... die Säkularisierung entschädigt. Das Grundgesetz sieht eine Ablösung dieser Dauerzahlungen vor, und zwar schon seit der Weimarer Republik. Ein Interesse, dieses Verfassungsgebot nach 90 Jahren endlich umzusetzen, besteht politisch nicht, und zwar ganz einfach weil legislative Faulheit nicht sanktioniert wird (Verfassungsignoranz bei H4-Kürzungen ja auch nicht). Derweil machen höchste Amtsträger unseres Landes direkt Werbung für fundamentalistische Sekten und Verbände.
Sehr gute Rede, die sollte glatt an allen Schulen gezeigt werden! Ich habe sie sogar bereits vor dem Video schon als Protokoll überflogen gehabt - ein Zwischenruf eines Unionspolitikers hat mich dort besonders beschäftigt... "Sie sind keine Zierde für dieses Haus!" - Was bitte soll das denn heißen? Für mich klingt das nach einer sehr üblen Beleidigung, hat sowas im Bundestag keine Konsequenzen?!
Religionsunterricht an Schulen geht in Ordnung - aber nicht solange die Kirchen bestimmen düfen, wer unterrichtet und wer nicht. Denn aus eigener Erfahrung weiss ich, dass an öffentlichen Schulen auch immer wieder gewisse Lehrer versuchen, den Schülern ganz bestimmte religiöse Lehren und Riten bevorzugt und mit Nachdruck nahebringen.
Über 19 Milliarden Euro zahlt der Staat jedes Jahr direkt und indirekt an die christlichen Kirchen. Das ist nicht die Kirchensteuer! Seit 1803 wird die Kirche für..
Den Religionsunterricht abschaffen? Ist das nicht ein wenig extrem?
Religion ist für sehr viele Menschen ein wichtiger Teil des Lebens. Ich weiß nicht, wie das in anderen Ländern ist, aber bei uns hier in Bayern hat man als Schüler zum Beispiel die Möglichkeit, statt Religion "Ethik" als Fach zu wählen. Ich halte das für einen guten Kompromis (und über dies sinnvoller, als "fremde" Religionen zu unterrichten, weil hierfür einfach der Ausländeranteil zu gering ist).
Naja, extrem wäre das nicht, aber deinen Einwand kann man schon nachvollziehen.
Natürlich bliebe dabei aber immer die freie Entscheidung erhalten.
Nur eines mußt du bedenken:
Religion, egal welche, ist Privatsache.
Die meisten Menschen sind nunmal auch keine Christen.
Deshalb wäre allgemein eher der Ethikunterricht sinnvoll, während jede Art von Religionsunterricht höchstens als Zusatz für Gläubige erhalten werden sollte.
@Riddlechen92 Einem Religionsunterricht der sämtliche Religionen objektiv betrachtet könnte ich noch zustimmen, nicht aber dem in evangelisch/katholisch aufgeteilten, der nichts als die Indoktrination in den christlichen Glauben zum Ziel hat. Relgionsunterricht im derzeitigen Stil hat an unseren staatlichen Schulen nichts verloren. Wer seine Kinder religiös erziehen möchte, kann das zu Hause machen, oder in der Kirche, es kann nicht Aufgabe des Staates sein.
Solange der Staat die Krichensteuern eintreibt (einer der wenigen weltweit) und auch noch Kreuze in Schulen hängen, gibt es keine Trennung von Staat und Religion. Darüber hinaus müsste man auch den Religionsunterricht an den Schulen abschaffen.
@olbubi Die Kirchensteuer zahlen nur Kirchenmitglieder und selbst jene können von der Steuer entbunden werden, der Staat treibt sie also nicht ein. Kreuze dürfen schon lange nicht mehr in Kirchen aufgehängt werden, urteilte das BG.
Der Religionsunterricht ist und bleibt freiwillig, keiner wird dazu gezwungen, in Bayern gabs da glaube ich eine Ausnahme.
