aufzwingen?
Ich glaube, hier besteht ein Mißverständnis in Bezug auf Gysis Frage. Sie lautete nicht "Was würden Sie als Diktator durchboxen?" sondern "Was würden Sie ändern, wenn Sie das könnten?"
Vegetarismus selbst ist nach meinem Rechtsempfinden keine Sache, die man per Gesetz festschreiben kann bzw sollte. Das wäre in der Tat Freiheitseinschränkung.
ABER: Das Halten, Töten und Verarbeiten von Tieren kann und muß per Gesetz verboten werden. Hierfür gibt es zwingende ethische Gründe. (In Abgrenzung zur Moral bedarf Ethik der wissenschaftlich-rationalen Herleitung, was im Fall der Tierrechte vorliegt.)
Es geht nicht um die Qualität der Clips, sondern um die Inhalte. Leider scheinen viele zu verwöhnt zu sein und können sich nicht vorstellen, wie schwer das eigentlich ist, sich vor 'ne Cam zu setzen und sowas überhaupt hinzubekommen. Meinen Respekt!
darüber hinaus bin ich überhaupt nicht einfach nur dagegen, ich finde den theoretischen ansatz sehr interessant! trotzdem zweifle ich einfach an seiner praktikabilität, genau wie übrigens den ansatz der polygamie, den ich für männerträume halte :p
Hoppla, war das jetzt ein Vertippsler? PolyGAMIE ist nämlich etwas grundsätzlich anderes als PolyAMORIE. (Und die meiste Literatur zur Polyamory stammt übrigens von Frauen.)
Ich finde es spielt keinerlei Rolle, wie viele Jahre du an dem Buch gearbeitet hast und wie viele Gedanken du dir gemacht hast. Was zählt ist die Vision jetzt und Visionen für eine Gesellschaft lassen sich weder wissenschaftlich noch im stillen Kämmerlein erarbeiten: sie müssen ausdiskutiert werden.
Annaconda1984, Du solltest auch eine Videoantwort einstellen! Es geht doch dabei nicht um "Kompetenz" oder sowas. Bestimmt hast auch Du ganz interessante Ideen, Wünsche und Vorstellungen...
ihre form von ethik ist bei vielen menschen offensichtlich nicht sehr ausgeprägt. während sie davon träumen, dass keine tiere mehr getötet werden sollen, werden weltweit massenhaft menschen ermordet, gefoltert und unterdrückt, und das oft ohne große gründe! glauben sie wirklich, dass sie mit ihren vegetariergedanken auf ernsthafte resonanz treffen werden? im moment haben wir noch ganz andere probleme zu lösen!
ehm...was bitte hat das miteinander zu tun. Du schreibst, als ob weniger Tiermorde = mehr Menschenmorde sein würden, was vollkommener Unsinn ist, wie du möglicherweise selbst siehst. Man könnte eher das Gegenteil behaupten. Fleisch ist etwa 7-10 mal energieintensiver,die Produktion verzehrt Ressourcen,die Menschen verwenden könnten, die Massentierhaltung hat außerdem in Enwicklungsländern krasse gesellschaftliche Auswirkungen.Wenn du einfach nur ohne Grund dagegen bist, sag's doch einfach.
unten in den kommentaren steht: "Der Mensch [...] hat die Fähigkeit, ethisch abzuwägen und trägt daher Verantwortung für sein Handeln." ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass dieses verantwortungsbewusstsein bei vielen menschen offensichtlich nicht sehr ausgeprägt ist, wie man durch die von mir gebrachten beispiele erkennen sollte. natürlich hat das nichts direkt miteinander zu tun, aber indirekt zeigt es doch, dass der mensch auf tierische nahrung nicht verzichten würde^^
Dein "zeigt es doch" ist ein naturalistischer Fehlschluss. Ich bin Mensch und verzichte auf Fleisch, übrigens wie viele Millionen andere Menschen auf diesem Planeten es aus den unterschiedlichsten Gründen auch tun. Nur weil v.a. die westliche Welt einfach nur unverhältnismäßig viel Fleisch konsumiert und sich auch sonst nicht gerade verantwortungsvollzeigt muss man sich das nicht zum Vorbild machen. Aber bitte, jeder so wie es ihm passt. Ich will nicht Schuld sein, wenn die Meere leer sind.
ich finde deine vorgebrachten Ideen und deinen Vortragsstil super!
Die Art und der Inhalt der Kritiken daran zeigen doch nur, dass du verdammt Recht haben musst, da es bisweile keine "wirklichen" Argumente dagegen zu geben scheint.
Hay, hab mich jetzt mal nen paar Stündchen mit deinem Buch auf Grund dieses Videos beschäftigt und es ist sehr interessant! Ich bin zwar noch nicht ganz fertig, aber werd es sicher noch ;)
Und auf Bezug zu der Frage, kann man um eine umfangreiche Antwort zu geben dies ja leider nicht in 10 minuten und deswegen ist die "Werbung" sehr berechtigt, vorallem weil sie nichts kostet außer etwas Zeit.
Volksabstimmung muss aber zB erleichtert werden im Bereiche der Durchführung, da schon an Wahlen der Zeit- und Motivationsmangel der Bürger zu bemerken ist.
und @ MadocDoyu: beschwerst du dich hier echt darüber, dass itekisan fremdwörter benutzt? und noch mehr, dass er sie auch noch erklärt, falls leute wie du sie nicht verstehen? mensch, sei doch froh, dass du was dazu gelernt hast!
Schau Dir an, was ich geschrieben habe. Gegen die Verwendung von Fremdworten an sich habe ich nichts.
Was dazugelernt habe ich nicht, da ich das betreffende Wort bereits kannte. Ich war auch mal an der Uni! Aber ich habe gelernt, dass man sich hinter Fremdworten verstecken kann und will dies für mich nicht so haben.
