Ich habe einen kompletten Urlaubstag verloren, musste statt direkt von Singapur nach Cebu zu fliegen, einen Zwischenstopp in Davao einlegen und war insgesamt über 58 Stunden unterwegs, um mein Urlaubsziel zu erreichen. Dort hatte ich dann nur noch 10 Übernachtungen und nur noch 8 mögliche Tauchtage. Mein bereits gebuchtes Tauchpaket konnte ich nicht komplett nutzen, da dafür zu wenig Zeit blieb.
Dieses war im Laufe der letzten 15 Jahre mein sechster Flug mit Singapore Airlines. 2009 bin ich das letzte Mal mit Ihrer Fluggesellschaft geflogen - damals nach Perth. Bisher war ich immer davon überzeugt, dass die in verschiedenen Rankings erreichte Spitzenposition von Singapore Airlines absolut berechtigt ist. Nach diesen Problemen mit den alten B747-400 Maschinen, die bereits in der Wüste abgestellt waren, bin ich nicht mehr davon überzeugt.
Die Passagiere harrten also erneut über 5 Stunden auf dem Rollfeld in der maroden Maschine aus. Natürlich waren wir froh, eine ähnlich alte aber wenigstens flugfähige 747-400 bestiegen zu haben.
All diese Aktivitäten und das Auslaufen der Kerosin-Massen habe ich in Bildern und in einem HD-Video festgehalten.
Obwohl wir darum baten, nicht um 04:30 Uhr geweckt zu werden, wurden wir genau dann vom Hotel geweckt. Wir schliefen dann aber wieder ein und frühstückten um 08:00 Uhr. Als wir nach dem Einchecken auf das Einsteigen warteten, fragte ich um 11:15 Uhr das Bodenpersonal, wann denn nun die gestrandete Maschine von gestern nun heute morgen endgültig gestartet sei. Nach einer kurzen Pause wurde mir gesagt, dass die Maschine immer noch auf dem Rollfeld stünde. Unser Erstaunen war groß.
Endlich im Sheraton-Hotel angekommen, hieß es wieder warten, da viele Gäste nun ein Zimmer erhalten mussten. Uns wurde gesagt, wir würden morgen früh um 04:30 Uhr geweckt, um 05:00 Uhr frühstücken und dann um 06:00 Uhr einchecken. Die voraussichtliche Abflugzeit wäre 08:00 Uhr am 25.02.2011.
Ich und mein Studienfreund haben uns entschieden, auf die reguläre 12:00 Uhr Maschine am 25.02.2011 umzubuchen. Das war wohl auch die richtige Entscheidung, wie sich später herausstellte.
So war es dann auch und um genau 19:00 Uhr oder 7 ½ Stunden nach Boarding konnten wir die Maschine wieder verlassen.
Alle Passagiere würden im Sheraton-Hotel übernachten und morgen früh fliegen. Denn für die 20:00 Uhr Maschine war es bereits zu spät und die war auch ziemlich ausgebucht. Am Zoll gab es dann die nächsten Probleme, da viele Passagiere kein Visum für Deutschland hatten. Das verzögerte die Zollformalitäten erheblich.
da die Crew nicht mehr bis Singapur fliegen könne. Sie würden ihre maximale Einsatzzeit von 18 Stunden überschreiten. Bis Bangkok ginge es aber gerade noch.
Um 18:30 Uhr musste der Captain dann eingestehen, dass es weitere Probleme mit den Tanks oder den Pumpen für das Kerosin gäbe und wir daher heute nicht mehr fliegen könnten. Wir würden gleich aussteigen, in Bussen zum Terminal fahren und in Frankfurt übernachten.
Wieder kamen viele Fahrzeuge, darunter Feuerwehr, Zoll, Polizei. Gremien aus 5 oder 6 Leuten bildeten sich unter der Tragfläche und gingen wieder auseinander. Wir erhielten weiteres Wasser und Erdnüsse. Essen wurde nicht ausgegeben.
Um 17:50 Uhr war der Kerosin-Austritt wohl gestoppt und der Captain machte uns Hoffnung, dass es gleich los gehe. Allerdings könnten wir nur noch bis Bangkok fliegen, wo wir kurz stoppen würden und ein Crew-Wechsel statt finden würde,
Inzwischen waren über 4 Stunden seit dem Einsteigen vergangen. Die Maschine wurde auf eine Parkposition im Freifeld gezogen. Dort konnten wir nicht so viel zerstören, sollten wir doch explodieren. Immer noch trat Kerosin aus dem Flügel, so dass wir eine Kerosinspur vom Gate bis zur Parkposition im Freifeld hinter oder neben uns herzogen.