Es ist eigentlich eine Frechheit,wie die jüdische Religion ausgerechnet von den Konserativen zum "christl./jüd.Abendland"vereinnahmt wird
kobaeins 1 year ago 5
... die Säkularisierung entschädigt. Das Grundgesetz sieht eine Ablösung dieser Dauerzahlungen vor, und zwar schon seit der Weimarer Republik. Ein Interesse, dieses Verfassungsgebot nach 90 Jahren endlich umzusetzen, besteht politisch nicht, und zwar ganz einfach weil legislative Faulheit nicht sanktioniert wird (Verfassungsignoranz bei H4-Kürzungen ja auch nicht). Derweil machen höchste Amtsträger unseres Landes direkt Werbung für fundamentalistische Sekten und Verbände.
blackwolf1200 1 year ago
Sehr gute Rede, die sollte glatt an allen Schulen gezeigt werden! Ich habe sie sogar bereits vor dem Video schon als Protokoll überflogen gehabt - ein Zwischenruf eines Unionspolitikers hat mich dort besonders beschäftigt... "Sie sind keine Zierde für dieses Haus!" - Was bitte soll das denn heißen? Für mich klingt das nach einer sehr üblen Beleidigung, hat sowas im Bundestag keine Konsequenzen?!
itekisan 1 year ago
Religionsunterricht an Schulen geht in Ordnung - aber nicht solange die Kirchen bestimmen düfen, wer unterrichtet und wer nicht. Denn aus eigener Erfahrung weiss ich, dass an öffentlichen Schulen auch immer wieder gewisse Lehrer versuchen, den Schülern ganz bestimmte religiöse Lehren und Riten bevorzugt und mit Nachdruck nahebringen.
Über 19 Milliarden Euro zahlt der Staat jedes Jahr direkt und indirekt an die christlichen Kirchen. Das ist nicht die Kirchensteuer! Seit 1803 wird die Kirche für..
blackwolf1200 1 year ago
Den Religionsunterricht abschaffen? Ist das nicht ein wenig extrem?
Religion ist für sehr viele Menschen ein wichtiger Teil des Lebens. Ich weiß nicht, wie das in anderen Ländern ist, aber bei uns hier in Bayern hat man als Schüler zum Beispiel die Möglichkeit, statt Religion "Ethik" als Fach zu wählen. Ich halte das für einen guten Kompromis (und über dies sinnvoller, als "fremde" Religionen zu unterrichten, weil hierfür einfach der Ausländeranteil zu gering ist).
Verbessern statt abschaffen.
Riddlechen92 1 year ago
@Riddlechen92
Naja, extrem wäre das nicht, aber deinen Einwand kann man schon nachvollziehen.
Natürlich bliebe dabei aber immer die freie Entscheidung erhalten.
Nur eines mußt du bedenken:
Religion, egal welche, ist Privatsache.
Die meisten Menschen sind nunmal auch keine Christen.
Deshalb wäre allgemein eher der Ethikunterricht sinnvoll, während jede Art von Religionsunterricht höchstens als Zusatz für Gläubige erhalten werden sollte.
Aber seis drum, wichtig ist nur die freie Wahl.
lunatir 1 year ago
@Riddlechen92 Einem Religionsunterricht der sämtliche Religionen objektiv betrachtet könnte ich noch zustimmen, nicht aber dem in evangelisch/katholisch aufgeteilten, der nichts als die Indoktrination in den christlichen Glauben zum Ziel hat. Relgionsunterricht im derzeitigen Stil hat an unseren staatlichen Schulen nichts verloren. Wer seine Kinder religiös erziehen möchte, kann das zu Hause machen, oder in der Kirche, es kann nicht Aufgabe des Staates sein.
FelidaTheGeek 1 year ago
Solange der Staat die Krichensteuern eintreibt (einer der wenigen weltweit) und auch noch Kreuze in Schulen hängen, gibt es keine Trennung von Staat und Religion. Darüber hinaus müsste man auch den Religionsunterricht an den Schulen abschaffen.
[X] DIE LINKE für eine gerechtere Gesellschaft.
olbubi 1 year ago 15
@olbubi Die Kirchensteuer zahlen nur Kirchenmitglieder und selbst jene können von der Steuer entbunden werden, der Staat treibt sie also nicht ein. Kreuze dürfen schon lange nicht mehr in Kirchen aufgehängt werden, urteilte das BG.
Der Religionsunterricht ist und bleibt freiwillig, keiner wird dazu gezwungen, in Bayern gabs da glaube ich eine Ausnahme.
Piratenparteifan 1 year ago
@Piratenparteifan
Kreuze dürfen nicht in Kirchen aufgehängt werden? Ich glaube, du verwechselst das mit den Schulen. :D
EndlessMater 1 year ago