Inhaltlich:Hat er Deiner Meinung nach hier Werbung für sein Buch gemacht oder nicht? Schau Dir die Argumentationskette mal an!Was soll mit dem Fremdwort bewirkt werden?
weiß nicht, warum ihr euch alle so aufregt.. könnt ihr nicht mal sachlich bleiben?
Ihr müsst ja nicht mit seinen Vorschlägen einverstanden sein, aber müsst doch auch nicht immer persönlich werden.
Ich werde mir z.B. auch nicht die wurst vom brot nehmen lassen, nur weil iteksan gegen fleisch essen ist. trotzdem finde ich, hat er doch gute ideen und immerhin macht er sich die mühe, über die welt nachzudenken und versucht diese auch zu teilen!
Der Mensch hat sich nicht Aufgrund "falscher", überprägender Erziehung oder Ethik hin zur Monogamie, zum Fleischfresser sowie zur derzeitigen Gesellschaftsform entwickelt, sondern aufgrund seiner Natur, seiner Veranlagung.
Die Natur des Menschen ändern zu wollen, ihn in ein ideologisches Korsett zu pressen, wie es schon zahlreiche "Bessere-Welt-Diktaturen" vor ihnen taten, kann und darf nicht die Lösung sein.
Also hier hilft zum einen die vergleichende Ethnologie, welche schnell zur Widerlegung des Arguments führt, diese oder jene Art zu leben, entspreche "der menschlichen Natur" - es ist zu 99% KULTUR! Also durchaus Überprägung.
Zum anderen geht es eher darum, bestehende ideologische - mitunter sehr falsche - Korsetts (Monogamie, "der Mensch braucht Fleisch") zu erkennen und gegebenenfalls dann abstreifen zu können.
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Mir fällt gerade kein besseres Beispiel ein, sagt ihnen der Name "David Reimer" etwas?
Zur "falschen Denke", die man nur abzustreifen braucht, um in ein seliges Leben zu finden:
Sollten ideologische Spinner wie sie jemals die Macht ergreifen und mich zwingen, kein Fleisch mehr zu essen, dann werd ich "zum Tier" und mach euch zu "Hackfleisch"...
Interessant, aber kein gutes Beispiel. Außerdem unwissenschaftlich, da aus Einzelfällen wie diesem generell keine allgemeingültige Schlüsse gezogen werden können.
> Sollten ideologische Spinner wie sie jemals
> die Macht ergreifen und mich zwingen
Keine Sorge, die Macht ergreifen / haben ganz andere! Ich will allenfalls zum Nachdenken anregen, im Idealfall überzeugen (oder überzeugt werden).
Moment, also zumindest bei der Partnerwahl geht es ja nun wirklich ums Gegenteil! Es bestehen sehr extreme Einschränkungen (mit langer Tradition). Auch in einer polyamoren Gesellschaft spricht absolut NICHTS dagegen, daß sich zwei Menschen in einer reinen Zweierbeziehung zusammenschließen und damit glücklich sind. Das wird vermutlich sogar recht oft der Fall sein. ABER: es ist für viele andere eben nicht das Optimum.
Ob eine reine Eßgewohnheit auf Dauer als höherwertig betrachtet werden kann als das gesamte Leben eines Tieres mit Zentralnervensystem, ob das gewaltsame Töten weiterhin als Bagatelle im Vergleich zur Notwendigkeit einer Speiseplanumstellung gelten wird, das wird die ethische Entwicklung der Gesellschaft zeigen...
Wenn ihnen die Tiere so am Herzen liegen, was sagen sie dann zu den Fleischfressern ihrer Art, zu den Löwen und Bären? Kommen die dann auch ins Gefängnis?^^
Tiere, die andere Tiere töten, ein interlektuelles Dilemma für tierliebe Gutmenschen auf der ganzen Welt.^^
Oder liegt das Essen von Fleisch möglicherweise IN DER NATUR DER TIERE.
1. Raubtiere handeln durchaus ihrer Natur entsprechend. Der Mensch aber hat die Fähigkeit, ethisch abzuwägen und trägt daher Verantwortung für sein Handeln.
2. Tierrechte erfordern kein rühriges "tierlieb" Sein. Ich muß auch nicht auf Schwarze stehen, um gegen Sklaverei zu sein.
3. Ethik bedeutet verantwortungsvolles Abwägen - so kann es durchaus mal angebracht sein, ein Tier zu töten: etwa wenn ein Bär eine Gruppe Kinder anfällt.
In der Natur der Tiere liegt es auch Sex ohne Kondome zu haben, denk dran, falls du mal die Gelegenheit dazu hast, eins aufzusetzen. Triebgesteuerte Wesen haben übrigens im Gegensatz zu rationalen Wesen die Möglichkeit, sich zu entscheiden, ob sie sich vegetarisch oder von Fleisch ernähren wollen (können tun sie es ohnehin). Aber gut, wenn du dich auf diese Stufe stellen willst... ich bin da tolerant :D
Diese Ambition ist nicht ganz unlogisch (vom Tiere töten zur Gewalt an Menschen fehlt nie sehr viel, bzw vom Tiere töten lassen zur Befürwortung von Gewalt an Menschen), die Umsetzung aber sehr unwahrscheinlich.
Ist demzufolge jeder Metzger in potenzieller Mörder? Ist hier der Generalverdacht angebracht und vorbeugende Sicherungsverwahrung aller deutschen Metzger nötig?
Daß meine Aussagen nicht bierernst zu nehmen war, sondern nur etwas überspitzt meinen Unmut ausdrücken sollte, dürfte selbst ihnen aufgefallen sein.
Bisher die einzige vernünftige Antwort auf die Frage Gregor Gysis. Schön, dass sich hier noch ein Idealist angesprochen fühlt. Vorschläge finde ich zum größten Teil ja sehr gut, sind natürlich allerdings Dinge, die sich eher in den Köpfen der Menschen verankern müssen, als in der Legislative. Da kann die Gesetzgebung aber vielleicht einen ersten Schritt machen.