Zwei große Feuerwehr-Fahrzeuge kamen mit Blaulicht und begannen, mit viel Wasser das Kerosin zu verdünnen und zu verteilen. Der Wagen mit der Hebebühne kam wieder und die großen Fässer zum Auffangen des Kerosins. Der armdicke Schwall an Kerosin wurde nach sicherlich bereits verstrichenen 5 Minuten langsam dünner. Es verging weitere Zeit, bis wieder Kerosin abgepumpt oder aufgefangen wurde.
Später informierte er uns, dass sich der Abflug wegen weiterer Probleme doch noch etwas verzögern würde. Draußen wurden inzwischen die Fahrbahn für die ganzen Rollfeld-Fahrzeuge und ein Flugzeug rechts von uns am Gate von der Kerosinlache, die sich weiter ausbreitete, erfasst. Viele Fahrzeuge fuhren direkt durch das Kerosin.
Der dicke Schwall war sehr gut zu sehen und mein Studienfreund und ich baten die Stewardess, die direkt hinter uns saß, doch bitte einen Blick aus dem Fenster zu werfen. Nachdem sie das getan hatte, nahm sie ihr Bord-Telefon und rief den Captain an. Ein bis zwei Minuten später war der Captain bei uns und warf selbst einen besorgten Blick aus unserem Fenster oder dem Fenster hinter uns. Schnell war er wieder verschwunden.
Uns Passagieren wurde lediglich Wasser, ein Apfel und Erdnüsse gereicht. Dieses änderte sich auch bis 19:00 Uhr nicht.
Nach ca. 2 ½ Stunden am Gate wurden wir zurück geschoben, um dann bald Richtung Startbahn aufbrechen zu können. Das Fahrzeug, dass uns zurückschob, wurde abgekoppelt und der Captain gab etwas Schubkraft, um vorwärts fahren zu können. In diesem Moment wurde aus dem ehemaligen leichten Leck ein armdicker Kerosin-Schwall. Kerosingeruch gelangte bis zu uns in die Kabine.
Als nächstes kamen weitere Fahrzeuge unter die Tragfläche, einige fuhren wieder davon. Ein Fahrzeug mit Hebebühne wurde herangefahren, ein Schlauch am Flügel angebracht, der in einem großen Metallfass endete. Offensichtlich wurde Kerosin aufgefangen oder abgepumpt.
Es waren seit dem Einsteigen bereits über 2 Stunden vergangen. Der Captain meldete sich wieder und meinte, wir hätten wegen kleiner Probleme nun ein wenig mehr Verspätung, würden aber bald abheben, da die Problem gelöst seien.
Ein Feuerwehr-Fahrzeug hielt jetzt daneben an, einige Feuerwehrmänner begannen, zwei große Metallschalen unter den Flügel zu stellen. Dadurch wurde ich aufmerksam darauf, dass ein kleiner Strahl Flüssigkeit aus dem Flügel leckte. Ob es sich um Wasser oder Kerosin handelte, konnte ich noch nicht erkennen.
Um kurz nach 12:00 Uhr meldete sich unser Captain das erste Mal. Er bat um Verzeihung, dass wir wegen der stark genutzten Enteisungsanlage in Frankfurt etwa 40 Minuten Verspätung beim Start haben werden. Gleichzeitig begannen einige Aktivitäten außen am Flugzeug, die mit dem Enteisen nichts zu tun hatten: Durch meinen Platz in Reihe 63 hatte ich einen guten Blick auf den rechten Flugzeug-Flügel.
Am 24.02.2011 hatte ich einen Flug mit Singapore Airlines von Frankfurt nach Singapore mit Weiterflug nach Cebu, durchgeführt von Silk Air, gebucht. Der Abflug war für 12:00 Uhr mittags geplant. Das Boarding begann um kurz nach 11:00 Uhr. Ich bin um 11:30 Uhr in die Maschine eingestiegen.
they tried to stop the leaking and pouring kerosin but didn´t manage to stop it for more than 7 hours. After 7,5 hours they released us from the plane, sent us to the Sheraton hotel for a night and tried to take off the next morning. I booked on another flight for the next morning and heared that at 12 noon the next day the rotten 747 was still grounded and unable to fly. SQ was once the best airline in the world, but those were the days.