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob du wirklich eine Antwort auf deine Polemik erwartest. Ich gebe dir trotzdem eine: Nein, genau andersherum. Durch Gebot und Erlaubnis, durch die Stärkung der Individualität. Restriktionen sollte es weniger für den einzelnen Menschen geben, als viel mehr für Unternehmen, Konzerne, z.B. in der Massentierhaltung, dem Einsatz von Lebensmittelzusatzstoffen, der Monopolbildung usw.
Grundsätzlich sehe ich deine Ansätze ein, bei der Panokratie kann ich Dir nicht zustimmen, da ich diese grundsätzlich als praktisch nicht umsetzbar ansehe, die Gründe würden die CommentBox hier übersteigen ;).
Ähm, also Du hast schon verstanden, daß das Buch selbst kostenlos IST, oder? Der gesamte Text und alle Illustrationen stehen für jeden frei zugänglich im Internet zur Verfügung. Da jedoch manche Menschen (ich zähle mich dazu) sehr lange Texte lieber auf Papier lesen denn am Bildschirm, habe ich das Buch auch in Papierform veröffentlicht. Das kostet natürlich etwas, denn es fallen Material-, Herstellungs- und Logistikkosten an, zudem mußte ich die ISBNs selber bezahlen.
Stimmt. Ist es in diesem Sinne dann natürlich auch. Aber das Wort "Werbung" ist meist negativ konnotiert, das heißt, es schwingt ein gewisser Vorwurf mit, dem ich hier die Faktenlage gegenüberstellen wollte.
Mannomann. Ich will nicht gemein sein, aber... hmm. Zuerst schreibst Du "negativ konnotiert". Meiner Meinung nach ein Fall von "Fachwort benutzt, wo es auch simple Alltagssprache getan hätte". Du hättest einfach schreiben können "Ich dachte, er wolle mir was Negatives vorwerfen." - Bäng! Das hätte jeder verstanden, keine weiteren Fragen.
Ich habe doch extra die Form "x ist (Fremdwort), DAS HEISST ..." verwendet. So muß keiner "dumm sterben". Außerdem ist es schade, daß solch wichtige Konzepte wie Denotation vs Konnotation nicht in der Schule gelehrt werden. Finde ich etwa sinnvoller als Litotes und Oxymoron (was wir zB auswendig lernen mußten). Aber wenn ich erst mit dem Bildungssystem anfangen würde... und dann weiter: das Gesundheitssystem, und und und. Überall Baustellen!
Merkst Du nicht, dass Du wie der Oberlehrer wirkst? Deine Verwendung von "das heisst" zeigt, dass Du mit dem Fehlenden Wissen des Lesers bereits vorher gerechnet hast und dies in Deiner großen Güte noch nachschiebst. Warum nicht von Anfang an so formulieren, dass es jeder verstehen kann?
Und was spricht umgekehrt dagegen, seinen Wortschatz ein wenig zu erweitern und dann in der Folge mehr zu verstehen? Wenn man sich stets auf das beschränkt, was "jeder" verstehen kann, reduziert sich die Sprache trichterförmig bis zum Ghettoniveau.
1. Inwiefern die Verwendung des Wortes "konnotieren" von Dir beim Leser zu mehr Verständnis des wesentlichen Inhalts Deiner Aussage führt (-> "Werbung" fürs Buch), verglichen mit der alltagssprachlichen Variante.
2. Ob Du noch etwas kennst, das zwischen "Fremdworte, wo keine nötig wären" und "Ghettoniveau" liegt, oder ob dies für Dich die einzigen Alternativen sind.
-> Ich spekulierte, dass dies symptomatisch für Dich sei. Sehe mich bestätigt.
Jetzt zieh Dich doch nicht an einem Wort so auf, komm mal wieder runter!
Im Übrigen versuche ich immer, sozusagen die goldene Mitte mit der Sprache zu treffen. Auf der einen Seite sollte alles möglichst für Viele verständlich sein, auf der anderen Seite sollte ein gewisses Sprachniveau gepflegt werden. Sonst führt die Entropie (Verfallsneigung) unweigerlich zu einem steten Abbau der Ausdrucksmöglichkeiten einer Sprache.
PS: Fremd-/Fachwörter sind zudem meist sehr sinnvolle Kurzformen - wenn man sie einmal kennt. Ähnlich wie wir nicht sagen "der gleißend helle Ball oben am Himmel" sondern kurz einfach "die Sonne", so kann man eben auch von "Denotation" und "Konnotation" sprechen anstelle von umständlicher "wertungsfreier Sachinhalt" und "wertender Symbolinhalt".
Wie gesagt - hier war es unnötig ein Fremdwort zu verwenden. Und wo hast Du denn gelesen, dass die Entropie sich auf die Ausdrucksmöglichkeiten von Sprache auswirkt? -> BS!
Ich will Dir mitteilen, dass Du in meinen Augen oberlehrerhaft wirkst und daher Deine Nachricht bei mir nicht wirklich ankommt - vermutlich ebenso bei anderen Menschen wie mir.
Geh mit der Kritik um wie Du willst, das ist nicht mehr mein Kram. Du willst viele Leute erreichen? - Meiner Meinung nach so nicht möglich.
Allerdings sollte man auf der "passiven" Seite aber auch aufpassen, daß man nicht selber in die Falle tappt, die in der Argumentationslehre als "ad hominem" (gegen den Menschen) bezeichnet wird: indem man nämlich vor interessanten und/oder wichtigen Inhalten die Augen verschließt, nur weil einem der Mitteilende unsymphatisch ist.
Moment Mal, da muss ich aber jetzt mal kurz intervenieren. Meinst du wirklich, es ist hier ein abusives argumentum ad hominem? Dann müsste MadocDoyu dich ja einfach persönlich treffen wollen, indem er deinen Ideen widerspricht. Das ist aber ganz offensichtlich gar nicht seine Intention, denn er widerspricht dir nicht, sondern führt einfach ein Direct aus, ohne auf deine Ideen einzugehen.
Natürlich nicht. Hm, war der Satz zu verschachtelt? Ich meinte es andersherum. Also kein "ad hominem" im klassischen Sinne, sondern vielmehr ein passives, auf sich selbst zurückfallendes. Eine Art unwillkürliche Selbstzensur. Frei illustriert als Gedankengang: "Ich höre nicht auf X, weil ich X für eine schlechte Quelle halte." - Kann eine schlechte Prämisse sein, falls X doch mal etwas Brauchbares sagen sollte.
Sozialschmarotzer
TranceMatzl15 1 year ago
@TranceMatzl15 Genau, einfach alle als Sozialschmarotzer darstellen, die neue scheinbar schmarotzerische Elemente als sinnvoll erachten, nachdem sie sich gut darüber Gedanken gemacht haben.
BloodyNerd92 1 year ago
Sie scheinen sich sehr weit in ihre Welt eingelebt zu haben.
Warum soll ich mich über etwas wie Polyamory streiten wenn es doch keine Sau -pardon- interessiert in welcher Beziehung Sie oder ich oder irgendwer lebt?!? Zudem kommt mir ihre "konstruktive" Utopie eher wie ein Diktat Ihrer Grundeinstellungen und Werte vor. Wie heißt es so schön in Demolition Man?
schwob 2 years ago
Ich lese gern. Ich bin für Redefreiheit und für Freiheit der Wahl. Ich bin ein Typ der gerne in einer schmierigen Kneipe hockt und sich fragt: Nehm" ich ein T-Bone Steak oder "ne Riesenportion Spare Ribs mit richtig schönen fetten Pommes dazu? [...] Ich will nackt mit grünem Wackelpudding beschmiert durch die Straßen laufen, und ich will mir die Freiheit nehmen, den Playboy zu lesen. Warum? Weil ich das Bedürfnis dazu verspüre!
schwob 2 years ago
Um alles - wie du sagst - "optimal" zu gestalten, machst du deine Werte und Vorstellungen (z.B. Polyamorie, vegetarismus) zum Gesetz. Was aber auch für andere gilt! Während du und einige andere in einer Utopie leben, werden andere genau deshalb in ihrer Freiheit eingeschränkt und erleben die Dystopie!
LukasHensel 2 years ago
Ich hatte das zwar schon einmal als Antwort auf DerMasu, aber ganz kurz:
1. Wo ist die Freiheitseinschränkung bei der Polyamorie?
2. Der Nichtvegetarismus ist die extremste Dystopie, die es geben kann - aus Sicht der Tiere. Die Opfer werden gerne vergessen, wenn es bequem ist. Das Wegschauen ändert nur die Wertung in der Tätergesellschaft - nicht aber die entsetzliche Realität für die Millarden Opfer.
itekisan 2 years ago
1. warum Beziehungen in deiner Utopia derart staatlich lenken? Den Gedanken allein finde ich gefährlich und unfrei.
2. Im Biologischen Sinne sind Tiere Beute - aber Pflanzen sind ebenso Beute - sie sind uns zwar weniger verwandt, aber sie leben. Stell dir vor, jemand setzt OHNE dein Einverständnis eine Utopie um, in dem du weder Tiere, noch Pflanzen - sondern nur synthetisch Erstellte Pillen nehmen dürftest, damit auch die Rechte der Pflanzen geachtet werden: Dystopie!
LukasHensel 2 years ago
> 1. warum Beziehungen in deiner Utopia derart
> staatlich lenken?
?? Es geht doch nicht um irgendeine staatliche Lenkung hier!
> 2. Im Biologischen Sinne sind Tiere Beute
Vor allem sind im biologischen Sinne Menschen Tiere. Beute sind Tiere nur konkret dann, wenn sie tatsächlich gejagt werden. Tiere sind im Gegensatz zu Pflanzen voll leidensfähig, und verteidigen sich aktiv und selektiv gegen Angriffe - das begründet ihren intrinsischen Anspruch auf Schutz vor unnötiger Gewalt.
itekisan 2 years ago
1. Immerhin sprichst du davon, einige Konflikte der heutigen Gesellschaft mit einer polyarmoren Gesellschaft zu lösen. Jedem ist heute überlassen, in einer offenen Beziehung zu leben, wo ist also der Unterschied in deiner Vorstellung?
2. Bist du damit der Ansicht, dass nur jemand, der sich verteidigt, Schutz braucht?
Verstehe ich das richtig, dass du Menschen verbieten würdest, Fleisch zu essen? Andere denken, dass Pflanzen leiden können - warum dann gerade deine Ansicht anderen aufzwingen?
LukasHensel 2 years ago
Ich glaube, hier besteht ein Mißverständnis in Bezug auf Gysis Frage. Sie lautete nicht "Was würden Sie als Diktator durchboxen?" sondern "Was würden Sie ändern, wenn Sie das könnten?"
itekisan 2 years ago
Das ist wohl wahr.
Würdest du denn Vegetarismus - nicht durchboxen - aber gesetzlich verpflichtend einführen, wenn du könntest?
LukasHensel 2 years ago
> Würdest du denn Vegetarismus [...]
> gesetzlich verpflichtend einführen
Vegetarismus selbst ist nach meinem Rechtsempfinden keine Sache, die man per Gesetz festschreiben kann bzw sollte. Das wäre in der Tat Freiheitseinschränkung.