Ich habe einen kompletten Urlaubstag verloren, musste statt direkt von Singapur nach Cebu zu fliegen, einen Zwischenstopp in Davao einlegen und war insgesamt über 58 Stunden unterwegs, um mein Urlaubsziel zu erreichen. Dort hatte ich dann nur noch 10 Übernachtungen und nur noch 8 mögliche Tauchtage. Mein bereits gebuchtes Tauchpaket konnte ich nicht komplett nutzen, da dafür zu wenig Zeit blieb.
ucnangl 9 months ago
Dieses war im Laufe der letzten 15 Jahre mein sechster Flug mit Singapore Airlines. 2009 bin ich das letzte Mal mit Ihrer Fluggesellschaft geflogen - damals nach Perth. Bisher war ich immer davon überzeugt, dass die in verschiedenen Rankings erreichte Spitzenposition von Singapore Airlines absolut berechtigt ist. Nach diesen Problemen mit den alten B747-400 Maschinen, die bereits in der Wüste abgestellt waren, bin ich nicht mehr davon überzeugt.
ucnangl 9 months ago
Die Passagiere harrten also erneut über 5 Stunden auf dem Rollfeld in der maroden Maschine aus. Natürlich waren wir froh, eine ähnlich alte aber wenigstens flugfähige 747-400 bestiegen zu haben.
All diese Aktivitäten und das Auslaufen der Kerosin-Massen habe ich in Bildern und in einem HD-Video festgehalten.
ucnangl 9 months ago
Obwohl wir darum baten, nicht um 04:30 Uhr geweckt zu werden, wurden wir genau dann vom Hotel geweckt. Wir schliefen dann aber wieder ein und frühstückten um 08:00 Uhr. Als wir nach dem Einchecken auf das Einsteigen warteten, fragte ich um 11:15 Uhr das Bodenpersonal, wann denn nun die gestrandete Maschine von gestern nun heute morgen endgültig gestartet sei. Nach einer kurzen Pause wurde mir gesagt, dass die Maschine immer noch auf dem Rollfeld stünde. Unser Erstaunen war groß.
ucnangl 9 months ago
Endlich im Sheraton-Hotel angekommen, hieß es wieder warten, da viele Gäste nun ein Zimmer erhalten mussten. Uns wurde gesagt, wir würden morgen früh um 04:30 Uhr geweckt, um 05:00 Uhr frühstücken und dann um 06:00 Uhr einchecken. Die voraussichtliche Abflugzeit wäre 08:00 Uhr am 25.02.2011.
Ich und mein Studienfreund haben uns entschieden, auf die reguläre 12:00 Uhr Maschine am 25.02.2011 umzubuchen. Das war wohl auch die richtige Entscheidung, wie sich später herausstellte.
ucnangl 9 months ago
So war es dann auch und um genau 19:00 Uhr oder 7 ½ Stunden nach Boarding konnten wir die Maschine wieder verlassen.
Alle Passagiere würden im Sheraton-Hotel übernachten und morgen früh fliegen. Denn für die 20:00 Uhr Maschine war es bereits zu spät und die war auch ziemlich ausgebucht. Am Zoll gab es dann die nächsten Probleme, da viele Passagiere kein Visum für Deutschland hatten. Das verzögerte die Zollformalitäten erheblich.
ucnangl 9 months ago
da die Crew nicht mehr bis Singapur fliegen könne. Sie würden ihre maximale Einsatzzeit von 18 Stunden überschreiten. Bis Bangkok ginge es aber gerade noch.
Um 18:30 Uhr musste der Captain dann eingestehen, dass es weitere Probleme mit den Tanks oder den Pumpen für das Kerosin gäbe und wir daher heute nicht mehr fliegen könnten. Wir würden gleich aussteigen, in Bussen zum Terminal fahren und in Frankfurt übernachten.
ucnangl 9 months ago
Wieder kamen viele Fahrzeuge, darunter Feuerwehr, Zoll, Polizei. Gremien aus 5 oder 6 Leuten bildeten sich unter der Tragfläche und gingen wieder auseinander. Wir erhielten weiteres Wasser und Erdnüsse. Essen wurde nicht ausgegeben.
Um 17:50 Uhr war der Kerosin-Austritt wohl gestoppt und der Captain machte uns Hoffnung, dass es gleich los gehe. Allerdings könnten wir nur noch bis Bangkok fliegen, wo wir kurz stoppen würden und ein Crew-Wechsel statt finden würde,
ucnangl 9 months ago
Inzwischen waren über 4 Stunden seit dem Einsteigen vergangen. Die Maschine wurde auf eine Parkposition im Freifeld gezogen. Dort konnten wir nicht so viel zerstören, sollten wir doch explodieren. Immer noch trat Kerosin aus dem Flügel, so dass wir eine Kerosinspur vom Gate bis zur Parkposition im Freifeld hinter oder neben uns herzogen.