ABER: Das Halten, Töten und Verarbeiten von Tieren kann und muß per Gesetz verboten werden. Hierfür gibt es zwingende ethische Gründe. (In Abgrenzung zur Moral bedarf Ethik der wissenschaftlich-rationalen Herleitung, was im Fall der Tierrechte vorliegt.)
itekisan 2 years ago
das liefe ja dann auf eine gesetzliche Regelung zum Vegetarismus hinaus^^
LukasHensel 2 years ago
Toll gehts um dein Buch ahja ^^
stierhufe 2 years ago
Interessant... werde Dein Buch in der nächsten Zeit mal lesen... PS Du brauchst defektiv eine bessere Cam oder zumindest ein Headset ;)
Glaubensfrei 2 years ago 7
Es geht nicht um die Qualität der Clips, sondern um die Inhalte. Leider scheinen viele zu verwöhnt zu sein und können sich nicht vorstellen, wie schwer das eigentlich ist, sich vor 'ne Cam zu setzen und sowas überhaupt hinzubekommen. Meinen Respekt!
iovialis 2 years ago 5
Super, dass du die Antwort an Gisy gerichtet hast und noch wichtiger ist, dass du das bedingungslose Grundeinkommen erwähnst.
Ich bin der Meinung, dass wir eine friedliche Revolution machen sollten. ;-)
bgenymous 2 years ago 7
darüber hinaus bin ich überhaupt nicht einfach nur dagegen, ich finde den theoretischen ansatz sehr interessant! trotzdem zweifle ich einfach an seiner praktikabilität, genau wie übrigens den ansatz der polygamie, den ich für männerträume halte :p
lg
mbr87 2 years ago
> polygamie
Hoppla, war das jetzt ein Vertippsler? PolyGAMIE ist nämlich etwas grundsätzlich anderes als PolyAMORIE. (Und die meiste Literatur zur Polyamory stammt übrigens von Frauen.)
itekisan 2 years ago
Ich finde es spielt keinerlei Rolle, wie viele Jahre du an dem Buch gearbeitet hast und wie viele Gedanken du dir gemacht hast. Was zählt ist die Vision jetzt und Visionen für eine Gesellschaft lassen sich weder wissenschaftlich noch im stillen Kämmerlein erarbeiten: sie müssen ausdiskutiert werden.
immerdagegen1 2 years ago
ich finde dieses video sehr interessant
ich hatte mir auch ueberlegt eine antwort zu posten zu gysi's video aber ich weiss nicht ob ich kompetent genug bin
Annaconda1984 2 years ago 4
Annaconda1984, Du solltest auch eine Videoantwort einstellen! Es geht doch dabei nicht um "Kompetenz" oder sowas. Bestimmt hast auch Du ganz interessante Ideen, Wünsche und Vorstellungen...
itekisan 2 years ago
ihre form von ethik ist bei vielen menschen offensichtlich nicht sehr ausgeprägt. während sie davon träumen, dass keine tiere mehr getötet werden sollen, werden weltweit massenhaft menschen ermordet, gefoltert und unterdrückt, und das oft ohne große gründe! glauben sie wirklich, dass sie mit ihren vegetariergedanken auf ernsthafte resonanz treffen werden? im moment haben wir noch ganz andere probleme zu lösen!
mbr87 2 years ago
ehm...was bitte hat das miteinander zu tun. Du schreibst, als ob weniger Tiermorde = mehr Menschenmorde sein würden, was vollkommener Unsinn ist, wie du möglicherweise selbst siehst. Man könnte eher das Gegenteil behaupten. Fleisch ist etwa 7-10 mal energieintensiver,die Produktion verzehrt Ressourcen,die Menschen verwenden könnten, die Massentierhaltung hat außerdem in Enwicklungsländern krasse gesellschaftliche Auswirkungen.Wenn du einfach nur ohne Grund dagegen bist, sag's doch einfach.
immerdagegen1 2 years ago 6
unten in den kommentaren steht: "Der Mensch [...] hat die Fähigkeit, ethisch abzuwägen und trägt daher Verantwortung für sein Handeln." ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass dieses verantwortungsbewusstsein bei vielen menschen offensichtlich nicht sehr ausgeprägt ist, wie man durch die von mir gebrachten beispiele erkennen sollte. natürlich hat das nichts direkt miteinander zu tun, aber indirekt zeigt es doch, dass der mensch auf tierische nahrung nicht verzichten würde^^
mbr87 2 years ago
Dein "zeigt es doch" ist ein naturalistischer Fehlschluss. Ich bin Mensch und verzichte auf Fleisch, übrigens wie viele Millionen andere Menschen auf diesem Planeten es aus den unterschiedlichsten Gründen auch tun. Nur weil v.a. die westliche Welt einfach nur unverhältnismäßig viel Fleisch konsumiert und sich auch sonst nicht gerade verantwortungsvollzeigt muss man sich das nicht zum Vorbild machen. Aber bitte, jeder so wie es ihm passt. Ich will nicht Schuld sein, wenn die Meere leer sind.
LasseArguck 2 years ago 6
Sehr interessant alles. Du hast Dir ja tatsächlich viele Gedanken gemacht.
bgenymous 2 years ago 10
@ itekisan
ich finde deine vorgebrachten Ideen und deinen Vortragsstil super!
Die Art und der Inhalt der Kritiken daran zeigen doch nur, dass du verdammt Recht haben musst, da es bisweile keine "wirklichen" Argumente dagegen zu geben scheint.
janpet0606 2 years ago 12
Hay, hab mich jetzt mal nen paar Stündchen mit deinem Buch auf Grund dieses Videos beschäftigt und es ist sehr interessant! Ich bin zwar noch nicht ganz fertig, aber werd es sicher noch ;)
Und auf Bezug zu der Frage, kann man um eine umfangreiche Antwort zu geben dies ja leider nicht in 10 minuten und deswegen ist die "Werbung" sehr berechtigt, vorallem weil sie nichts kostet außer etwas Zeit.
JungsFinest 2 years ago 13
Volksabstimmung muss aber zB erleichtert werden im Bereiche der Durchführung, da schon an Wahlen der Zeit- und Motivationsmangel der Bürger zu bemerken ist.
Schaumie 2 years ago 9
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machst nach 30 sekunden keinen spass mehr.
TheInvinciblePixel 2 years ago
Geht auch mal nicht um Spaß, auch wenn die Gesellschaft heute nur nach dem nächsten Spaß strebt! ;)
Schaumie 2 years ago 10
stimmt, geht um posten und zinseszins.
pull the trigger! ;)
TheInvinciblePixel 2 years ago
und @ MadocDoyu: beschwerst du dich hier echt darüber, dass itekisan fremdwörter benutzt? und noch mehr, dass er sie auch noch erklärt, falls leute wie du sie nicht verstehen? mensch, sei doch froh, dass du was dazu gelernt hast!
Chefgauner 2 years ago 12
@Chefgauner
Schau Dir an, was ich geschrieben habe. Gegen die Verwendung von Fremdworten an sich habe ich nichts.
Was dazugelernt habe ich nicht, da ich das betreffende Wort bereits kannte. Ich war auch mal an der Uni! Aber ich habe gelernt, dass man sich hinter Fremdworten verstecken kann und will dies für mich nicht so haben.
Inhaltlich:Hat er Deiner Meinung nach hier Werbung für sein Buch gemacht oder nicht? Schau Dir die Argumentationskette mal an!Was soll mit dem Fremdwort bewirkt werden?
MadocDoyu 2 years ago
weiß nicht, warum ihr euch alle so aufregt.. könnt ihr nicht mal sachlich bleiben?
Ihr müsst ja nicht mit seinen Vorschlägen einverstanden sein, aber müsst doch auch nicht immer persönlich werden.
Ich werde mir z.B. auch nicht die wurst vom brot nehmen lassen, nur weil iteksan gegen fleisch essen ist. trotzdem finde ich, hat er doch gute ideen und immerhin macht er sich die mühe, über die welt nachzudenken und versucht diese auch zu teilen!
Chefgauner 2 years ago 11
mit punkt 4 hast du völlig recht. deine ideen finde ich gut. damit würde es vielleicht etwas voran gehen.
blablablaios 2 years ago 11
Zu ihren theoretischen Konzepten:
Der Mensch hat sich nicht Aufgrund "falscher", überprägender Erziehung oder Ethik hin zur Monogamie, zum Fleischfresser sowie zur derzeitigen Gesellschaftsform entwickelt, sondern aufgrund seiner Natur, seiner Veranlagung.
Die Natur des Menschen ändern zu wollen, ihn in ein ideologisches Korsett zu pressen, wie es schon zahlreiche "Bessere-Welt-Diktaturen" vor ihnen taten, kann und darf nicht die Lösung sein.
DerMasu 2 years ago
Also hier hilft zum einen die vergleichende Ethnologie, welche schnell zur Widerlegung des Arguments führt, diese oder jene Art zu leben, entspreche "der menschlichen Natur" - es ist zu 99% KULTUR! Also durchaus Überprägung.
Zum anderen geht es eher darum, bestehende ideologische - mitunter sehr falsche - Korsetts (Monogamie, "der Mensch braucht Fleisch") zu erkennen und gegebenenfalls dann abstreifen zu können.
itekisan 2 years ago
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Mir fällt gerade kein besseres Beispiel ein, sagt ihnen der Name "David Reimer" etwas?
Zur "falschen Denke", die man nur abzustreifen braucht, um in ein seliges Leben zu finden:
Sollten ideologische Spinner wie sie jemals die Macht ergreifen und mich zwingen, kein Fleisch mehr zu essen, dann werd ich "zum Tier" und mach euch zu "Hackfleisch"...
Genug der Metaphern, gute Nacht.
DerMasu 2 years ago
> sagt ihnen der Name "David Reimer" etwas?
Bisher nicht, jetzt dank Wikipedia schon. :)
Interessant, aber kein gutes Beispiel. Außerdem unwissenschaftlich, da aus Einzelfällen wie diesem generell keine allgemeingültige Schlüsse gezogen werden können.
> Sollten ideologische Spinner wie sie jemals
> die Macht ergreifen und mich zwingen
Keine Sorge, die Macht ergreifen / haben ganz andere! Ich will allenfalls zum Nachdenken anregen, im Idealfall überzeugen (oder überzeugt werden).
itekisan 2 years ago
Dann haben sie mich schon mal nicht überzeugt:
Mehr plebiszitäre Elemente für das Volk ---> Ja
Grundeinkommen ---> lässt sich drüber diskutieren
Einschränkung meiner Freiheiten in Bezug auf Partnerwahl und Essgewohnheit ---> NÖ!
DerMasu 2 years ago
> Einschränkung meiner Freiheiten in Bezug
> auf Partnerwahl
Moment, also zumindest bei der Partnerwahl geht es ja nun wirklich ums Gegenteil! Es bestehen sehr extreme Einschränkungen (mit langer Tradition). Auch in einer polyamoren Gesellschaft spricht absolut NICHTS dagegen, daß sich zwei Menschen in einer reinen Zweierbeziehung zusammenschließen und damit glücklich sind. Das wird vermutlich sogar recht oft der Fall sein. ABER: es ist für viele andere eben nicht das Optimum.
itekisan 2 years ago
> Einschränkung meiner Freiheiten in Bezug auf
> [...] Essgewohnheit
Ob eine reine Eßgewohnheit auf Dauer als höherwertig betrachtet werden kann als das gesamte Leben eines Tieres mit Zentralnervensystem, ob das gewaltsame Töten weiterhin als Bagatelle im Vergleich zur Notwendigkeit einer Speiseplanumstellung gelten wird, das wird die ethische Entwicklung der Gesellschaft zeigen...
itekisan 2 years ago
Wenn ihnen die Tiere so am Herzen liegen, was sagen sie dann zu den Fleischfressern ihrer Art, zu den Löwen und Bären? Kommen die dann auch ins Gefängnis?^^
Tiere, die andere Tiere töten, ein interlektuelles Dilemma für tierliebe Gutmenschen auf der ganzen Welt.^^
Oder liegt das Essen von Fleisch möglicherweise IN DER NATUR DER TIERE.