ucnangl 9 months ago
Zwei große Feuerwehr-Fahrzeuge kamen mit Blaulicht und begannen, mit viel Wasser das Kerosin zu verdünnen und zu verteilen. Der Wagen mit der Hebebühne kam wieder und die großen Fässer zum Auffangen des Kerosins. Der armdicke Schwall an Kerosin wurde nach sicherlich bereits verstrichenen 5 Minuten langsam dünner. Es verging weitere Zeit, bis wieder Kerosin abgepumpt oder aufgefangen wurde.
ucnangl 9 months ago
Später informierte er uns, dass sich der Abflug wegen weiterer Probleme doch noch etwas verzögern würde. Draußen wurden inzwischen die Fahrbahn für die ganzen Rollfeld-Fahrzeuge und ein Flugzeug rechts von uns am Gate von der Kerosinlache, die sich weiter ausbreitete, erfasst. Viele Fahrzeuge fuhren direkt durch das Kerosin.
ucnangl 9 months ago
Der dicke Schwall war sehr gut zu sehen und mein Studienfreund und ich baten die Stewardess, die direkt hinter uns saß, doch bitte einen Blick aus dem Fenster zu werfen. Nachdem sie das getan hatte, nahm sie ihr Bord-Telefon und rief den Captain an. Ein bis zwei Minuten später war der Captain bei uns und warf selbst einen besorgten Blick aus unserem Fenster oder dem Fenster hinter uns. Schnell war er wieder verschwunden.
ucnangl 9 months ago
Uns Passagieren wurde lediglich Wasser, ein Apfel und Erdnüsse gereicht. Dieses änderte sich auch bis 19:00 Uhr nicht.
Nach ca. 2 ½ Stunden am Gate wurden wir zurück geschoben, um dann bald Richtung Startbahn aufbrechen zu können. Das Fahrzeug, dass uns zurückschob, wurde abgekoppelt und der Captain gab etwas Schubkraft, um vorwärts fahren zu können. In diesem Moment wurde aus dem ehemaligen leichten Leck ein armdicker Kerosin-Schwall. Kerosingeruch gelangte bis zu uns in die Kabine.
ucnangl 9 months ago
Als nächstes kamen weitere Fahrzeuge unter die Tragfläche, einige fuhren wieder davon. Ein Fahrzeug mit Hebebühne wurde herangefahren, ein Schlauch am Flügel angebracht, der in einem großen Metallfass endete. Offensichtlich wurde Kerosin aufgefangen oder abgepumpt.
Es waren seit dem Einsteigen bereits über 2 Stunden vergangen. Der Captain meldete sich wieder und meinte, wir hätten wegen kleiner Probleme nun ein wenig mehr Verspätung, würden aber bald abheben, da die Problem gelöst seien.
ucnangl 9 months ago
Ein Feuerwehr-Fahrzeug hielt jetzt daneben an, einige Feuerwehrmänner begannen, zwei große Metallschalen unter den Flügel zu stellen. Dadurch wurde ich aufmerksam darauf, dass ein kleiner Strahl Flüssigkeit aus dem Flügel leckte. Ob es sich um Wasser oder Kerosin handelte, konnte ich noch nicht erkennen.
ucnangl 9 months ago
Um kurz nach 12:00 Uhr meldete sich unser Captain das erste Mal. Er bat um Verzeihung, dass wir wegen der stark genutzten Enteisungsanlage in Frankfurt etwa 40 Minuten Verspätung beim Start haben werden. Gleichzeitig begannen einige Aktivitäten außen am Flugzeug, die mit dem Enteisen nichts zu tun hatten: Durch meinen Platz in Reihe 63 hatte ich einen guten Blick auf den rechten Flugzeug-Flügel.
ucnangl 9 months ago
Am 24.02.2011 hatte ich einen Flug mit Singapore Airlines von Frankfurt nach Singapore mit Weiterflug nach Cebu, durchgeführt von Silk Air, gebucht. Der Abflug war für 12:00 Uhr mittags geplant. Das Boarding begann um kurz nach 11:00 Uhr. Ich bin um 11:30 Uhr in die Maschine eingestiegen.
ucnangl 9 months ago
what happened? was it fixed before takeoff?
buckeyestate 9 months ago
@buckeyestate
they tried to stop the leaking and pouring kerosin but didn´t manage to stop it for more than 7 hours. After 7,5 hours they released us from the plane, sent us to the Sheraton hotel for a night and tried to take off the next morning. I booked on another flight for the next morning and heared that at 12 noon the next day the rotten 747 was still grounded and unable to fly. SQ was once the best airline in the world, but those were the days.
ucnangl 9 months ago
@ucnangl dang...thats a waste of jet fuel.
buckeyestate 9 months ago