DerMasu 2 years ago
(Argh immer diese YT-Bugs! Zum 2.:)
1. Raubtiere handeln durchaus ihrer Natur entsprechend. Der Mensch aber hat die Fähigkeit, ethisch abzuwägen und trägt daher Verantwortung für sein Handeln.
2. Tierrechte erfordern kein rühriges "tierlieb" Sein. Ich muß auch nicht auf Schwarze stehen, um gegen Sklaverei zu sein.
3. Ethik bedeutet verantwortungsvolles Abwägen - so kann es durchaus mal angebracht sein, ein Tier zu töten: etwa wenn ein Bär eine Gruppe Kinder anfällt.
itekisan 2 years ago
Quizfrage: Darf dieser Bär dann auch gegessen werden? Oder lassen wir das Fleisch verrotten?^^
DerMasu 2 years ago
In der Natur der Tiere liegt es auch Sex ohne Kondome zu haben, denk dran, falls du mal die Gelegenheit dazu hast, eins aufzusetzen. Triebgesteuerte Wesen haben übrigens im Gegensatz zu rationalen Wesen die Möglichkeit, sich zu entscheiden, ob sie sich vegetarisch oder von Fleisch ernähren wollen (können tun sie es ohnehin). Aber gut, wenn du dich auf diese Stufe stellen willst... ich bin da tolerant :D
immerdagegen1 2 years ago 6
> dann werd ich "zum Tier" und mach euch zu
> "Hackfleisch"...
Diese Ambition ist nicht ganz unlogisch (vom Tiere töten zur Gewalt an Menschen fehlt nie sehr viel, bzw vom Tiere töten lassen zur Befürwortung von Gewalt an Menschen), die Umsetzung aber sehr unwahrscheinlich.
itekisan 2 years ago
Ist demzufolge jeder Metzger in potenzieller Mörder? Ist hier der Generalverdacht angebracht und vorbeugende Sicherungsverwahrung aller deutschen Metzger nötig?
Daß meine Aussagen nicht bierernst zu nehmen war, sondern nur etwas überspitzt meinen Unmut ausdrücken sollte, dürfte selbst ihnen aufgefallen sein.
DerMasu 2 years ago
sicherlich für viele hier zu anspruchsvoll, aber sehr gut weiter so. Wenigstens ein gescheihter Akademiker hier
RockyVotolato 2 years ago 14
Bisher die einzige vernünftige Antwort auf die Frage Gregor Gysis. Schön, dass sich hier noch ein Idealist angesprochen fühlt. Vorschläge finde ich zum größten Teil ja sehr gut, sind natürlich allerdings Dinge, die sich eher in den Köpfen der Menschen verankern müssen, als in der Legislative. Da kann die Gesetzgebung aber vielleicht einen ersten Schritt machen.
Mudhades 2 years ago 16
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Durch Verbote, durch Zwang? Todesstrafe für Fleischesser?
DerMasu 2 years ago
Ich könnte jetzt sticheln und schreiben: Auf so eine Idee kann auch nur ein Fleischesser kommen! ;)
itekisan 2 years ago
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob du wirklich eine Antwort auf deine Polemik erwartest. Ich gebe dir trotzdem eine: Nein, genau andersherum. Durch Gebot und Erlaubnis, durch die Stärkung der Individualität. Restriktionen sollte es weniger für den einzelnen Menschen geben, als viel mehr für Unternehmen, Konzerne, z.B. in der Massentierhaltung, dem Einsatz von Lebensmittelzusatzstoffen, der Monopolbildung usw.
Mudhades 2 years ago 7
Grundsätzlich sehe ich deine Ansätze ein, bei der Panokratie kann ich Dir nicht zustimmen, da ich diese grundsätzlich als praktisch nicht umsetzbar ansehe, die Gründe würden die CommentBox hier übersteigen ;).
HerrscherderWelt 2 years ago 5
kostenlose buchwerbung..nicht wahr??
jackthecamper 2 years ago
Ähm, also Du hast schon verstanden, daß das Buch selbst kostenlos IST, oder? Der gesamte Text und alle Illustrationen stehen für jeden frei zugänglich im Internet zur Verfügung. Da jedoch manche Menschen (ich zähle mich dazu) sehr lange Texte lieber auf Papier lesen denn am Bildschirm, habe ich das Buch auch in Papierform veröffentlicht. Das kostet natürlich etwas, denn es fallen Material-, Herstellungs- und Logistikkosten an, zudem mußte ich die ISBNs selber bezahlen.
itekisan 2 years ago
Tatsächlich kann man auch für ein kostenloses Buch Werbung machen!!!
Waicha 2 years ago
(YT ist heut wieder buggy, also zweiter Versuch.)
Stimmt. Ist es in diesem Sinne dann natürlich auch. Aber das Wort "Werbung" ist meist negativ konnotiert, das heißt, es schwingt ein gewisser Vorwurf mit, dem ich hier die Faktenlage gegenüberstellen wollte.
itekisan 2 years ago
Mannomann. Ich will nicht gemein sein, aber... hmm. Zuerst schreibst Du "negativ konnotiert". Meiner Meinung nach ein Fall von "Fachwort benutzt, wo es auch simple Alltagssprache getan hätte". Du hättest einfach schreiben können "Ich dachte, er wolle mir was Negatives vorwerfen." - Bäng! Das hätte jeder verstanden, keine weiteren Fragen.
MadocDoyu 2 years ago
Ich habe doch extra die Form "x ist (Fremdwort), DAS HEISST ..." verwendet. So muß keiner "dumm sterben". Außerdem ist es schade, daß solch wichtige Konzepte wie Denotation vs Konnotation nicht in der Schule gelehrt werden. Finde ich etwa sinnvoller als Litotes und Oxymoron (was wir zB auswendig lernen mußten). Aber wenn ich erst mit dem Bildungssystem anfangen würde... und dann weiter: das Gesundheitssystem, und und und. Überall Baustellen!
itekisan 2 years ago
Merkst Du nicht, dass Du wie der Oberlehrer wirkst? Deine Verwendung von "das heisst" zeigt, dass Du mit dem Fehlenden Wissen des Lesers bereits vorher gerechnet hast und dies in Deiner großen Güte noch nachschiebst. Warum nicht von Anfang an so formulieren, dass es jeder verstehen kann?
MadocDoyu 2 years ago
Und was spricht umgekehrt dagegen, seinen Wortschatz ein wenig zu erweitern und dann in der Folge mehr zu verstehen? Wenn man sich stets auf das beschränkt, was "jeder" verstehen kann, reduziert sich die Sprache trichterförmig bis zum Ghettoniveau.
itekisan 2 years ago
Erkläre mir:
1. Inwiefern die Verwendung des Wortes "konnotieren" von Dir beim Leser zu mehr Verständnis des wesentlichen Inhalts Deiner Aussage führt (-> "Werbung" fürs Buch), verglichen mit der alltagssprachlichen Variante.
2. Ob Du noch etwas kennst, das zwischen "Fremdworte, wo keine nötig wären" und "Ghettoniveau" liegt, oder ob dies für Dich die einzigen Alternativen sind.
-> Ich spekulierte, dass dies symptomatisch für Dich sei. Sehe mich bestätigt.
Noch ein Weltbelehrer!
MadocDoyu 2 years ago
> Erkläre mir:
Jetzt zieh Dich doch nicht an einem Wort so auf, komm mal wieder runter!
Im Übrigen versuche ich immer, sozusagen die goldene Mitte mit der Sprache zu treffen. Auf der einen Seite sollte alles möglichst für Viele verständlich sein, auf der anderen Seite sollte ein gewisses Sprachniveau gepflegt werden. Sonst führt die Entropie (Verfallsneigung) unweigerlich zu einem steten Abbau der Ausdrucksmöglichkeiten einer Sprache.
itekisan 2 years ago
PS: Fremd-/Fachwörter sind zudem meist sehr sinnvolle Kurzformen - wenn man sie einmal kennt. Ähnlich wie wir nicht sagen "der gleißend helle Ball oben am Himmel" sondern kurz einfach "die Sonne", so kann man eben auch von "Denotation" und "Konnotation" sprechen anstelle von umständlicher "wertungsfreier Sachinhalt" und "wertender Symbolinhalt".
itekisan 2 years ago
Wie gesagt - hier war es unnötig ein Fremdwort zu verwenden. Und wo hast Du denn gelesen, dass die Entropie sich auf die Ausdrucksmöglichkeiten von Sprache auswirkt? -> BS!
Ich will Dir mitteilen, dass Du in meinen Augen oberlehrerhaft wirkst und daher Deine Nachricht bei mir nicht wirklich ankommt - vermutlich ebenso bei anderen Menschen wie mir.
Geh mit der Kritik um wie Du willst, das ist nicht mehr mein Kram. Du willst viele Leute erreichen? - Meiner Meinung nach so nicht möglich.
MadocDoyu 2 years ago
> Ich will Dir mitteilen, dass Du in meinen Augen
> oberlehrerhaft wirkst und daher Deine
> Nachricht bei mir nicht wirklich ankommt
Naja, nobody is perfect.
Allerdings sollte man auf der "passiven" Seite aber auch aufpassen, daß man nicht selber in die Falle tappt, die in der Argumentationslehre als "ad hominem" (gegen den Menschen) bezeichnet wird: indem man nämlich vor interessanten und/oder wichtigen Inhalten die Augen verschließt, nur weil einem der Mitteilende unsymphatisch ist.
itekisan 2 years ago
Moment Mal, da muss ich aber jetzt mal kurz intervenieren. Meinst du wirklich, es ist hier ein abusives argumentum ad hominem? Dann müsste MadocDoyu dich ja einfach persönlich treffen wollen, indem er deinen Ideen widerspricht. Das ist aber ganz offensichtlich gar nicht seine Intention, denn er widerspricht dir nicht, sondern führt einfach ein Direct aus, ohne auf deine Ideen einzugehen.
Mudhades 2 years ago
> Meinst du wirklich, es ist hier ein abusives
> argumentum ad hominem?
Natürlich nicht. Hm, war der Satz zu verschachtelt? Ich meinte es andersherum. Also kein "ad hominem" im klassischen Sinne, sondern vielmehr ein passives, auf sich selbst zurückfallendes. Eine Art unwillkürliche Selbstzensur. Frei illustriert als Gedankengang: "Ich höre nicht auf X, weil ich X für eine schlechte Quelle halte." - Kann eine schlechte Prämisse sein, falls X doch mal etwas Brauchbares sagen sollte.
itekisan 2 years ago
bestes Video bisher
Lupper123 2 years ago 12
Mir haben alle Vorschläge gefallen.
Suicidsupernova 2 years ago 12
formuliert wie eine axt
nutzernamehans 2 years ago 12
sehr gut!
headliners50 2 years ago 12
endlich doch mal jemand der sich gedanken macht und nicht nur tag ein tag aus rumnörgelt
bigtowelie 2 years ago 13